Schutzinstinkt

Buckelwale retten Robben vor Orca-Angriffen

29. Dezember 2009 16:45

Forscher vermuten als Grund für das Verhalten eine Art Mutterinstinkt gegenüber den kleineren Meeressäugern

New York/Wien - US-Wissenschafter haben bei Buckelwalen ein Verhalten beobachtet, das möglichwerise auf soetwas wie Schutzinstinkt schließen lässt: Die Meeressäuger schützen Robben offenbar instinktiv davor, von Schwertwalen angegriffen und gefressen zu werden. In einem im US-amerikanischen Natural History Magazine veröffentlichten Artikel berichteten die Forscher Robert L. Pitman und John W. Durban über entsprechende Beobachtungen im Zuge einer Expedition in den Gewässern zwischen Südamerika und der Antarktis. Als Motiv vermuten die Wissenschafter einem dem menschlichen Mitleid ähnlichen Instinkt zugunsten schwächerer Lebewesen.

In dem Artikel beschreiben Pitman und Durban, wie jeweils zwei Buckelwale eine von der Erbeutung akut bedrohte Robbe in ihre Mitte nahmen und so vor einer Gruppe jagender Orcas in Sicherheit brachten. In einem dritten Fall filmten die Wissenschafter, wie ein Buckelwal die gefährdete Robbe von einer zertrümmerten Eisscholle durch eine Rollbewegung auf den Rücken mit seinen riesigen Vorderflossen "in die Arme nahm" und durch Stupsen mit der Flosse so lange vor dem Hinuntergleiten in das Wasser bewahrte, bis sich die Robbe selbst in Sicherheit bringen konnte.

Mutterinstinkt?

Die Forscher vermuten als Grund für das Verhalten der Buckelwale eine Art Mutterinstinkt, der durch das aggressive Jagdverhalten der Orcas ausgelöst wird. Die Wale hatten selbst gerade keine eigenen Kälber in ihrer Obhut, als sie die Robben retteten. Die vor knapp einem Jahr gemachten Beobachtungen verglichen Pitman und Durban mit anderen Fällen von ersatzelterlichem Verhalten bei Mensch und Tier, wie etwa dem Halten von Haustieren oder der gegenseitigen "Adoption" von Katzen und Hunden. (red/APA)


Link
Natural History Magazine: Save the Seal! - Whales act instinctively to save seals - mit Bildern

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fuerTiere
05.01.2010 15:37
Durch Jahrzehnte lang andauernden Walfang

wurden viele Wal- und Delfinarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Auch heute sind diese faszinierenden Meeressäuger immer noch der Bejagung und zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Meeresverschmutzung, durch Boote und Unterwasserbohrungen verursachter Lärm, Verlust ihres Lebensraumes, Beifang in Fischnetzen und die globale Erwärmung, die unsere Meere verändert, sind einige der vom Menschen verursachten Bedrohungen.

kibi
31.12.2009 02:47

ein wal hat ein zig-mal so großes gehirn wie diese "us-wissenschafter" zusammen und da maßen die sich in wissenschaftlicher einfalt und selbstüberschätzung an, zu behaupten, die wale wüssten nicht, was sie tun und warum sie es tun. sie hätten ja nur instinkte, blöde viecher also, ferngesteuerte maschinen, die nur instinkten folgen.

wenn jemand sicher NICHT weiss, warum ein wal so etwas tut und was er sich dabei denkt, wenn er es tut, dann wohl der beobachtende wissenschafter.

Mein anderer Nick ist beeindruckender
04.01.2010 12:24
Viele Arten besitzen größere Gehirne als der Homo sapiens.

Dennoch sind sie (die derzeit lebenden) uns allesamt kulturell und technisch unterlegen. Manche Spezies hat zwar wenig Gehirnmasse, ist jedoch zu erstaunlichen Denkleistungen fähig (sh zB Rabenvögel, Papgeien und Oktopusse). Die große "Hardware" braucht eben auch die zugehörige "Software" und Vernetzung (Synapsenanzahl).

kibi
04.01.2010 19:49
kulturelle und technische überlegenheit sollte besser in den maßstäben der umweltzerstörung gemessen werden.

da sind wir nämlich schlusslicht. jede ameise verhält sich intelligenter als wir.

die vernunft brachte dem menschen zwar zwischenzeitlich evolutionsbiologische vorteile, aber sie scheint uns doch mittlerweile zu entgleiten - sensory overload. wie erklären sie sich sonst den fatalistischen umgang mit ressourcen und klima?

Tethys
05.01.2010 12:19

"jede ameise verhält sich intelligenter als wir."

Wie kommen Sie darauf? Liegt es vielleicht daran, dass Sie "Intelligenz" falsch auslegen?

riddler2008
 
01.01.2010 15:17
ui

es kommt nicht nur auf die größe des Gehirns an sondern auf dessen Aufbau... was bringt mir ein riesen Stammhirn wenn andere Teile wenig bis gar nicht ausgebildet sind.

kibi
03.01.2010 02:11
na

vielleicht würde ihnen ein riesen stammhirn schon was bringen. das gehirn ist ja sehr flexibel, oft übernimmt ein teil die funktion eines anderen, wenn der ausfällt. ;-)

Tethys
05.01.2010 12:20

Womit wir wieder beim Aufbau des Gehirns und nicht seiner reinen Größe wären....

RonConSoda
03.01.2010 10:35


und wie lässt sich das auf's pferd übertragen.

