Kosmische Magnetfelder mit LOFAR untersucht

3. Jänner 2010, 17:33
  • Artikelbild
    foto: mpifr bonn/nasa/esa

    Bild der 31 Millionen Lichtjahre entfernten "Whirlpool-Galaxie" M 51. Die Hubble-Aufnahme ist mit Kennzeichnung der Zonen unterschiedlich starker Synchrotronstrahlung versehen, die mit Radioteleskopen in Deutschland und den USA angemessen wurden.

Deutsches Forschungsprojekt widmet sich Ursprung und möglichen Auswirkungen der gigantischen Felder

Bremen/Bonn - Die Gaswolken zwischen den Sternen einer Galaxie, aber auch zwischen den Galaxien selbst (das sogenannte "Intergalaktische Medium"), erzeugen gigantische Magnetfelder, die zwischen zehn und mehreren Millionen Lichtjahren durchmessen können. Den Ursprung dieser Magnetfelder und die Auswirkung, die sie möglicherweise auf die Bildung von Galaxien haben, untersucht ein für drei Jahre finanziertes Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, an dem unter der Ägide der Universität Bonn die Max-Planck-Institute für Astrophysik und Radioastronomie, das Astrophysikalische Institut Potsdam und die Bremer Jacobs University teilnehmen.

Für die Analyse wird die Synchrotronstrahlung von Elektronen herangezogen, die sich durch diese Magnetfelder bewegen. Diese Elektronen weisen charakteristische Strahlungsmuster auf, die gewissermaßen die Geschichte von Sternen oder ganzen Galaxien in sich tragen; sie enthalten Hinweise auf Supernovae, Galaxienkollisionen und andere "kosmische Katastrophen". Durch genaue Analyse sollen die in diesen Strahlungsmustern enthaltenen Informationen interpretiert werden können.

Als Analyseinstrument fungiert dabei das digitale "Low Frequency Array" (LOFAR), das die Daten aus zahlreichen über halb Europa verteilten Radioteleskop-Antennen kombiniert. Eine Reihe davon ist bereits installiert, das System wird gegenwärtig aber noch ausgebaut und soll letztendlich das Äquivalent eines Radioteleskops mit einem "Schirmdurchmesser" von einigen hundert Kilometern ergeben. Kombiniert werden sollen die Daten vom Blue Gene-Supercomputer im Rechenzentrum der Universität Groningen. Daneben wird LOFAR noch fünf weiteren international betriebenen "Key Science"-Projekten zur Verfügung stehen. (red)


Link
LOFAR

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2
F S 3
45
Aus der Sichtweise des EU treiben Ströme Galaxien an, sowie sie Sterne zum Leuchten bringen. Wie im Laborexperiment gezeigt wurde, können die magnetischen Vortices zwischen zwei Birkelandkanälen die Struktur von Spiralgalaxien generieren…

…Birkelandkanäle, die in ihrer Größenordnung schier unbegrenzt sind, weisen WEITER wirkende Anziehungskräfte auf, als es die Gravitation vermag. Die Abnahme dieser Kraft erfolgt reziprok im Gegensatz zur G, welche mit dem Quadrat/Entfernung abnimmt.

Es ist der fortwährende Stromfluß durch das dünne Plasma des Alls, der all diese schönen Magnetfelder erzeugt, die wir auch im Falle M51 schön erkennen.

Genau das sollte näher erforscht werden-und nicht etwas, was nie gefunden werden kann, weil es eben nicht existiert (Dunkle Materie etwa, WIMPs, MACHOs…), sondern nur in der Phantasie jener lebt, die irgendwann einmal Mathematik mit Physik verwechselt haben.

Quirks
00
10.1.2010, 12:58
Eine Antwort, bitte. Wo stehen die Dynamos für das EU?

Die Sterne werden elektrisch erleuchtet?

Weihnacht noch nicht überwunden?

Mr. Bubbles
00

sterne - die 3,8*10^26W Glühbirnen des universums.

TL1
00
Ach du heilige Schei**e!!


Erst Newton, dann Einstein und jetzt kommt FS3.

Popel
01
Strom bringt Sterne zum Leuchten - danke Sie bringen alle zum Grinsen!

tschux
00
also bitte Popel!

etwas mehr ehrfurcht. Das EU von FS3 ist per definitionem das größte vorstellbare Perpetuum mobile.

Onkel Tom´s Hütte
01
Richtig süß, wie die Verfechter des EU sich jetzt freuen. :-))))

Dabei machen sie genau den Fehler selbst, den Sie den echten Astrophyisikern vorwerfen: Sie ignorieren jegliche Gegenbe-/hinweise.

Abgesehen davon ist die Existenz von Magnetfeldern im Universum auch bei echten Astrophysikern seit langem sowohl bekannt als auch Ziel von Forschungen (s. zB obigen Artikel). Übrigens mehr als die EU Verfechter jemals erfassen können - sie müssen ja die Fachliteratur meiden, damit sie ihren Mythos aufrecht erhalten können.

