Orange nennen Scheuch einen Lügner

28. Dezember 2009, 16:42
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Scharfe Kritik von Rot und Grün - SPÖ: "FPK-Pakt mit dem Teufel" ein schlimmer verbaler Fehltritt

Klagenfurt/Wien - Das BZÖ hat am Montag Aussagen des Parteichefs der wieder blau gewordenen Kärntner Orangen, Uwe Scheuch, heftig kritisiert. Dieser hatte erklärt, man versuche immer noch, Jörg Haider 14 Monate nach dessen Tod mit seinen eigenen Argumenten zu missbrauchen. In einer Aussendung erklärte das BZÖ, es sei vielmehr Scheuch gemeinsam mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gewesen, der Wähler und die eigene Partei belogen hätte. Kritik kam auch von SPÖ und Grünen.

"Lügen enttarnt"

"Dorothea Haider und Ursula Haubner haben klar gesagt, was wahr ist und Lügen enttarnt. Das war völlig richtig, denn die Menschen haben ein Recht auf die Wahrheit", hieß es in einer Aussendung des BZÖ. Die Kärntner Freiheitlichen - sie figurieren jetzt unter dem Parteikürzel FPK - würden eine "beispiellose Wählervertreibung mit unabsehbaren Folgen" betreiben.

"Mit dem Teufel verbündet"

Die Kärntner SPÖ übte scharfe Kritik an der Aussage von Soziallandesrat Christian Ragger, wonach dieser sich "sogar mit dem Teufel verbünden würde". Klubobmann Herwig Seiser sprach von einem schlimmen verbalen Fehltritt, wenn Ragger einem "FPK-Pakt mit dem Teufel" das Wort rede. Der Landesrat bekunde damit seine Sympathie mit Strache "und damit auch mit dessen grauslicher Politik".

Auch die Grünen reagierten kritisch. Landessprecher Rolf Holub meinte: "Die Wortwahl und Methodik sind sehr erhellend und werfen ein bezeichnendes Licht auf die Geisteshaltung, die in dieser Partei herrscht." Sich für den Erhalt der Macht auch mit dunklen Mächten verbünden zu wollen, hätten schon andere versucht, "genützt hat es nie", so Holub. (APA)

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