Niederlande: Maut für alle überall

3. Jänner 2010, 17:00
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    foto: apa/johannes fesl

    Alle Jahre wieder: die Maut-Diskussion.

Zu Jahreswechsel, wenn es darum geht, das Autobahn-Mautpickerl für das nächste Jahr zu besorgen, wird gerne über Maut im Allgemeinen diskutiert

So erschiene es wohl gerechter, dass diejenigen, die mehr mit dem Auto fahren, auch mehr für die Benützung der Straßen bezahlen.

Diese Idee soll nun in den Niederlanden konsequent umgesetzt werden, und zwar für Pkw und Lkw. Jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer soll für jeden Kilometer Maut bezahlen, nicht nur auf Autobahnen, sondern überall. Technisch ist das dank GPS kein Problem, immerhin gibt es in der Schweiz so ein System seit 2001, dort heißt es leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe. Der niederländische Zeitplan ist ambitioniert: Lkws sollen ab 2011 erfasst werden, Pkws ab 2016.

Doch es gibt einige Diskussionspunkte. Diese Abgabe ist im Wesentlichen für die Errichtung und Erhaltung von Straßen gedacht. Aus Pkw-Benutzer-Sicht wäre sie extrem unfair, denn Pkws nutzen die Straßen praktisch nicht ab. Die überbordenden Erhaltungskosten werden ausschließlich von den Lastwagen verursacht, bestätigt das Wirtschaftsforschungsinstitut in einer Studie.

Es geht auch um den CO2-Ausstoß. Um hier Gerechtigkeit zu schaffen, gäbe es eine viel einfachere Lösung, nämlich, eine weitere Abgabe auf den Kraftstoff aufzuschlagen. Damit wäre der Treibstoff bei uns am teuersten, es gäbe keinen Tanktourismus mehr - der spült allerdings derzeit riesige Summen in die Taschen des Staates und der OMV, er macht nämlich nicht weniger als ein Drittel des österreichischen Gesamtabsatzes aus. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/01.01.2010)

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  • Gummi braucht Straße

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  • Elektromotor rettet Verbrennungsmotor [41]

    Das diesjährige Wiener Motorensymposium prophezeite revolutionäre Zeiten im Automobilbau

  • Flexibler Motorenpapst [43]

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  • Auf ins Energiesparadies [8]

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  • Mit dem Rotstift durch die Verbrauchstabelle [60]

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  • Automatik ohne Mehrverbrauch [197]

    Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

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Bello Ragazzo
06
Man baut schon mal vor für den Entfall der Mineralölsteuer!

Wäre ja zu schade wenn diese vielen Milliarden die den Leuten fürs Autofahren abgeknöpft werden dann nicht mehr in die Staatskassen fliessen, wenn jeder ein Elektroauto hat.

www.fraunz.at.tt
016
Die kilometerabhängige Maut ist bereits Realität...

...sie nennt sich Mineralölsteuer!!

Jegliche Entwicklung hin zu einem "Road Pricing für alle" mittels GPS-Gerät im Auto treibt einzig und allein den Überwachungsstaat voran.

Couchsurfer
41
Benzin ist noch vieeeel zu billig


Aber in den nächsten 10 Jahren wird es mindestens zum 4-fachen Preis kommen.

Gut so. Unsere Ressourcen auf der Erde sind nämlich endlich.

. g.bac
01
14.1.2010, 00:00
gute idee

sollen dubai und saudi-arabien den ölpreis vervierfachen und sich wieder auf unsere kosten sanieren.

oder wie, wollten sie den preis nur über die steuern erhöhen, damit man die öffler subventionieren kann damit die nix mehr zahlen müssen? ;-)

Bello Ragazzo
03

Je eher das Erdöl alle ist, desto besser!

Dann werden wieder Hanffasern statt Kunststoffen verwendet und Elektromotoren forciert.

Um das Ziel dieser Erdölvernichtung zu unterstützen kaufe ich kein Auto unter drei Liter Hubraum mehr!

luke skywalker
00
25.1.2010, 13:01
Stimmt


wenn wir uns kasteien und sparen gibts länger billiges Öl - das dann eben anderswo auf dem Planeteen verbraucht wird.

Erst ein hoher Preis wird die globale Nachfrage regeln.

So gesehen helfen Ihre 3 Liter Hubraum den Umstieg zu beschleunigen

wg 1980
00
grundsätzlich gute idee

aber ich zahl doch lieber monatlich für ein auto das 5 liter/100km brauch als für eines das 15 liter braucht... bei fast 2000 km pro monat wären das derzeit 200 liter weniger - sprich 220 euro pro monat... also über 2500 euro pro jahr...

