Saab-Schicksal liegt weiter auf Eis

29. Dezember 2009, 12:48
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GM hatte Mitte Dezember das Aus erklärt, nachdem man sich mit der Sportwagenschmiede Spyker nicht einig wurde. Spyker erwartet diese Woche eine Entscheidung

Stockholm - Nach Abgabe eines neuen Kaufgebots für den schwedischen Traditionsautobauer Saab rechnet die niederländische Sportwagenschmiede Spyker Cars diese Woche mit Antwort vom US-Konzern General Motors (GM). Er sei "sehr optimistisch", Antwort aus Detroit zu erhalten, sagte Spyker-Chef Victor Muller der schwedischen Tageszeitung "Svenksa Dagbladet" vom Dienstag. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Zeitung jedoch berichtet, dass GM nicht auf eine Prüfung der neuen Offerte des niederländischen Unternehmens setzt. Demnach hatte die Saab-Führung zwar mit Vertretern von GM über den schwedischen Autobauer gesprochen. Dabei sei es aber ausschließlich um die kürzlich bekanntgegebene Schließung von Saab gegangen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Gewerkschaftsvertreter.

GM hatte Mitte Dezember das Aus für Saab erklärt, nachdem mit Spyker über ein erstes Kaufangebot keine Einigung erzielt werden konnte. Der exklusive niederländische Sportwagenbauer besserte daraufhin seine Offerte für Saab nach.

Laut "Svenska Dagbladet" war GM nur zu weiteren Verhandlungen mit Spyker bereit, weil die Hauptaktionäre des Sportwagenbauers, die russischen Investoren Wladimir und Alexander Antonow, nicht mehr hinter dem Angebot für Saab stünden. Auch der zweitgrößte Spyker-Anteilseigner, der staatliche Investmentfonds Mubadala aus Abu Dhabi, ist demnach nicht an dem nachgebesserten Angebot für Saab beteiligt.

GM hatte seit Jänner 2009 einen Käufer für seine verlustträchtige schwedische Tochter gesucht. Saab beschäftigt 3.400 Menschen in Schweden. Gewerkschaftsangaben zufolge könnte das Aus des Autobauers den Verlust von insgesamt 8.000 Arbeitsplätzen bedeuten, weil auch Zulieferer betroffen sind. (APA)

 

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