Rauchverbot in Lokalen

Stöger droht Wirten mit steiferer Brise

28. Dezember 2009, 09:19

Gesundheitsminister will "österreichische Lösung" nun überprüfen - Bei negativem Ergebnis könnten härtere Maßnahmen folgen

Wien - Seit einem Jahr gilt in Österreich ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie. Die Kritik an der umstrittenen Regelung, die zahlreiche Ausnahmen wie Raucherräume gestattet, ist seither nicht abgerissen. Nun steht die Tabaknovelle auf dem Prüfstand: Gesundheitsminister Alois Stöger hat wie vor einem Jahr angekündigt eine Evaluierung des Gesetzes in Auftrag gegeben, bei der die Qualität der österreichischen Lösung überprüft werden soll. Was für Schritte bei einem negativen Ergebnis folgen könnten, steht laut Stöger noch nicht fest. Klar ist für den Gesundheitsminister: "Wenn der Kompromiss nicht in der Lage ist, das Problem zu lösen, muss man über andere Möglichkeiten nachdenken."

"Die Entwicklung geht in die richtige Richtung", sagte Stöger über den Umgang mit dem Gesetz in der Praxis. Aber "Verbesserungen in der Umsetzung" seien möglich: "Ich merke ja, dass in vielen Gaststätten der Nichtraucherschutz nicht eingehalten wird." Scharfe Kritik übt der Gesundheitsminister diesbezüglich an den Wirten selbst, die "dem Nationalrat einen Kompromiss abgerungen und sich daran zu halten" hätten. "Wer einen Kompromiss will, muss den auch einhalten. Ich bin da ärgerlich, wenn man das schleifen lässt", betonte Stöger. "Das Gesetz muss eingehalten werden. Ich akzeptiere keine Ausreden." Aus diesem Grund werde es auch keine Ausweitung der Phase für Umbaumaßnahmen geben, diese müssten wie vorgesehen bis 1. Juli 2010 abgeschlossen sein. "Ich werde die Übergangsfrist sicher nicht verlängern", meinte Stöger. "Die Wirte hatten lange genug Zeit zu handeln."

International abgeschlagen

International sieht Stöger Österreichs Nichtraucherschutz in der Gastronomie "leider im unteren Drittel", in anderen Ländern herrsche "mehr Klarheit, da es dort in Gaststätten generell nicht gestattet ist, zu rauchen". Insofern gebe es weniger Auseinandersetzungen mit dem Thema als in Österreich, wo dies in jedem Lokal einzeln diskutiert werden müsse. "Das ist schwieriger, aber die Wirte haben sich das so gewünscht", meinte der Gesundheitsminister. "Der Großteil der Bevölkerung raucht nicht. Die Wirte tun gut daran, diese Mehrheit zu berücksichtigen."

Ziel der vom Gesundheitsministerium in der Woche vor Weihnachten in Auftrag gegebenen Erhebung des Gesetzes ist das Erfassen der verschiedenen Sichtweisen. "Wir haben eine Evaluierung in Auftrag gegeben, wo es prinzipiell darum geht, wie das Gesetz in der Praxis wirkt und die Einstellung der Bevölkerung ist. Es geht auch darum, wie das Gesetz ankommt", erklärte Stöger. "Ich gehe davon aus, dass wir im ersten Quartal 2010 vernünftige Daten haben." Erfasst und interpretiert werden die Informationen von einem neutralen Forschungsinstitut, geplant sind unter anderem Befragungen der Bevölkerung sowie der Wirte. Festgestellt werden soll auch, ob und wie sich die Einstellung zum Rauchen in der Gesellschaft generell verändert hat. Weiters erhebt das Ministerium zeitgleich die Wahrnehmungen der einzelnen Bezirksbehörden: Die mit der Umsetzung des Gesetzes betrauten Stellen sollen laut Stöger die Zahl der festgestellten Übertretungen sowie Anzeigen melden.

