KüchenQuelle will mit neuen Eigentümern durchstarten

28. Dezember 2009, 12:14
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Geschäftsführer Warnick sieht Wachstumschancen vor allem im Internet und Teleshopping

Nürnberg - Die aus dem insolventen Versandhaus Quelle herausgelöste KüchenQuelle will unter ihren neuen mittelständischen Eigentümern wieder durchstarten. "Zielgröße für das nächste Jahr ist ein Umsatz von 60 bis 70 Millionen Euro", sagte Geschäftsführer Bernd Warnick. "Mittelfristig wollen wir wieder über 100 Millionen Euro kommen."

Dabei setze KüchenQuelle vor allem auf die Vertriebswege im Internet und im Teleshopping. "Hier liegen die Wachstumschancen", sagte Warnick. Daneben soll es aber auch weiterhin einen Katalog geben. Die Küchensparte von Quelle war von vier privaten Investoren übernommen worden: Neben Warnick, der bereits bei Quelle Chef der Küchensparte war, sind dies der weitere Geschäftsführer Christian Bühler sowie Hannes Streng, Inhaber einer Baumarktkette, und der Hersbrucker Küchengerätehersteller Fackelmann. Damit wurden 150 Arbeitsplätze sowie 250 Jobs bei Zulieferern gerettet.

Lieferanten blieben erhalten

Bühler sagte, es sei gelungen, alle Lieferanten zu halten. Für Küchengeräte haben man Neuverträge mit namhaften Herstellern wie Siemens oder AEG abgeschlossen. Auch das Echo der Kunden sei bisher sehr positiv. "Jetzt kommen schon neue Kunden dazu." Die Ratenkredit-Finanzierung sei dank einer Kooperation mit der Nürnberger TeamBank gesichert.

"Die Trennung von der großen Mutter ist auch eine Chance", sagte Bühler. "Manches geht besser und schneller." Der Name "KüchenQuelle" habe trotz des durch die Quelle-Insolvenz belasteten Namens nicht zur Diskussion gestanden. Die Investoren hatten sich dafür die Namensrechte gesichert, während die Marke "Quelle" vom Insolvenzverwalter an die Hamburger Otto-Gruppe verkauft wurde.

Die neuen Eigentümer hätten einen langen Atem, versicherte Bühler. "Wir denken langfristig und wollen das Unternehmen auf gesunde Füße stellen." Deshalb würden alle Mittel vorläufig im Unternehmen belassen und Erträge neu investiert. Christian Bühler ist ein Sohn von Wolfgang Bühler, dem früheren Ehemann von Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz. Wolfgang Bühler war auch eine Zeitlang Quelle-Chef. (APA)

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