Goodbye, ihr Nullen. Die miesen Jahre sind vorbei!

27. Dezember 2009, 22:56

Die Nullerjahre: Eine "höllische Dekade" (Time), ein "verlorenes Jahrzehnt" (Der Spiegel)

Ziemlich grauenhaft, das Jahrzehnt, das nun zu Ende ging: Es begann mit der Schüssel-Haider-Regierung und George W. Bush' "Wahl" zum US-Präsidenten, ging weiter mit 9/11 und den darauf folgendenden Kulturkämpfen. Aber was will man schon erwarten, von einem Jahrzehnt, das es nicht einmal zu einem Namen gebracht hat. Wie soll man die Dekade denn nennen? Die Zeros? Die OOs? Die Nullerjahre? FS Misik, nach einer Backenzahnoperation diesmal noch einseitiger, ist sich sicher: die Zehnerjahre müssen besser werden. Denn noch so ein Jahrzehnt können wir uns nicht leisten.

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Man könnte es, wennman einmal von wesentlich besseren 10er und 20er Jahren ausgeht als Vorbereitungs-Jahrzehnt sehen. Evt. ähnlich, wie man das Mittelalter lange als dunkel und die Entwicklung hemmend gesehen hat, aber dann doch feststellen mußte, daß dort die Grundsteine für vieles gelegt wurden, daß wir heute als selbstverständlich erachten.

Nach einiger Überlegung bin ich zum Schluss gekommen, dass diese Aussage ein Blödsinn ist.
Ich würde es als beschleunigtes Jahrzehnt sehen.

Mit 150 gegen die Mauer! Wen wunderst bei dem Höllentempo, dass die Gesellschaft gechrasht ist

wer den unterschied zwischen einer burka...

...und einer nonnenkutte nicht verstehen will oder kann, ist nicht minder kleingeistig und nichtssagend wie die letzten 10 jahre.
frage: wer, die nonne oder die verschleierte muslimische frau wird ein "yes, we can!" als zynismus auffassen?
man könnte meinen, sie trollen...aber ich fürchte sie meinen es ernst.

katholikinnen können sich entscheiden zwischen einem weltlichen und einen geistlichen leben,
nonne ist ein frei gewählter geistlicher beruf und hat absolut gar nichts verschleierten msl.(teils minderjährigen) frauen zu tun.
nonnen entscheiden sich als erwachsene nach intensiver probezeit für ein leben im kloster, sie dürfen weder heiraten noch kinder kriegen. und sie wissen worauf sie sich einlassen.
dieser selten dämliche vergleich scheint leider mode zu sein.
als nächstes werden dann buddh. mönche mit skinheads.aber einfachen gemütern ist wohl alles zuzutrauen

gute frage, wer von den beiden wird "yes we can" als zynismus auffassen...? hmmm... beide?


beide sind in klerikal-faschistischen und sexistischen systemen gefangen.

die nonne kann 28.000 mal "yes, we can" rufen, wird sie deswegen priesterin werden dürfen...?

der sexismus an den wir uns gewöhnt haben ist nicht besser als der sexismus den wir gerade erst entdecken, er ist nur schon gewohnt, verstehen sie sowas...?

ganz abgesehen davon...

tragen nicht nur die nonnen bei uns kutten, sondern auch die mönche.
einfach schwachsinnig, wie hier äpfel mit birnen verglichen werden.

Der war jetzt echt gut, mit den Mönchen. Mir einen Mönch mit Kopftuch vorzustellen hat echt Spass gemacht. Weiter so, Tante Maria!

und ganz abgesehen davon...


tragen auch muslimische geistliche, ähnlich wie mönche, kutten, nur sehen die halt anders aus als die die sie von ihrer eigenen erfahrung her kennen, trotzdem existieren sie.

ausserdem gibt es nur deshalb eine möglichkeit aus der katholischen kirche auszutreten weil es eine kirchensteuer gibt, wenn sie aus dem islam austreten wollen gehen sie einfach nicht mehr in die moschee und beten halt nicht mehr, was das austreten noch viel einfacher macht.


vergessen sie bitte diese ganzen horrorstories die sie aus der krone oder von fpö-broschüren haben, es leben hunderttausende moslems in diesem land und die meisten von ihnen sind mittlerweile biertrinkende und minirocktragende durchschnittsbürger und die ausnahmen müssen halt verhaftet werden.

1.) wenn man von klerikalfaschismus in der katholischen kirche anspricht, dann muss man auch über die befreiungstheologie reden.
2 gegenpole in ein und der selben kirche.

2.) wer ist in der katholischen kirche gefangen? austreten geht schnell und einfach.