Latte an Anzeigen

Darüber hinaus habe er in "Problembereichen" weitere Schritte veranlasst, meinte Stöger, der sich dabei vor allem auf das von Nichtrauchervereinigungen oft bekrittelte Kontrollschema bezog. "Ich habe die Bezirksverwaltungsbehörden aufgefordert, das Tabakgesetz zu kontrollieren. Wir haben eine Latte an Anzeigen, die sind zu behandeln und es ist auch zu strafen." Auch die Landeshauptleute hätten in den vergangenen Tagen diesbezüglich ein Schreiben erhalten. Stattgefunden habe außerdem ein Gespräch mit der Innung der Trafikanten bezüglich der Einhaltung des Zigarettenverkauf-Verbots an Jugendliche.

Kritik an der Handhabung der Kontrollen, gemäß der säumige Lokale von Privatpersonen angezeigt werden müssen und die Behörde erst danach überprüfend einschreitet, lässt Stöger nicht gelten. Die Bevölkerung könne etwas gegen Verstöße unternehmen, meinte er. Es sei ähnlich wie bei einer Missachtung der Bauordnung: "Wenn der Nachbar sich nicht wehrt, wird nichts passieren." Als "zufriedenstellend" beurteilte Stöger die Lösung in Form eines Erlasses für schwangere Arbeitnehmerinnen in Lokalen, die eine Übergangsfrist genießen. Für diese ist per Gesetz im Gegensatz zu den übrigen schwangeren Kolleginnen keine automatische Freistellung vorgesehen, wenn sie Tabakrauch ausgesetzt sind. Die betroffenen Frauen bekommen die Freistellung zwar nicht automatisch, können sie aber beantragen, erklärte Stöger.

Simpel klingt Stögers Idealvorstellung für Österreichs Lokale: "Verbannen wir die Aschenbecher und es wird weniger geraucht." Eine Gefahr für das traditionelle Gastwesen würde eine solche Maßnahme nicht darstellen, betonte er. "Das Rauchen gefährdet meiner Meinung nach die Kaffeehauskultur." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 1976
Freddy alien merkury
02
Wir brauchen mehr Nichtraucherräume damit dieses unnötige Volk nicht mehr die Menschheit belästigt!!!

Oder Abflug ins Weltall, dort ist die Luft nicht verraucht!

Tintifax2000
30
10.2.2010, 12:06
naja ... vielleicht kommt unser gesundheitsminister ...

...jetzt dann mal in den stimmbruch und traut sich ein echtes gesetz zu verabschieden ... man darf gespannt sein

Pappi Rossi
02
12.2.2010, 15:20
Dieses Gesetz gehört verabschiedet.

Nachdem jetzt genug Zwietracht gesät wurde ists an der Zeit die Unternehmer entscheiden zu lassen. Wir wollen jeine Gesundheitsdiktatur, die von ein paar fanatischen Aktivisten unter vielen Namen herbegebetet werden soll. Der grossteil der Bevölkerung ist mit der Regelung zufrieden, nur der Sheriff und seine Vasallen giessen ständig Öl ins Feuer um ihre absurde Forderung zu erpressen.

si non e vero e ben trovato
032
31.1.2010, 08:15
Agent Provocateur

Langsam kann ich mich des Eindrucks nicht mehr erwehren, es gäbe hier mehrere Nicks die nur als Agent Provocateur agieren.

si non e vero e ben trovato
032
31.1.2010, 07:56
Raucherstreik

Ich bin für die Wiederholung der Raucherstreiks aus dem vorigen Jahrhundert. Die Raucher Österreichs haben sich damals organisiert, und haben EINE WOCHE keine Zigaretten mehr gekauft. Ich würde sogar noch weiter gehen und in dieser Zeit nicht mehr ausgehen. Je nach Durchhaltevermögen des Einzelnen ist natürlich auch eine längere Zeitspanne denkbar. Allen wäre damit gedient, und der Staat sieht endlich mal; Hoppla, das tut aber weh, wenn keine Einnahmen mehr lukriert werden. Und unsere militanten NRs hätten mal die ganze Stadt für sich alleine, die sie dann auch finanziell erhalten müßten. Denn wir Raucher gehen ja nicht fort, die ganze Zeit.

