Toni geht, Ribery bleibt

31. Dezember 2009, 12:57
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Vorerst Leihgeschäft mit Rom bestätigt - Hoeneß:"Keine Vereinbarung" mit Real

München - Luca Toni sagt endgültig arrivederci, doch Franck Ribery zumindest vorerst noch nicht au revoir: Während der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München den Transfer des Star-Stürmers Toni nach Italien zum AS Rom an Silvester bestätigte, verwies er Spekulationen über einen schon fest vereinbarten Wechsel des kleinen Franzosen ins Reich der Fabel. 'Es gibt zur Zeit keinerlei Angebote, keine Optionen und keinerlei Gespräche um und mit ihm', sagte Präsident Uli Hoeneß über Ribery in der Süddeutschen Zeitung.

Zuvor hatten die Gerüchte über einen möglichen Wechsel Riberys zum spanischen Spitzenklub Real Madrid einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Abschied des 26-Jährigen zum Saisonende stehe nach einem 'Gentlemen's Agreement' beider Klubs bereits fest, hieß es. 'Es gibt keine Vereinbarung mit Real', hielt Hoeneß dem aber nun entgegen.

Demnach ist auch an dem Gerücht nichts dran, wonach die auf 55 Millionen Euro taxierte Ablöse für Ribery mit den 25 Millionen Euro verrechnet werden könnten, die die Bayern im Sommer für Arjen Robben an Madrid hätten zahlen müssen. Hoeneß dazu: 'Wir haben Robben ganz normal bezahlt.'

Ribery soll gehalten werden

Der frühere Manager bekräftigte zudem erneut, dass es oberstes Ziel der Münchner sei, ihren Publikumsliebling Ribery über dessen Vertragsende 2011 hinaus zu halten: 'Das ist die erste Option. Nur wenn wir keine Chance sehen, werden wir in Gespräche mit anderen eintreten.'

Gespräche über eine Ausdehnung des Vertragsverhältnisses soll es aber erst in einigen Wochen geben, derzeit habe dies laut Hoeneß 'keinen Sinn, er muss erst einmal gesund werden. Ein verletzter Spieler hat andere Dinge im Kopf.' Ribery fehlte über weite Strecken der Vorrunde wegen einer Knieverletzung und hat nur neun der 26 Pflichtspiele der Bayern bestritten.

Unglücklicher Toni

Toni kam nur achtmal zum Einsatz. Auch er war lange verletzt - und als er sich wieder fit meldete, verscherzte er sich's mit Coach Louis van Gaal. Es folgte eine 'Zeit der Zermürbungen', wie es Toni ausdrückte, die am letzten Tag des Jahres 2009 ein Ende fand. Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel bestätigten die Bayern das seit Tagen erwartete Leihgeschäft bis Saisonende mit Rom. Sollte sich Toni, der noch bis 2011 an den FC Bayern gebunden ist, bei der Roma bewähren, könnte er dort einen Anschlussvertrag bis 2012 bekommen.

'In einem Gespräch hatte Luca Toni den Vorstand des FC Bayern München gebeten, ihn aus persönlichen Gründen bis zum Ende der Saison an den AS Rom auszuleihen. Durch regelmäßige Einsätze in der Serie A will er sein großes Ziel, die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010 mit der italienischen Nationalmannschaft in Südafrika, noch realisieren', hieß es in der Erklärung der Bayern.

Freude in Rom

Am Mittwochnachmittag weilte Toni bereits in Rom, wo er sich erfolgreich den obligatorischen Untersuchungen unterzogen hat. Am Samstag soll er offiziell vorgestellt werden und beim Test gegen den Drittligisten Cisco debütieren. Toni wird bei der Roma das Trikot mit der Nummer 30 tragen.

Roms Trainer Claudio Ranieri freut sich bereits auf den Neuen: 'Toni ist der Spieler, der uns fehlt. Er ist ein toller Stürmer und wird für die Mannschaft sehr wichtig sein.'

Noch nicht ganz so konkret ist der Abschied eines weiteren Bayern-Profis. Edelreservist Breno steht aber laut seinem Berater Bruno Misorelli vor einem Wechsel auf Leihbasis zum 1. FC Nürnberg. (SID)

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    Luca Tonis Wege führen nach Rom

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