Scheiber gut in Schuss

28. Dezember 2009, 15:09
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Österreicher peilt nach starker Trainingsfahrt Bormio-Sieg an. Jerman dominierte letztes Training - Auch Walchhofer, Kröll und Gruber in Top Ten

Bormio - Mario Scheiber als Zweiter und drei weitere Österreicher in den Top Ten haben am Montag in Bormio aus rot-weiß-roter Sicht für ein starkes Abschlusstraining für die Abfahrt am Dienstag (11:45 Uhr) gesorgt. Schnellster Mann des Tages auf der technisch anspruchsvollen Stelvio-Piste war der Slowene Andrej Jerman, der schon im Sonntagstraining als Zweiter für Aufsehen gesorgt hatte. Scheibers Respektsabstand betrug bereits 91 hundertstel Sekunden. "Das Ziel muss der Sieg sein", meinte Scheiber dennoch.

Scheiber, der zuletzt als Zweiter in Gröden seinen ersten Weltcupsieg nur um 13 Hundertstel verpasst hatte, war mit Nummer eins auf die "extrem schwere Strecke" gegangen, im Vergleich zum Vortag mussten die Athleten zudem mit schlechter Sicht zurecht kommen. "Von der niedrigen Nummer habe ich sicher profitiert", sagte der Osttiroler, "obwohl ich sehr angespannt war". Die Fahrt machte Scheiber "zuversichtlich" für Dienstag, auch wenn man "einen Sieg nicht erzwingen kann".

Während der Schweizer Abfahrts-Weltcup-Spitzenreiter Didier Cuche erstmals ohne Spritze zur Betäubung seiner gebrochenen Rippe zu Rang drei fuhr (+0,93), landete Klaus Kröll auf Platz vier (1,24) und ortete deshalb einen klaren Aufschwung. "Es geht langsam aufwärts", meinte der Steirer, der in der laufenden Saison über Platz 14 noch nicht hinauskam. "Von der Schwierigkeit her ist absolut eine der härtesten Strecken, die einem vor allem im konditionellen Bereich alles abverlangt", meinte Kröll.

Michael Walchhofer, der am Sonntag Bestzeit markiert hatte, kam diesmal mit 1,54 Sekunden Rückstand auf Rang sieben, knapp hinter dem Südtiroler Vorjahrestriumphator Christof Innerhofer. "Wenn Jerman und Scheiber eine frühe Nummer haben, ist das für sie sicher ein Vorteil, weil die Piste immer unruhiger wird", sagte Walchhofer, der auf Startnummer 16 hofft. "Schön wäre es, würde es auch in der Abfahrt endlich mit einem Podestplatz klappen. Die Form jedenfalls stimmt, und technisch bin ich besser als in den Jahren zuvor." Christoph Gruber als Neunter (1,75) komplettierte das ÖSV-Quartett unter den besten zehn Läufern.

Gröden-Triumphator Manuel Osborne-Paradis aus Kanada als 26. (3,26) und Beaver-Creek-Sieger Carlo Janka als 36. (4,07) landeten wie schon am Vortag nur im hinteren Teil des Feldes. (APA)

Ergebnisse, zweites Training:

1. Andrej Jerman (SLO) 2:01,95 Minuten
2. Mario Scheiber (AUT) +0,91 Sekunden
3. Didier Cuche (SUI) 0,93
4. Klaus Kröll (AUT) 1,24
5. Didier Defago (SUI) 1,31
6. Christof Innerhofer (ITA) 1,36
7. Michael Walchhofer (AUT) 1,54
8. Tobias Grünenfelder (SUI) 1,66
9. Christoph Gruber (AUT) 1,75
10. David Poisson (FRA) 1,77

Weiter:
21. Hans Grugger (AUT) 3,18
. Romed Baumann (AUT) 3,18
23. Joachim Puchner (AUT) 3,21
26. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 3,26
36. Carlo Janka (SUI) 4,07
39. Georg Streitberger (AUT) 4,35
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