Ich bin sofort dabei!!! Noch jemand?

mepperwock
40
14.2.2010, 20:00

Gute idee, dann hör einfach aus zu Rauchen komplett. Ist für den Staat sowiso ein Verlust 500 mil € / Jahr. Ist ist ein Mythos dass die Rauchern ein Gewinn mit den Steuereinnahmen bringen.

Pappi Rossi
026
Bis die das merken....

Vielleicht würden dann endlich ein paar Nichtraucher aus Ihren Löchern kriechen und in NR-Lokale gehen. Aber das ist alles nur ein Traum...

ewig die gleiche Leier...
310
29.1.2010, 07:43
Wir haben eh ein gutes Gesetz, alle Lokalbesucher sind damit zufrieden.

Wer die ewig gleichen Raucherlügen schon nicht mehr hören kann, der kann uns hier helfen:

http://www.facebook.com/group.php... 7474724730

Leopardette
034
30.1.2010, 16:39
facebook

outingoase für minderbemittelte.

Leopardette
035
29.1.2010, 00:14
die sache ist an sich sehr einfach.

der lokalbesitzer ist der, der sein geld einsetzt um umsatz und gewinn zu machen. es ist SEIN geld und SEIN risiko. also sollte es lokalbesitzern frei stehen, ob sie raucher oder nichtraucher in ihren lokalen haben wollen.
da wir (noch) keine beamten haben, die leute zu bestimmten lokalen zwingen, kann wohl jeder entscheiden, ob er in ein raucher- oder ein nichtraucherlokal gehen will. genauso wie veganer sich selten zum schnitzelwirt verirren und paniersüchtige selten in veganen restaurants anzutreffen sind, würde es sich problemlos einpendeln, wenn jeder einfach dorthin gehen kann, wo er gerne hingehen würde.
ps: raucher zahlen unmengen von steuern und sterben früher, daher belasten sie das sozialsystem in etwa gleich wie nichtraucher.

mepperwock
30
14.2.2010, 20:02

Raucher verursacher 500 mil. € Verluste Jährlich. Bitte mit diesem Schwachsinn endlich aufhören.

annea
034
30.1.2010, 15:52

Ich bin Wirtin, gemeinsam mit meinem Mann betreibe ich ein Nachtlokal in Graz. Seit wir einen Nichtraucherbereich haben, haben wir einen ganzen Teil des Lokals "verloren", weil in dem Bereich ist tote Hose und viele Leute gehen wieder, weil der Raucherbereich völlig überfüllt ist, was uns gewaltige Umsatzverluste beschert.
Richtig lustig wird es, wenn wir irgendwann komplett auf Nichtraucherlokal umsteigen müssen. Wir haben bis 4 Uhr nachts offen - täglich. Da wir in einem Wohngebiet sind, haben wir Türsteher, die kommende und gehende Gäste dazu anhalten, leise zu sein. was auch ganz gut funktioniert. Wenn wir komplett nichtraucher sind wird sich auch das ändern, weil dass stehen 30-50 Leute gleichzeitig vor der Türe...

gesundheitsministerium@wko.at
330
31.1.2010, 10:34
zwei fragen


welches lokal?

wie abgetrennt ist ihr rauchfreier bereich
(virtuell/räumlich mit tür)?

annea
030
31.1.2010, 19:26

räumlich, muss ma ja :D und musik-kneipe, also abendbetrieb

gesundheitsministerium@wko.at
40
no immer nix?....


schade eigentlich, hätt mich interessiert
wo man in graz noch weit nach mitternacht
rauchfrei (weil - angeblich - räumlich getrennt)
die nacht ausklingen lassen kann....

gesundheitsministerium@wko.at
320
31.1.2010, 19:40
?


tür offen oder zu ?

und namen hats keinen?

