Zum Niederknien

29. Dezember 2009, 18:43
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Der neue Chef der Landeshauptleutekonferenz heißt: Gerhard Dörfler. Seien wir ehrlich, es gibt überall seltsame Besetzungen

Der neue Chef der Landeshauptleutekonferenz heißt: Gerhard Dörfler. Kärntner Landeschef, dessen jüngste Aktionen, wäre er nicht Politiker, den Ruf nach dem Sachwalter argumentierbar gemacht hätten. Gewählt hat ihn keiner, der Konferenzvorsitz wechselt zweimal im Jahr, in alphabetischer Reihenfolge der Länder. Und nach dem Burgenland kommt eben Kärnten.

Aber, seien wir ehrlich, ein halbes Jahr vergeht schnell. Und, seien wir ehrlich, es gibt überall seltsame Besetzungen.

Der EU-Kommissar etwa, der daheim Unis und Lehre verheert zurücklässt. Der Kärntner Banker, der Spekulationsverluste verantwortet, aber Sanierungschef der Bank wird. Der Finanzchef der angeschlagenen Sendeanstalt, dessen Zugehörigkeit zum schwarzen Lager weit schwerer wiegt als seine kaufmännische Erfahrung in - ja, in St. Pölten. Oder der Exsekretär des roten Kanzlers, der nun als "fachstatistischer Generaldirektor" der staatlichen Statistikanstalt wieder auftaucht.

Wobei, seien wir ehrlich, was sollte schon unmöglich sein in einem Land, das tatsächlich einen "fachstatistischen Generaldirektor" kennt. Der Titel jedenfalls: zum Niederknien. (gra, DER STANDARD, Printausgabe 30.12.2009)

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    Gerhard Dörfler

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