Müll und Erbe

27. Dezember 2009, 21:03
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Alles schläft, einsam fährt die Müllabfuhr: Auch zu Weihnachten, am Christtag, zu Stephani

Alles schläft, einsam fährt die Müllabfuhr. Auch zu Weihnachten, am Christtag, zu Stephani. Dafür gebührt ihr an dieser Stelle unser aufrichtiger Dank.

Andernfalls nämlich könnten sich multiple Feiertage wie diese nur zu leicht in Scharmützel zwischen allzu fest entschlossenen Familienvätern auf Mülltonnensuche auswachsen.

Unwahrscheinlich? I wo - der soziale Friede hängt ganz entscheidend vom Funktionieren der Infrastruktur ab. Und die an Weihnachten produzierte Müllmenge hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht. Wenn dann noch die Erbtante zu Besuch kommt, muss es daheim eben was gleichschauen, ganz gleich, wie verdient die Feiertagsruhe der Mistkübler sein mag.

Man stelle sich nur vor: Die Pensionssicherung ist im Anmarsch, während ihre originellen Gaben (diesmal: fröhlich gemusterte Socken, original normannische Pfannkuchen-Wender, Duftkerzen mit Glühweinaroma) mit unübersehbarer Koketterie aus dem Container schauen.

Um wie viel einfacher wäre da eine blutige Nase oder ein vom Nahkampf derangierter Festtagsanzug zu argumentieren! (corti/DER STANDARD, Printausgabe, 28. Dezember 2009)

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