Leopardette
035
30.1.2010, 16:38
annea

wenn ihr in der situation, die du schilderst reines nichtraucherlokal seids, dann wirst keine türsteher mehr brauchen, weil kein mensch mehr kommen wird. und dann steht auch keiner mehr bei minus graden vor der türe.....

freies recht für wirte, ihr lokal als raucher- oder nichtraucher lokal zu deklarieren. es ist EUER geld, EURE energie und geht den staat rein gar nichts an.

annea
034
30.1.2010, 16:56

Den Staat interessieren nur Umsatzsteuer und die Lohnnebenkosten, aber die werden halt auch drastisch sinken, keine Angestellten - keine Nebenkosten, kein Umsatz - keine Umsatzsteuer

Kulkulcán
350
27.1.2010, 19:03
Grundsätzlich:

Der Normalzustand ist das NICHT-Rauchen.
Rauchen ist die Ausnahme.

Leopardette
033
29.1.2010, 00:06
ok.

dann machen wir halt normalo cafés und ausnahme cafés. wenn sie sich dann besser fühlen..... mir solls recht sein.

Pappi Rossi
034
28.1.2010, 16:09
Was ´Norm´ oder normal ist oder nicht wird nicht von Ihnen entschieden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Norm
´Soziale Normen sind von den meisten Gesellschaftsmitgliedern (sozialen Akteuren) akzeptierte und vertretene Vorstellungen, Handlungsmaximen und Verhaltensmaßregeln wie z. B. (in unserer Kultur!), dass man beim Essen nicht schmatzt, dass man sich den Hosenschlitz in einem unbeobachteten Moment zuzieht, oder dass man andere Menschen nicht anrempelt. Soziale Normen strukturieren so die Erwartungen der Interaktionspartner in einer Situation und machen das Handeln und Reagieren in einem gewissen Maße vorhersagbar, sie reduzieren daher Komplexität im sozialen Miteinander, engen aber die Verhaltensmöglichkeiten auch ein.´

Wenn 1/3 der Österr. rauchen ist das NICHT abnorm.

geordie
331
27.1.2010, 09:59

Herr Stöger, Sie sind rücktrittsreif nach diesem unsäglichen Pfusch! Und dass sich ein Gesundheitsminister (!) nicht entblödet das Gesetz mit der Aussage "Das ist schwieriger, aber die Wirte haben sich das so gewünscht" zu rechtfertigen schlägt dem Fass den Boden aus.

Rücktritt, Herr Stöger!

baroli
034
27.1.2010, 11:21

geordie,
wachen sie auf und lernen sie das wirkliche Leben kennen...
Und wenn sie dem Herrn Stöger was mitteilen wollen, machens einen Termin aus.

gesundheitsministerium@wko.at
281
26.1.2010, 20:32
uiuiui...


nach mehrtägigen lachkrämpfen
eine erste reaktion der tabaklobby:

http://derstandard.at/126370601... r-Umbauten

bob langer
330
25.1.2010, 09:36
na servus

die raucher scheinen ja meganick strichler geworden zu sein.

als ich das letzte mal reingeschaut ab, war rot/grün gleich, aber 30:1 ... das ist mal was neues

was nichts neues ist, dass raucher sich nicht nur bei der gesundheit selber anlügen, oder bei den schäden durch den passivrauch, sondern sich auch noch selber anlügen, in dem sie sich selber vormachen, dass 30 mal soviel raucher wie nichtraucher posten, oder gar existent sind

realitätsresistent eben....

laubverbrenngaseintamen stört den blut/sauertofftransport mit den bekannten folgen

fragen sie mal arzt oder apotherker statt dem trafikanten oder raucherlobbyisten!

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Posting 1 bis 25 von 1976

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