Vapor-War on Terror

Programmierer führte US-Militär an der Nase herum

30. Dezember 2009 11:37

Pentagon kaufte angebliche Antiterror-Software in Millionenhöhe und rief umsonst Terrorwarnung aus

Selbst das US-Verteidigungsministerium ist nicht vor Betrügern gefeit. Das Magazin "Playboy" widmet in seiner aktuellen amerikanischen Ausgabe einem Programmierer ein Portrait, der es geschafft hatte, dem Pentagon und später auch noch der US Air Force Schwindel-Software für mehrere Millionen Dollar zu verkaufen.

Terror

Die Hintergründe sind allerdings alles andere als komisch. Basierend auf Erkenntnissen aus scheinbar verlässlichen Quellen rief das US-Heimatschutzministerium im Dezember 2009 eine Terrorwarnung aus. Angeblich würde ein Anschlag vom Ausmaß des 11. September bevorstehen, weshalb präventiv zahlreiche Auslandsflüge aus Großbritannien, Frankreich und Mexico gestrichen werden mussten.

Wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich bei der Quelle tatsächlich um den Betrüger Dennis Montgomery. Montgomery konnte das Militär und die Bush-Administration davon überzeugen, dass der arabische Nachrichten-Sender Al Jazeera verschlüsselte Botschaften an Al-Qaida-Zellen übermitteln würde. Um die Mitteilungen zu entschlüsseln, habe er eine spezielle Decodierungssoftware entwickelt.

Die angebliche Antiterror-Software durchlief daraufhin von sämtlichen Gremien und vom Pentagon, dem Heimatschutzministerium, dem Geheimdienstausschuss des Senats und selbst vom Büro des damaligen Vizepräsidenten Dick Cheney abgesegnet.

Heiße Luft

Als dann Zweifel über die Authentizität von Montgomerys Programm aufkamen, war es bereits zu spät und die Beteiligten wurden zum Stillschweigen angehalten. Später konnte der Schwindel dann mithilfe des französischen Geheimdienstes aufgedeckt werden. Für Montgomery war die Betrugsserie damit allerdings nicht beendet. Anfang 2009 noch, verkaufte er der Air Force noch eine "Software zur verbesserten Zielerfassung" zum Preis von 30 Millionen Dollar.

Mittlerweile steht der werte Herr vor Gericht. Allerdings nicht, weil er US-Behörden an der Nase herumgeführt hat, sondern wegen Scheckbetrugs.

(zw)

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Playboy

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Vorratsdatenspeicherung = Verfassungswidrig!
04.01.2010 15:39
Social Engineering Expert

Because there is no patch for human stupidity.

Dopplereffekt
31.12.2009 14:41
Was wieder einmal verdeutlicht, worin die wahre Gefahr liegt ...

... in der Idiotie und Inkompetenz der Entscheidungsträger.

Das ist auch der Grund, warum man allen staatlichen Allmachtsbestrebungen in Sachen Überwachung und Kontrolle mehr als kritisch gegenüberstehen sollte.

665
30.12.2009 23:49
da war dann noch ....

... der Freistaat der einem Bundesland des Nachbarstaates ein als Bank verkleidetes Geldloch angedreht hat. Nachdem das Geldloch zuerst alle Subventionen aufgegessen hat, hat es sich dann so tief in den Politfilz eingegraben, dass es nurmehr verschenkt werden konnte. Da es aber so ungemein tief war, ist dann auch noch ein bekannter Gaukler und Fasadenbeschmierer aus Wien direkt in das Loch geköpfelt.
Das Spektakel wird seit damals übrigens am jährlichen Herbstfest des Freistaates als Schwank aufgeführt.
Mit Maß und Ziel

Ava Tar
30.12.2009 21:48
Der Käufer war nicht zufällig etwas korpulent?^^

http://www.youtube.com/watch?v=9KtRJNaGPlk

rick astley
30.12.2009 19:17

bitte artikel zumindest einmal lesen bevor sie online gehen.
tippfehler, beistriche, sch... drauf - aber wenigstens vollständige sätze hätte ich gerne

gutartiger Bösmensch
30.12.2009 19:13
Na auch nicht schlimmer

als die auf Wünschelrutentechnik beruhenden Bombenscanner die sich die Iraker geleistet haben: http://www.guardian.co.uk/commentis... n-goldacre

Zwei Und Vierzig
30.12.2009 16:33
Manche können nicht genug bekommen...

Wenn man schon die US Air Force um 30 Mio über den Tisch zieht, at man doch ausgesorgt ... wozu dann noch Scheckbetrug?

hulkjr
31.12.2009 11:21
spielschulden

12 mio (!)