;-)

Quirks
00
Ich vermute das hat Efesdry angestellt - sonst könnte keiner diese Felder sehen!

her wig
15

Und es ist doch elektrisch.

Nick Tameer
00
Nobody expects the Spanish inquistion!

Aber ein trotzig-pathetisches "Tamensi electricitate movetur!" bzw. "Eppur si muove elettricamente!" (Italienisch ohne Gewähr) bitte erst NACH Zeigen der Folterwerkzeuge UND der Unterschrift unter die vorbereitete Abschwörungserklärung ausstoßen, sonst verliert sich der dramatische Effekt.

her wig
11

Sind die virtuellen Foltermethoden der modernen Mythenaustreiber denn nicht drastisch genug, um einen modifizierten Nachhall aus der Vergangenheit zu rechtfertigen?

F S 3
10
:))) Das ist doch nur der leichte Nachhall seines…

…Instant Karmas.

Es ist wahrlich schwer, liebgewonnene Gewohnheiten abzulegen. Auch in seiner nächsten Inkarnation.

Popel
00
Wo steht der immense Generator, wenn Sterne kein Kernfusion kennen?

Wow - ich lasse mich auf eine Blödelei ein.

F S 3
13
Ihr "immenser Generator" ist die Materie selbst. Da fast 100% aller beobachtbaren Materie im Universum Plasma ist, also getrennte Ladungsträger aufweist (entweder Elektronen oder pos.Ionen), ergibt sich Stromfluß quasi von selbst…

…Die Ladungsträger versuchen sich auszugleichen, manche wandern zueinander und andere stoßen sich wieder ab und organisieren sich so zu gigantischen Stromkanälen, in deren Fokus (Z-Pinch Effekt) sich schließlich Galaxien formen.

Hier sehen sie schön eine Simulation einer Galaxienentstehung aus 2 Birkelandkanälen, welche auf erhobene Labordaten in kleinerem Maßstab basiert:
http://www.plasma-universe.com/index.php... _formation

Es braucht also keine neuen, exotischen Zutaten, wie etwa DM oder DE. Die Kenntnise aus der Plasma-Physik und Elektrotechnik reichen völlig aus, das zu erklären und zu beschreiben, wo das kosm.Standarmodell immer in einem "schockierend", "erstaunlich" oder "überraschend" endet.

Quirks
02
10.1.2010, 13:10
Das werde ich unserm Popel unter die Nase reiben!

Plasma, Atomteilchen ohne Bindung, betreiben das All, da diese Teilchen die Sterne erleuchten und damit den Plasmazustand beenden, bringen diese erleuchteten Sterne dann die Energie auf, um den Plasmazustand der Teilchen bis zur Plasmatemperatur zu beschleunigen.

Das sind ganz schön unordentliche Zustände und der eindeutige Beweis, daß Physiker mit Kernfusiospinnerei am falschen Dampfer swingen.

Ich habe begonnen, Gummibänder zu spannen, darauf lege ich Stahlkugerl und betreibe mit der Spannung die Gewinnung der Plasmatemperierung - funktioniert nicht - und ich weiß auch warum.

Meine Spannung hat keinen FS3-Segen.

Plasmaball
11
Ist das die dunkle Energie?

Oder die dunkle Materie? Magnetfelder die "millionen von Lichtjahren" durchmessen können, die sollten auch stark genug sein für alles andere, oder?

Mucosaprolaps
01

a) AFAIK nein, keine dunkle Energie: Magnetfelder sind für uns messbar, sie wechselwirken mit gewöhnlicher Materie. "Dunkle" Energie und Materie werden in der Theorie angenommen bzw. lassen die Gleichungen funktionieren, haben aber keine bekannte Wechselwirkung mit Teilchen oder Strahlung, nur Schwerkraft.
b) Dass das Magnetfeld sehr groß ist, bedeutet IMO nicht unbedingt eine sehr hohe Feldstärke -- da sind riesige, aber "dünne" Staubwolken mit (mehreren? Dutzenden?) Atomen pro Kubikmeter in Bewegung.

Plasmaball
12
"Dass das Magnetfeld sehr groß ist, bedeutet IMO nicht unbedingt eine sehr hohe Feldstärke ..."

Aber wenn es Staub wäre, dann wäre der ja über "Millionen von Lichtjahren", also quasi fast überall!

Da aber die Magnetfelder auch zwischen den Galaxien wirken und dort so gut wie kein "Staub" zu finden ist (hab ich zumindest mal gelesen), dann müsste die Feldstärke am Ausgangspunkt doch recht hoch sein. Oder es sind sich verschränkende elektromagnetische Felder.

Und das wären dann wiederum die fehlenden "Anziehungskräfte" bei der zu langsamen Expansion des Universums, als die dunkle Materie/Energie?

