Handelsumsätze 2009 um die Hälfte eingebrochen

29. Dezember 2009, 15:20
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Für 2010 leichte Zunahme erwartet - Hoffen auf Trendwende bei Börsengängen

Wien - Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 sind die Handelsumsätze an der Wiener Börse beinahe um die Hälfte eingebrochen. Betrug der durchschnittliche monatliche Umsatz 2008 noch 11,7 Mrd. Euro, ging er dieses Jahr auf rund 6 Mrd. Euro zurück. Den Tiefpunkt erreichten die Umsätze im Februar mit 4,2 Mrd. Euro. Kursanstiege - der Leitindex ATX legte heuer gegenüber dem Krisenjahr 2008 um 42 Prozent zu - ließen hingegen die Marktkapitalisierung 2009 um 46 Prozent von 53,1 auf 77,5 Mrd. Euro steigen, geht aus einer Mitteilung der Wiener Börse AG hervor.

In das kommende Jahr blicken die beiden Börsenvorstände Michael Buhl und Heinrich Schaller optimistisch. Sie rechnen mit einer Stabilisierung und in der Folge mit einem weiteren Anstieg der Kurse sowie mit einer leichten Zunahme der Handelstätigkeit. Außerdem hoffen sie auf eine Trendwende bei den Börsengängen: Die zuletzt durchgeführten Kapitalerhöhungen wertet Schaller als Wegbereiter für Börsengänge im Jahr 2010.

Ihre Internationalisierungsstrategie will die Wiener Börse AG weiter fortsetzen. Man sei an weiteren Kooperationen interessiert, unter anderem mit der Börse Warschau, so Sprecherin Irina Bernert. Es gebe aber noch keine konkreten Gespräche.

Mit den Börsen Budapest, Laibach und Prag, an denen die Wiener Börse AG bereits die Mehrheit hält, wurde im September 2009 eine neue Dachmarke, die CEE Stock Exchange Group, gebildet. Als nächster Schritt sollen dort die Handelssysteme auf das Xetra-System umgestellt werden. Der erste Wechsel erfolgt voraussichtlich 2010 in Laibach. "Unser vorrangiges Ziel ist die Steigerung der internationalen Aufmerksamkeit für unsere Region bei institutionellen Investoren und die Stärkung der einzelnen Kapitalmärkte", so Buhl. (APA)

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