Zwei Und Vierzig
31.12.2009 11:32

Bleiben immer noch 18Mio übrig ... :)

Der Post(ing)mann
 
30.12.2009 16:53

Scheckbetrug war wahrscheinlich vorher... :)

xEurocent
30.12.2009 15:38
rief das US-Heimatschutzministerium im Dezember 2009

2003

Severin Luftensteiner
30.12.2009 15:31

das war sicher der programmierer der khg-website

nukewashington
30.12.2009 12:56

die nasa hat 10 millionen us-dollar in die entwicklung eines kugelschreibers inverstiert, welcher in der schwerelosigkeit funktionieren soll.

die russen haben einen bleistift mitgenommen :)

Martin Hiltmann
31.12.2009 18:28
stimmt ned.

Die NASA hat den Spacepen von Fisher mitgenommen.

binnurkurzda
30.12.2009 17:12

http://de.wikipedia.org/wiki/Kuge... lschreiber

Auch die Russen benutzen im Weltraum Kugelschreiber, da ein Bleistift aus Holz und Graphit in der sehr viel Sauerstoff enthaltenden Atemluft eines Raumschiffes ein zu großes Brandrisiko darstellt. Außerdem könnte die Bleistift-Minenspitze leicht abbrechen und so eine Gefahr für die Astronauten darstellen, denn abgebrochene Teile schweben schwerelos im Raum herum und können so leicht eingeatmet werden, ins Auge gelangen oder sogar (durch den elektrisch leitfähigen Graphit) zu Kurzschlüssen führen.

Martin Hiltmann
31.12.2009 18:22
Sauerstof

Soweit ich weiß, flogen zumindest "damals" die Russen mit normaler Atemluft und fast Normaldruck. Die USA flogen mit reinem Sauerstoff und erheblich gesenktem Druck. Deshalb mußte beim Apollo-Sojus-Flug auch ein eigenes Dockingmodul mitfliegen, und der Normaldruck der Sojus-kapsel um 1/3 reduziert werden.

binnurkurzda
30.12.2009 17:11

Urban Legend ;)

klausenpown
30.12.2009 16:29

Auch die Russen benutzen im Weltraum Kugelschreiber, da ein Bleistift aus Holz und Graphit in der sehr viel Sauerstoff enthaltenden Atemluft eines Raumschiffes ein zu großes Brandrisiko darstellt.

Herostrates
30.12.2009 17:00

Ob das mit der Brandgefahr stimmt.. Graphit in den Bleistiften ist gebunden (mit Ton, glaube ich). Es brennt wahrscheinlich nicht.

Die Erklärung die ich gehört habe und die mir wahrscheinlicher vorkommt, ist dass die Spitze abbrechen kann und in der Bordelektronik Kurzschlüsse auslösen kann (was dann natürlich auch einen Brand auslösen kann). Einen wirklichen Bleistift kann man ganz ausschliessen, da der gespitzt werden müsste, was viele schwebende Graphitpartikel erzeugen würde.

Den speziellen Kugelschreiber gibt es immer noch (Fisher space pen), ich habe einen. Ein Exemplar ist als Beispiel für Industrial Art im MoMA NY ausgestellt. Kostet keine Milliarden, ich habe nur etwa 20€ bezahlt ;) http://en.wikipedia.org/wiki/Fish... _space_pen

C18H27NO3
30.12.2009 13:22

die geschichte ist zwar nett aber eine urban legend...

...so wie der hamster in der mikrowelle zum trocknen oder dass teflon(pfannen) ein abfallprodukt der raumfahrt sind oder dass spinat viel eisen enthält....

Hurgan Hurgan
30.12.2009 13:57

Ja, das ist so wie mit dem Superkleber, der überall pickt, auch an der Innenseite der Tube, und dem Teflon, das nicht einmal an der Pfanne haftet.
Seitdem werden Superklebertubeninnenseiten aus Teflon gefertigt, und das Teflon mit Superkleber an der Pfanne befestigt.

Reblaus
30.12.2009 13:11
Hauptsache, Quatsch schreiben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelschreiber
.....
NASA-Kugelschreiber
Als eine moderne Sage gilt, dass die NASA für eine Million Dollar einen speziellen Kugelschreiber entwickeln ließ, der auch im Weltall unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit zuverlässig funktioniert, während die Sowjetunion der Einfachheit halber einen Bleistift benutzte.
....

ellToro
30.12.2009 13:10
Urban Legends

werden natürlich immer gerne weitergegeben ohne sie auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Und wie so oft, ist auch diese falsch. Man siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kuge... lschreiber

nukewashington
30.12.2009 13:50
es ist ein joke... get it?!?

echt hey, wie frustriert muß man sein um überall nur negatives zu sehn?

mit euch will ich nicht tauschen...

OttotheBusdriver
30.12.2009 15:43
cooler nick

dem kann ich mich anschließen

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