Knochenmann
00

....und ich hab man irgendwo gelesen das die Energiemenge aller von Radioteleskopen eingefangener und ausgewerteter Stralung nicht so hoch ist wie die Aufschlagsenergie einer Schneeflocke die auf den Boden aufschlägt.

"Viel" oder "wenig" haben im intergalaktischen Masstab eine andere Bedeutung.

Dust von Dust
65
könnte, wenigstens beginnen sie einmal mit genauerer forschung

diese meldung ist ja schon einmal ein fortschritt. normalerweise hat nur fs3 im forum auf riesige magnetfelder, plasma usw hingewiesen.

http://www.spiegel.de/wissensch... 29,00.html
Kritischer Astronom
Arps langer Kampf gegen den Knall

Von Max Rauner

Der Astronom Halton Arp sammelt seit 40 Jahren Indizien gegen die Urknalltheorie. Viele Kollegen halten ihn für die größte Nervensäge ihrer Zunft. Doch für einige Mitstreiter ist der Dauernörgler ein Beleg dafür, dass Querköpfe wie er für die Wissenschaft unentbehrlich sind.

ich vermute mal fs3 hat(te) kontakt zu arp...
ein link von fs3
http://www.holoscience.com/news.php?... e=74fgmwne
Electric Sun Verified

es bleibt spannend! :)

Nick Tameer
00

"... normalerweise hat nur fs3 im forum auf riesige magnetfelder, PLASMA usw hingewiesen."

... und diese Astronomen weisen jetzt allerdings auf Magnetfelder, STAUBWOLKEN hin, was leider bloß nicht den schon immer von FS3 vernommenen Behauptungen entspricht [das mit dem "usw" ist freilich ein netter Versuch!]. Wenn überhaupt einmal irgendein Phänomen, das bei FS3 eine Rolle spielt, von anderer Seite bestätigt wird gibt es bei ihm nebst Fanclub ein großes (eigen)schulterklopfendes Hallo, selbst wenn es auch nur ein bisschen genauer besehen dann doch nicht in seinem Elektroladens geführt wird. Das sagt einiges darüber aus, wie es mit dem von dieser Seite stets in Anspruch genommene kritische Potential tatsächlich bestellt ist.

Fritz Wunderlich
00

superkosmische verschwörung zur unterdrückung von thesen, hehe
apokalyptiker und integrierte, umberto eco

TL1
01

Also zur Urknalltheorie kann man ja stehen wie man will, aber einige Aussagen des Herrn Arp sind schon sehr fragwürdig. So finde ich die Aussage, Atome würden mit der Zeit schwerer werden ziemlich lächerlich. Es kann ja sein, dass am CERN das Higgs Boson gefunden wird und man dann besser versteht wie Masse entsteht, doch Herr Arp stellt Alles in Frage aber liefert selber keine Antworten.
Bezüglich der Frage ob das Universum schon ewig bestanden hat oder in einem Urknall entstand, gibt es mittlerweile die Theorie der Schleifen-Quanten-Gravitation. Dieses Thema ist heute kein Tabu mehr sondern es wird offen darüber diskutiert. SQG kann Kosmologie anscheinend besser erklären als die Superstringtheorie oder M-Theorie.

Dust von Dust
13
es gibt mehrere theorien...

>Arp stellt Alles in Frage aber liefert selber keine Antworten. <

http://futurezone.orf.at/stories/1502652/
Zeilinger: Ich habe das Gefühl - das ist ein Gefühl! -, dass wir Menschen mit dem Verlangen leben, für alles eine Erklärung haben zu müssen. Wenn man keine Erklärung hat, dann konstruiert man sich eine. Und das ist der Grund, warum in primitiven Kulturen ein Blitzgott erfunden wurde. Der Mensch erträgt es nicht, dass der Blitz einfach einschlägt. Er braucht eine Erklärung dafür. Dann hat eben der Blitzgott zugeschlagen.

Ich habe das Gefühl, dass auch im normalen Alltag viel zu viele Erklärungen konstruiert werden. Ich glaube, man muss die Welt einfach so nehmen, wie sie ist.

auch arp hat sicher nicht in allem recht...

epep
45
was?

das hat rein gar nix mit den phantasien eines fs3 oder eines rauner zu tun.

es ist seit jahrzehnten bekannt, das auch galaxien magnetische felder besitzen, das hat rein gar nichts mit den phantasiegebilden von riesigen megaplasmastroemen auf die unsere galaxie "schwimmt" zu tun, von denen ein fs3 redet.

es bleibt spannend, aber sich nicht schon vor jahrzehnten falsifizierte theorien. denn das vergessen die herrschaften rauner und fs3 regelmaessig. ihre theorie wuerden effekte hervorrufen, die es nachweislich _nicht_ gibt.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 48
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.