USA könnten im Jemen Vergeltung üben

30. Dezember 2009, 08:31
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Regierung prüft angeblich mögliche Ziele - CIA beachtete Warnung des Vaters nicht - Gescheiterter Attentäter war fleißiger Internetposter

Washington - Nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug prüfen Regierungsstellen der USA und des Jemen einem Bericht zufolge offenbar infrage kommende Ziele für einen Vergeltungsschlag in dem arabischen Land. Es gehe darum, US-Präsident Barack Obama im Falle eines entsprechenden Befehls Optionen präsentieren zu können, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf zwei US-Vertreter. Derzeit werde versucht, Ziele mit einem direkten Bezug zu dem Anschlagsversuch zu identifizieren.

CIA beachtete Warnung des Vaters nicht

Der Vater des 23 Jahre alten Nigerianers, der am ersten Weihnachtsfeiertag in den USA ein Passagierflugzeug in die Luft sprengen wollte, hat nach CNN-Informationen vor dem gescheiterten Anschlag auch mit dem US-Geheimdienst CIA über seinen Sohn gesprochen. Dabei habe er seine Sorge über die islamistische Radikalisierung seines Sohnes Umar Farouk Abdulmutallab zum Ausdruck gebracht, berichtete der US-Sender am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Regierungskreise. Zwar sei ein Bericht über das Gespräch angefertigt, dieser sei aber von der CIA nicht weiterverbreitet worden.

Fleißiger Poster

Berichten der "Washington Post" und des US-Sender CBS zufolge schrieb der verhinderte Flugzeug-Attentäter von Detroit, Umar Farouk Abdulmutallab, regelmäßig in islamistischen Internetforen. Unter dem Namen Farouk1986 habe der Nigerianer auf der Seite gawaher.com seit 2005 mehr als 300 Beiträge verfasst, in denen er unter anderem über "Jihad-Fantasien" geschrieben habe.

"Ich stelle mir vor, wie der große Jihad stattfindet. Wie die Muslime gewinnen werden, so Gott will, und die ganze Welt beherrschen und das großartigste Reich wiederherstellen", heißt es in einer Äußerung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. (APA/AFP/Reuters/red)

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