"Digitale Dividende"

Studie soll Streit über freie TV-Frequenzen klären

29. Dezember 2009 15:11

Bis März 2010 soll klar sein, was den größten volkswirtschaftlichen Nutzen bringt

Wien - Wer soll die "Digitale Dividende" - also freiwerdende Fernseh-Frequenzen durch die Umstellung auf Digital-TV - bekommen? Darüber streiten seit Monaten ORF, Handynetzbetreiber und Kabel-TV-Anbieter, und auch die Regierung ist sich uneins. Während die SPÖ keinen Zeitdruck sieht und keine Präferenzen erkennen lässt, will die ÖVP eine rasche Vergabe an die Mobilfunker. Diese versprechen dafür Versteigerungseinnahmen für den Staat und einen raschen Breitband-Internetausbau in ländlichen Gebieten. ORF und Kabelbetreiber reklamieren einen Eigenbedarf an den Frequenzen und warnen vor Störungen von Funkmikrofonen bei Großevents.

Nun hat die Telekomregulierungsbehörde RTR reagiert und eine Studie in Auftrag gegeben, die bis Ende März 2010 "die Nutzungsmöglichkeiten für die 'Digitale Dividende' in Österreich aus volkswirtschaftlicher Sicht bewerten und Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsträger entwickeln soll".

Mit der Erstellung der Studie wurde die Arbeitsgemeinschaft "AB Consulting (Arne Börnsen)/Infront Consulting & Management GmbH" ("ARGE ABI") mit Sitz in Hamburg) beauftragt. Diesem Konsortium gehören auch Univ.-Prof. Jörn Kruse (Lehrstuhl Wirtschaftspolitik an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) sowie der Österreicher Univ.-Prof. Michael Latzer (Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich) an. Wesentlicher Bestandteil der Studie werden Interviews mit betroffenen Marktteilnehmern aus dem Rundfunk- und Telekommunikationssektor sein, teilte die RTR am Dienstag in einer Aussendung mit. (APA)

kleeklee
29.12.2009 18:04
Rundfunk und Telekommunikation...Heh?

da fängt bereits das Problem an,
das eine oder das andere, fakt ist es gibt längst nur noch eines, nämlich das gemeinsame Boot genannt

IKT

Österreich benötigt keine teure RTR Studie zu FURZ dies oder FURZ das, Österreich benötigt endlich ein IKT Konzept.

Mit diesen Verwirrspielen (TV-Sat DVB-T MHP und DVB-H lassen Grüßen) geht wieder kostbare Zeit verloren, Österreich verliert den Anschluss, und das sprichwörtlich.

kleeklee
29.12.2009 18:50
Um das Problem mal zu illustrieren

Bitte mal diesen Link öffnen

http://www.rtr.at/de/rf/Dig... erRundfunk

hier sieht man deutlich über welchen unglaublichen Zeitraum sich solche Studien hinziehen, Fakt ist dass nun gerade diesen Herbst massenhaft alte noch funktionierende 3:4 SDTV Röhren Fernseher in die Elektroaltgerätesammlung gewandert sind,

nun stehen in Österreichs Haushalten HDTV Fernseher, das "neue" Digitale Fernsehen DVB-T das aufgrund dieser famosen RTR Studien entwickelt wurde, kann nun aber nur Schmalband SDTV TV.

Schluss also mit einer solchen RTR, Österreich benötigt schleunigst ein IKT Ministerium mit Durchsetzungskraft per politischer Definition, eine mutiges klares Konzept das Österreich wieder in eine technologische Spitze bringt.

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