3.) klar, sexismus gibt es überall und ist zu verurteilen. aber mal ehrlich, ob nun frauen in einem verein, dessen regeln sie sich freiwillig unterwerfen ein priesteramt einnehmen dürfen oder nicht, mag sexistisch sein, ist aber immerhin sexismus auf freiwilliger basis.
es gibt ja auch noch andere vereine wo das möglich ist. ich bezweifle aber, dass der burka-trägerinnen-verein zu diesen vereinen zählt.

und wenn dieser schutz der frau vor der burka gesetzlich verankert werden muss, warum eigentlich nur der...?


warum zwingen wir frauen nicht gleich auch gesetzlich verpflichtend dazu frauenparkplätze in tiefgaragen zu verwenden...?

oder wir verbieten frauen in der dunkelheit durch parks zu gehen, damit schützen wir sie vor vergewaltigungen...?



verstehen sie ein wenig was ich meine...?

das maximalste was mir machen können ist dafür zu sorgen dass es frauenparkplätze gibt, parks zu beleuchten und im falle dass etwas passiert, genug kräfte zum einschreiten aufzubauen aber entscheiden ob man das annimmt muss jeder für sich selber.

denn wenn wir anfangen leute zu zwingen etwas nicht zu tun um was sind wir besser als die leute die sie dazu zwingen etwas zu tun.

wenn wer gezwungen wird burka zu tragen kann er sich an die polizei wenden...


natürlich gibt es den gesellschaftlichen druck den jeder verein auslöst, treten sie doch mal am land in österreich in einem 50-seelen nest aus der kirche aus, der druck ist um nichts geringer.

wenn sie wirklich glauben moslems sind da unter grösserem druck und jede muslimische frau wird tagtäglich von ihrem mann zum gehorsam geprügelt dann sollten sie ihr weltbild auffrischen, ich empfehle ihnen sich einmal mit muslimischen studentinnen zu unterhalten und diese zu fragen was die davon halten dass sie ihnen verbieten wollen die burka zu tragen wenn die das wollen.

oder überlegen sie sich wie sie reagieren würden wenn ihnen jemand, eh zu ihrem eigenem schutz, verbieten würde ein kruzifix zu tragen wenn sie wollen...?

"ich empfehle ihnen sich einmal mit muslimischen studentinnen zu unterhalten und diese zu fragen was die davon halten dass sie ihnen verbieten wollen die burka zu tragen wenn die das wollen."

was für ein zynismus! zuerst die freiheit genießen und studieren und dann für die burka eintreten. da kann ich höchstens sagen: nichts gelernt und auch nichts verloren, wenn die damen in ihre burka und zurück in ihre 4 wände wollen.
die burka ist halt eben nicht nur ein stückchen stoff, dieses stückchen stoff legitimiert in der regel nicht zum studium.

meine güte, bei ihnen muss man ja ganz von vorn anfangen... aber gut...


wenn sie die muslimischen frauen dazu zwingen KEINE burka zu tragen haben sie nicht mehr freiheit als wenn sie sie dazu zwingen EINE burka zu tragen.

in beiden fällen können sie nicht frei entscheiden sondern müssen sich der entscheidung von jemand anderen beugen: ergo KEINE freiheit.


und was den zynismus angeht: wieso unterminiert eine frau, die sich selbst entscheidet die burka als zeichen ihrer spiritualität und ihrer verbundenheit mit gott zu tragen, die gleichberechtigung der frau mehr als eine frau, die sich selbst entscheidet ein kreuz als zeichen ihrer spiritualität und ihrer verbundenheit mit gott zu tragen...?

beides sind zeichen männerdominierter organisationen die frauen seit jahrtausenden unterdrücken.

man ist fassungslos ob ihrer verharmlosungen.
die burka hat REIN GAR NICHTS mit spiritualität zu tun, sondern einzig mit geschlechterap artheid.

das geschlechtsneutrale kreuz mit dem zutiefst frauenverachtenden symbol burka zu vergleichen bzw. auf eine stufe zu stellen, ist ein tiefpunkt sondergleichen.

der kulturrelativismus treibt seltsame blüten, ihre kruden bagatellisierungen absoluter frauenverachtung zählen definitiv dazu.

"wenn sie die muslimischen frauen dazu zwingen KEINE burka zu tragen haben sie nicht mehr freiheit als wenn sie sie dazu zwingen EINE burka zu tragen."

natürlich hat sie ohne mehr freiheit!

...und wer mit dieser freiheit nicht umzugehen vermag, kann frei in ein land seiner wahl, wo die sharia das gesellschaftliche leben regelt, auswandern.

lektion in freiheit...


vor ihrer kopftuchbefreiung:

- die frau war nicht frei zu entscheiden das kopftuch abzulegen.
- die frau war nicht frei zu entscheiden ihren moslemischen glauben ohne das kopftuch zu leben so wie jeder christ sein kreuz ablegen kann.


nach ihrer kopftuchbefreiung:

- die frau ist nicht frei zu entscheiden das kopftuch zu tragen.
- die frau ist nicht frei zu entscheiden ihren moslemischen glauben mit dem kopftuch zu leben so wie jeder christ es durch das tragen eines kruzifixes jederzeit darf.


freiheit bedeutet sich so verhalten zu dürfen wie man selbst möchte, nicht wie es einem andere vorschreiben.

