Überschwemmungen und Erdrutsche in der Toskana

29. Dezember 2009, 14:45
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Villa Puccinis gefährdet

Die Toskana ist von Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht worden. Nachdem der Fluss Serchio wegen heftiger Regenfälle über die Ufer getreten ist, wurden breite Landstreifen in der Gegend von Lucca und Pisa überschwemmt. Unweit von Lucca mussten 500 Familien ihre Häuser verlassen. 40 Millionen Euro sollen zur Verfügung gestellt werden, um Flussufer zu befestigen und beschädigte Gebäude und Straßen zu sanieren.

Der Serchio überschwemmte einen Abschnitt der Autobahn A11 und der Verkehrsachse Aurelia. Der See Massaciuccoli bei Lucca drohte ebenfalls über die Ufer zu treten, berichteten italienische Medien.

Die Villa des Komponisten Giacomo Puccini in der Seeortschaft Torre del Lago und ein ihm gewidmetes Freilicht-Theater sind vom Wasser gefährdet. 150 Soldaten arbeiteten im Dauereinsatz, um die Seeufer zu stabilisieren. Wetterexperten warnten vor weiteren heftigen Regenfällen bis Ende dieser Woche.

In der Gegend von Lucca bestand akute Erdrutschgefahr. 13 Berggemeinden waren wegen Erdrutschen bereits isoliert, 53 Familien mussten in Sicherheit gebracht werden. In der ganzen Toskana wurden 2.000 Hektar Land überschwemmt. Der italienische Bauernverband sprach von Schäden in Millionenhöhe.

Unwetter tobten auch über Süditalien. Wegen starken Windes waren die Schiffsverbindungen zwischen Sizilien und den Äolischen Inseln unterbrochen. Dutzende Touristen, die Neujahr auf den Inseln Stromboli, Panarea und Filicudi verbringen wollten, konnten vorerst nicht abfahren. (APA)

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