Flugzeuge und Öffis als Terrorziele

27. Dezember 2009, 18:08
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Seit vereitelten Anschlägen 2006 gelten verschärfte Flugbestimmungen

  • Auch am 22. Dezember 2001 waren es, wie bei dem jüngst vereitelten Anschlag auf den Flug nach Detroit, couragierte Fluggäste und -begleiter, die eine Katastrophe verhinderten: Der sogenannte Schuhbomber, ein Brite namens Richard Reid, hantierte 90 Minuten nach dem Start eines American-Airline-Fluges von Paris nach Miami mit Streichholzern. Er versuchte, einen in seinem Turnschuh versteckten Sprengsatz zu zünden. Eine Stewardess bemerkte das, Crewmitglieder und Passagiere überwältigen Reid und fesselten ihn an seinen Sitz - die Maschine landete schließlich sicher in den Vereinigten Staaten.
  • In den vergangenen Jahren waren auch häufig andere Verkehrsmittel Ziel von Anschlägen islamistischer Extremisten: Im März 2004 kam es in Zügen im Großraum Madrid zu zehn Bombenexplosionen mit insgesamt 191 Toten und dutzenden Verletzten.
  • Im Juli 2005 sprengten sich in London vier islamistische Selbstmordattentäter in U-Bahnen und in einem Bus in die Luft. 52 Menschen starben, 700 wurden verletzt.
  • Ein Jahr später wurden in Dortmund und Koblenz zwei Kofferbomben in Nahverkehrszügen gefunden. Handwerkliche Fehler verhinderten eine Explosion.
  • Nach im August 2006 aufgeflogenen Anschlagsplänen wurden die Flugsicherheitsbestimmungen erneut verschärft. Damals hatten Selbstmordattentäter geplant, in mehreren Flugzeugen auf dem Weg von Großbritannien in die USA Flüssigsprengstoff zu zünden - was die britische Polizei verhinderte.
  • Im September 2007 flogen Attentatspläne mit Autobomben im Sauerland von drei mutmaßlichen islamistischen Terroristen auf. Geplante Anschlagsorte: Lokale, US-Stützpunkte, die israelische Botschaft und Flughäfen. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 28.12.2009)
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