sie glauben es geht den frauen besser wenn sie das kopftuch verbieten, kann sein, will ich nicht beurteilen, aber freiheit ist es nicht.

burka!=kopftuch

lernen sie bitter erstmal sinnerfassend zu lesen.
ich habe nie vom kopftuch, sondern immer von der burka geschrieben.

pfuh... und welchen unterschied macht das...?


wenn jemand die burka tragen will soll er das tun können solange er nicht dazu gezwungen wird, das ist freiheit.

lenken sie bitte nicht mit nebensächlichkeiten von der tatsache ab dass ihre definition von freiheit nichts anderes ist als der zwang von einer anderen seite etwas anderes zu tun.


das fällt mir übrigens bei vielen rechtskonservativen auf, ihr glaubt wirklich dass ihr damit die frauen "befreit" oder...?


ihre motive in ehren, mein freund, aber sie müssen verstehen dass ich persönlich tun können will was ich möchte solange ich niemandem schade.

wenn wir zulassen dass der staat frauen vorschreiben darf was sie anziehen sollen mischt er sich früher oder später auch in mein privatleben ein, und in dem hat er nichts zu suchen.

"das fällt mir übrigens bei vielen rechtskonservativen auf, ihr glaubt wirklich dass ihr damit die frauen "befreit" oder...?"

ah ja...dann ist die alice schwarzer auch eine rechtskonservative weil sie für ein burka-verbot eintritt?!
so einfach ist die welt vielleicht doch nicht, "mein freund"...

oh ja, bitte bringen sie alice schwarzer in die diskussion...


alice schwarzer sieht frauen schon dadurch unterdrückt dass es stöckelschuhe, röcke und die institution ehe gibt.

aber ich bin sicher sie sind ein echter fan von alice schwarzer und glauben an ihren weg und die notwendigkeit frauen von unterdrückungen wie rasierten beinen, röcken und ehen zu befreien...

das ist ja nur noch lächerlich, wenn sie erwachsen genug werden auf meine argumente zu reagieren und nicht solche lächerlichkeiten zu bringen quatschen sie mich wieder an, aber das ist ja nur blödsinn bei den ich mich fragen muss ob ihnen das nicht peinlich ist.

alice schwarzer ist
1. eine wichtige gallionsfigur der frauenbewegung
2. eine ernst zu nehmende frauenrechtlerin, im unterschied zu den grünen fundi-damen, denen ein binnen-I wichtiger zu sein scheint als einmal auch deutliche kritik am machismo diverser migr.-kulturen zu üben.

und

3. A.S. hat gerade was den isl.mismus betrifft zu 100% recht.

das ist so typisch...


alice schwarzer hat natürlich recht wenn es um kritik an migranten geht, kritisiert sie allerdings das eigene system, die ungleichbehandlungen im berufsleben oder die immer noch stark verbreitete rolle der frau als hausfrau und gebärmaschine, fordert sie quoten und by the way auch das binnen-I, hat sie dann auch recht oder ist sie dann auch eine fundi-braut die keine ahnung hat weil sie natürlich recht haben und alle anderen sichtweisen falsch sind...?

aber was diskuttiere ich mit jemandem der nicht einmal den begriff "freiheit" versteht und denkt freiheit ist jemandem das was man selbst als das richtige anerkennt zu erlauben...

und dann wundern sich selbstgerechte leute wie sie darüber dass sie nicht als frauenbefreier gesehen werden..

sie liegen einfach nur daneben.

aber was ich rede ich mit jemanden, der die von fundis propagierte burka zu e. akt der "frauenbefreiung" zu verdrehen versucht?
nun - würden sie auch symbole anderer ultrareaktionärer und totalitärer weltanschauungen der geschichte mit "freiheit" in verbindung bringen?
wohl kaum, nur warum machen sie das dann ausgerechnet bei der burka, DEM symbol für gschlechter apa rtheid, frauenentrechtung und religiösem totalitarismus (taliban)?

eins steht fest: jemand der geschlechtsr.ssist. symbole relativiert oder verharmlost ist mit sicherheit KEIN "frauenbefreier"-
vermutlich eher ein selbstgefälliger zyniker,
der sich in kulturrelativismus übt.

"und was den zynismus angeht: wieso unterminiert eine frau, die sich selbst entscheidet die burka als zeichen ihrer spiritualität und ihrer verbundenheit mit gott zu tragen, die gleichberechtigung der frau mehr als eine frau, die sich selbst entscheidet ein kreuz als zeichen ihrer spiritualität und ihrer verbundenheit mit gott zu tragen...?"

das ist einfach zu beantworten. der unterschied liegt darin, dass das kreuz ein symbol des religiösen glaubens ist und die burka ein symbol der unterdrückung.

ausserdem: die christliche nonne bedeckt nie ihr gesicht und "gewöhnliche" christinnen müssen keine kutten tragen. schon alleine deshalb ist der vergleich nonnenkutte und burka kompletter schwachsinn.

vergessen sie's.
mit burkaversteherInnen zu diskutieren ist genauso mühsam wie mit strachefans

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