Martin Rosenkranz
31.12.2009 00:15
Josip Popovic
30.12.2009 16:24
Es könnten auch Revanchegelüste sein, da

Orcas oft die Kälber von Buckelwalen mehr oder weniger grausam töten. Es handelt sich um stundenlange Quälerei; für die Orcas offenbar ein Spiel. Die Retourkutsche: nimmst du mir mein Kalb, nehme ich dir dein Fressen.

RonConSoda
03.01.2010 10:36


so denken nur frustrierte menschen :)

José Atento
30.12.2009 13:25
Weil der Mensch denkt, dass Tiere Wesen ohne Gefühle und ohne Bewusstsein sind,

heißt das noch lange nicht, dass das auch so ist...

Zoologe
31.12.2009 17:24
Daß der Mensch so denkt

ist m.E. eine der schlimmsten Folgen der monotheistischen Religionen. Wir haben uns damit zum Ebenbild eines "Gottes" erklärt, zur Krone der "Schöpfung", die über allen anderen Lebewesen steht, sie verachten, mißhandeln, ausbeuten darf, weil wir ja "was besseres" sind.
Allein schon die Erkenntniss daß homo sapiens auch nur eine species von vielen ist ist für viele unerträglich.

irgendein/e posterIn
31.12.2009 02:12
wer sowas denkt ist sowieso ein trott*el

kibi
31.12.2009 02:52
jaja, jetzt stricheln alle fleißig grün ...

... und morgen gibts sauschädel mit ei-augerl und petersilie in den öhrchen ...

wissen und intuition allein reichen nicht, man muss schon handeln, wenn man den viecherln tatsächlich bewusstsein und gefühle zutraut. am besten keine mehr essen oder anziehen! wär doch ein schöner und gesunder vorsatz fürs neue Jahr! ;-)

José Atento
03.01.2010 09:41
Auch wenn man den Tieren Gefühle zuspricht,

ist es noch nicht unbedingt mit der Natur unvereinbar, wenn man sie auch isst.
Der Mensch ist eben ein Allesfresser. Auch z.B. unsere Artverwandten die Affen, die noch viel mehr aus dem Instinkt heraus leben, tun das.

Es kommt immer darauf an wie man diese Tiere zu Lebenszeiten behandelt.

Wenn wir die Tiere, die wir essen auch alle selbst umbringen müssten, würden sehr viele keine Fleisch essen. Aber es finden sich eben immer Leute die die "Drecksarbeit" übernehmen.

dietraeneallahs
05.01.2010 22:15

Affen essen Fleisch?

das wusste ich nicht...

José Atento
06.01.2010 00:18

Zumindest bei Schimpansen ist es nachgewiesen, dass sie auch andere kleinere Affen jagen und fressen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Omnivoren

Tompkins, Mr. Tompkins
 
31.12.2009 10:15
Und nochwas, ...

... damit das hier nicht in eine Grundsatzdiskussion ausartet: Ich finde auch, daß es eine Frechheit ist, wie mit Tieren umgegangen wird. Ganz allgemein. Das ändert aber nichts an meiner Meinung, daß Fleischessen vollkommen natürlich und legitim ist.

dietraeneallahs
05.01.2010 22:25

möchte hier keinesfalls eine diskussion über vegetarier/fleischesser anfangen und sie auch nicht davon überzeugen,aber aus eigener erfahrung....probieren sie mal einen monat,zwei monate kein fleisch zu essen.dann wird ihnen auffallen,oder dann werden sie das fleischessen so ganz und gar nicht mehr als natürlich empfinden.bei mir hat dieser prozess ganz ohne zwang,vorsätze oder ähnlichem,sonder ganz von allein eingesetzt,vor ca.14 jahren und keine sekunde seither hatte ich ein verlangen nach fleisch(zu essen) oder hatte das gefühl das mir etwas fehlt.
und wenn ich mir dokus über die fleischproduktion ansehe,also das ist so ziemlich das unnatürlichste was es gibt.
wiegesagt,keine besserwisserei oder bevormundung,einfach nur eine anregung...lg

Tompkins, Mr. Tompkins
 
05.01.2010 23:35
Also ich habe jahrelang ...

... nur zu Festtagen Fleisch gegessen (also Weihnachten oder Ostern oder so ...). War mir dann irgendwann zu umständlich und zu nerdig. Ich bin gerne flexibel und das möchte ich auch bei meiner Ernährung sein. Und wenn ich mir mein Gebiß so anschau - Fleischessen ist das Natürlichste der Welt. Egal wie lange ich kein Fleisch esse. Ich rede ja nicht von Abhängigkeit. Aber danke trotzdem für die Anregung.

Zoologe
31.12.2009 17:13
"natürlich"

wäre für homo sapiens die Beute erst mühevoll zu jagen, und vermutlich auch nur selten Jagderfolg zu haben.
Ganz abgesehen von unserem Umgang mit Tieren - den ich persönlich sogar als Verbrechen bezeichne, nicht nur als Frechheit - sieht man auch an unseren Zivilisationskrankheiten wie "natürlich" und "artgerecht" unsere Ernährung ist.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
31.12.2009 20:25
Also Homo Sapiens ...

... war sehr erfolgreich im Werkzeug machen und im Jagen in der Gruppe. Da haben sich die spezialisiertere Raubtiere bei weitem nicht so geschickt angestellt.

Und meine Behauptung war, daß Fleisch essen natürlich ist - nicht unsere Ernährung.

José Atento
04.01.2010 14:37

Ja, für die Jäger der Steinzeit war Fleisch essen übrlebensnotwendig, aber für uns ???

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