Essattacken keine Seltenheit

28. Dezember 2009, 13:00
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Kanadische Umfrage bestätigt, dass jede siebente Frau regelmäßig damit kämpft - Ein Viertel der Frauen macht Sport nur aus Figurgründen

New York - Zahlreiche Frauen haben Probleme mit ihrem Essverhalten. In einer kanadischen Telefonbefragung gab etwa jede siebente Frau an, pro Monat ein bis sieben Mal von Essattacken heimgesucht zu werden. Zu solchen Essstörungen bekannten sich insbesondere jene Teilnehmerinnen, die ihre eigene Gesundheit als problematisch einstuften.

Sport ausschließlich für die Figur

Die meisten Probleme bereitet den Frauen offenbar der Gedanke an ihre Körperform. Mehr als ein Viertel der 1.500 Befragten trieben Sport ausschließlich aus dem Grund, ihr Gewicht im Rahmen zu halten, wie die PräventionsmedizinerInnen der Universität Montreal im "International Journal of Eating Disorders" schreiben. 2,5 Prozent der Teilnehmerinnen versuchten ihr Gewicht durch Erbrechen oder mit Hilfe von Medikamenten zu kontrollieren.

Widersprüchliche Botschaften an Frauen

Die Befragten lebten in Städten und waren im Mittel 31 Jahre alt. "Unsere Resultate sind beunruhigend", sagt Studienleiterin Lise Gauvin. "Frauen sind vielen widersprüchlichen Botschaften ausgesetzt: Sie werden zum Abnehmen aufgerufen und gleichzeitig dazu ermutigt, um des reinen Vergnügens willen zu essen." (APA)

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    Essattacken sind für ein Siebtel aller Frauen in Kanada keine Seltenheit.

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