Proteste seit Präsidentschaftswahlen im Juni

28. Dezember 2009, 17:56
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  • 13. Juni: Mahmud Ahmadi-Nejad gewinnt die Präsidentschaftswahlen nach offiziellen Angaben mit fast 63 Prozent der Stimmen. Sein reformorientierter Konkurrent Mir-Hossein Mussavi bekommt 34 Prozent der Stimmen. Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten.
  • 15. Juni: Sieben Menschen kommen bei einer Großdemonstration von Mussavi-Anhängern in Teheran ums Leben.
  • 16. Juni: Die Demos gehen weiter. Die Behörden untersagen ausländischen Journalisten, ihre Büros zu verlassen, um über die Demonstrationen zu berichten.
  • 17. Juni: Weitere Oppositionelle werden nach Angaben der Reformbewegung verhaftet.
  • 18. Juni: Tausende Mussavi-Anhänger trauern um die bei den Protesten ums Leben gekommenen Demonstranten.
  • 19. Juni: Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei macht die Führer der Reformbewegung für Blutvergießen bei den Protesten verantwortlich.
  • 20. Juni: Ein massives Polizeiaufgebot geht in Teheran mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor. In Staatsmedien ist von zehn bis 13 Toten die Rede. 450 Menschen seien festgenommen worden.
  • 26. Juni: Ein hochrangiges Mitglied der geistlichen Führung verlangt die Todesstrafe für die Anführer der Proteste.
  • 17. Juli: Weitere Zusammenstöße zwischen Polizei und Reform-Anhängern.
  • 1. August: Beginn der Gerichtsverfahren gegen prominente Reform-Politiker, denen einen Umsturzversuch vorgeworfen wird.
  • 4.November: Eine Großdemonstration zum 30. Jahrestag des iranischen Sturms auf die US-Botschaft endet gewaltsam.
  • 22. November: Der frühere Vizepräsident Mohammad Ali Abtahi wird zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.
  • 19.Dezember: Groß-Ayatollah Hossein Ali Montazeri, einer der hochrangigsten Unterstützer der Opposition, stirbt. Sein Tod stößt neue Proteste an.
  • 24. Dezember: Die Regierung verbietet Trauerfeiern für Montazeri bis auf wenige Ausnahmen. 27.Dezember: Die Proteste eskalieren. In Teheran erschießt die Polizei laut Opposition mehrere Menschen. (Reuters/DER STANDARD, Printausgabe, 29.12.2009)
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