M L3
00
13.1.2010, 18:42
Kunststoffseile und Baumwollstoffe sind aber besser

Und beim Hanf hast ein echtes Entsorgungsproblem: Da bleiben dann soviele illegale Blüten über. Wenn die dann irgenwo zufällig zu brennen beginnen, dann ist möglicherweise die gesamte irdische Zivilisation gefährdet. :-)

RonConSoda
00


der is gut :)

Parkschwein
03

wieviel ist denn "zu billig" und wer legt das fest?
und ist teures benzin weniger endlich als billiges?

Izmir Schlecht
11

Zu billig ist es dann, wenn die Leute noch immer "zum Vergnügen" herumfahren, weil ja Autofahren so viel Spass macht und sie nicht mal mehr 100 Meter bis zur nächsten Trafik zu Fuß gehen können, um an ein Packerl Zigaretten zu kommen. Und weniger endlich ist es natürlich nicht, wenn es teuerer ist, aber vielleicht wird dann nicht mehr so viel verschwendet.

. g.bac
00
14.1.2010, 00:14
interessant

dass sie gar nicht in frage stellen, dass die leute zur trafik fahren.

finden sie es etwa in ordnung, dass menschen aus purem vergnügen ihre gesundheit schädigen und mit ihrer kürzeren lebenserwartung das ohnehin unfinanzierbare pensionssystem entlasten?

Parkschwein
02

es ist total wurscht, ob ein gut, das endlich ist, in 20 oder in 40 jahren aus ist. wir brauchen sowieso dann was anderes.
und man muss die dinge die einem einfach nur so spaß machen vor niemandem rechtfertigen. außer vielleicht in nordkorea.
so und nachher fahr ich weils so schön geschneit hat zum vergnügen driften. da haut meiner sicher über 20 liter durch. :-P

¤
00
[x] GPS!

Wenn man das Ganze noch mit GSM/UMTS kombiniert, kann man regelmässig die aktuelle GPS Position an eine zentrale Stelle schicken, welche die Daten mitprotokolliert. Damit ist dann auch Fahrerflucht kein Problem mehr, da man leicht feststellen kann, wer sich zum Unfallzeitpunkt in der Nähe aufgehalten hat. Ausserdem erspart man sich die Radarboxen, da man dank GPS dann auch gleich Geschwindigkeitsübertretungen feststellen kann und dann auch automatisch bestrafen kann (z.B. über Kontoabbuchung und/oder indem ein Chip im Auto den Motor für X Tage deaktiviert bze. sperrt).

luke skywalker
00
Genau, und Parkscheinautomaten erübrigen sich auch


weil das System weis, wo und wann ich wie lange parke.
Und bei Halten im Parkverbot kann gleich vom Konto abgebucht werden - ohne teuere Park-Sherrifs.
Sehr praktisch.

Parkschwein
00

warum nicht allen leuten gleich nen gps chip ins hirn implantieren, dann sind auch morde kein problem mehr, weil man leicht feststellen kann, wer sich zum tatzeitpunkt in der nähe des opfers aufgehalten hat ...

Poldi Fesch
00
da es ein Klacks ist,

diese Systeme auszuschalten, bin ich dafuer

orso minore
00

Also ich bin zwar absolut gegen solche Ueberwachungsloesungen, aber mir gefaellt der Gedanke statt alle paar Jahre einmal sozusagen fuer all meine Verkehrssuenden einen Hunderter zu loehnen fuer jede einzelne ein paar cent. Dann kann man sich auch situationsabhaengig dafuer entscheiden ob es einem gerade jetzt die paar cent wert ist noch bei gelb drueberzufahren oder 90 statt 70 zu fahren oder eben nicht.

M L3
00
13.1.2010, 18:44
Das werden dann nicht nur ein paar cent bleiben

Die Strafen werden sicher nicht geringer, nur die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ginge dann -> 100%

orso minore
00
14.1.2010, 08:37

Aus dem Grund bin ich auch nicht wirklich dafuer, reizvoll waere es nur wenn es sozusagen kostenneutral waere, man seine Verkehrsdelikte aber intelligenter verteilen koennte als jetzt ;-)

Fritze Jackson
04

Jippie!

Sophist1
00
Das ist Wasser auf die Mühlen auf die deutschen Befürworter...

..einer PKW-Maut. Denn wie kann man den deutschen Autofahrern vermitteln, dass sie im Ausland abkassiert werden, aber die Ausländer auf deutschen Autobahnen ungeniert herumfahren.

jeffk
00

meinetwegen, deutschland ist für österreicher halt mal kein transitland

ranchorelaxo
01

ich vermisse nach wie vor die kerosin steuer der fliegenden derckschleudern oder sollte man diese besser als Co2 schleudern bezeichnen!?

jeffk
00

wie wollen sie weltweit so eine steuer einheben?

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