Auslastungsplus im "neuen" Landestheater

29. Dezember 2009, 13:48
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In seinen ersten 100 Tagen hat Neo-Intendant Carl Philip Maldeghem die Auslastung um fast neun Prozent gesteigert

Salzburg - Das Salzburger Publikum mag die Arbeit des neuen Teams im Salzburger Landestheater. In ihren ersten 100 Tagen haben der neue Intendant Carl Philip Maldeghem und seine überwiegend neue Truppe von Schauspielern, Bühnenbildnern, Sängern, Tänzern, Dramaturgen und Musikern um ein Viertel mehr Menschen in die bisher 106 Vorstellungen (deutlich mehr als im Vorjahr) gelockt. Die Auslastung von Oper, Operette, Ballett und Sprechtheater hat sich um fast neun Prozent verbessert und liegt jetzt bei 78 Prozent. Das gab Maldeghem heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch bekannt.

Während der Kartenverkauf an der Abendkasse und im Internet von 33.700 im Vorjahr auf 42.200 gestiegen ist, sind die Verkaufs-Zahlen der knapp 30 verschiedenen Abonnements mit 6.900 gleich geblieben. "Ich sehe es schon als Erfolg, dass die Abos nicht weniger geworden sind, so wie all die Jahre davor", erläuterte Maldeghem, der rund 26 Prozent des 13 Mio.-Euro-Budgets seines Theaters selbst erwirtschaftet.

Künstlerisch sind viele der bisher neun Produktionen geglückt. Publikumsrenner war "Die Golden Boys von der Baustelle" von Peter Blaikner, die wir "noch viel öfter hätten spielen können", so Maldeghem. Mit dem Ballett "Marilyn" ist Ballettchef Peter Breuer ebenso ein Treffer geglückt wie dem Regie-Duo Andreas Gergen und Christian Struppeck mit Paul Linckes Operette "Frau Luna". Zuletzt zeigte das Ensemble in "Homo Faber" nach Max Frisch, was es drauf hat.

Weniger zufrieden gab sich selbst Intendant Maldeghem mit der Inszenierung von "Figaros Hochzeit" von Mozart. "Als Eröffnungsstück der Saison war dieses Stück vielleicht nicht ideal positioniert." Außerdem habe Salzburg bei den Festspielen einen besonders guten "Figaro" erlebt. "Nicht dass Salzburg Mozart-müde wäre. Aber gerade Mozart muss künstlerisch besonders gut gelingen und verkauftstechnisch klug vernetzt sein. So werden wir in Zukunft ähnliche Opernproduktionen mit Gastspielen (etwa Zypern) anreichern und zudem überregional intensiv bewerben." (APA)

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