"Können EM kaum erwarten"

29. Dezember 2009, 12:03
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ÖHB-Team holt sich körperlichen Feinschliff in Dornbirn und Traun - Nach den Testspielen Anfang 2010 geht es schnurstracks Richtung EM

Traun - Die in der heimischen Handball-Liga-Austria (HLA) tätigen Spieler des österreichischen Herren-Nationalteams haben sich im Dezember den letzten körperlichen Schliff für die am 19.1. beginnende Heim-EM geholt. Von 14. bis 22.12. in Dornbirn sowie von 27. bis 30.12. in Traun haben 18 Mann vor allem im körperlichen Bereich (Athletik, Kraft) geschuftet. "Wir haben vor allem körperlich, aber auch taktisch gut gearbeitet und können die EM kaum noch erwarten", berichtete Roland Schlinger, Aufbauspieler von Österreichs Serienmeister Bregenz.

Ab Samstag (2.1.) stoßen neun Legionäre (aktuell noch im Meisterschaftsbetrieb) und der noch in der deutschen Liga bei den Füchsen Berlin engagierte Teamchef Dagur Sigurdsson zur Truppe, die am 5.1. in Innsbruck gegen Deutschland und von 7. bis 9.1. beim Viernationenturnier in Wr. Neustadt gegen Polen, Kroatien und Ungarn die letzten Testspiele vor dem EM-Start bestreitet. "Das werden vier tolle Partien, denn die Gegner werden auch schon in Vollbesetzung antreten. Das werden echte Gradmesser", meinte Schlinger.

Aufgrund der zahlreichen Top-Legionäre wie Viktor Szilagyi, Nikola Marinovic, Robert Weber oder Konrad Wilczynski werden es zahlreiche der 18 einberufenen HLA-Spieler nicht in den endgültigen 16-Mann-Kader für die EM schaffen. Vor dem Deutschland-Match wird das ÖHB-Aufgebot auf 20 Spieler reduziert. Das heißt, dass sieben der HLA-Akteure ausscheiden. Laut Teammanager Stefan Higatzberger könnte der Kader nach der Deutschland-Partie bereits auf 18 verkleinert werden. "Jeder haut sich rein, jeder will dabei sein", weiß Schlinger vom Kampf ums Leiberl zu berichten.

Das Training in Dornbirn und Traun wurde in Abwesenheit von Sigurdsson von Co-Trainer Markus Burger und Teamassistent Harald Horschinegg geleitet. Ibish Thaqi (aon Fivers) trainierte zuletzt krankheitsbedingt nicht mit. Die harte körperliche Arbeit soll sich auszahlen. "Die körperliche Komponente könnte bei der EM einer unserer kleinen Vorteile sein, da die meisten Spieler der anderen Länder viel länger im Ligabetrieb waren und etwas ausgebrannt sein könnten", erklärte Schlinger.

Bei der EM trifft Österreich in Gruppe B in Linz auf Dänemark, Island und Serbien. Ziel der Sigurdsson-Truppe ist ein Top-Drei-Platz, der den Aufstieg in die Hauptrunde bedeuten würde. (APA)

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