Energie ist überall

31. Dezember 2009, 18:00
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    foto: siemens

    Energieautarke Funksensoren eignen sich vor allem für bewegliche oder schwer zugängliche Industrieanlagen.

     

     

Kabellose Funksensoren, die Energie aus der Umgebung - von Licht, Vibrationen oder Temperaturunterschieden - beziehen, kommen nun auch mit den unwirtlichen Bedingungen in der Industrie zurecht

Unsere Umgebung ist voller Energiequellen, die für den Antrieb von technischen Geräten genutzt werden können: Licht, Vibrationen, Temperaturdifferenzen oder Strömungen zählen dazu. Spezielle Wandler "ernten" die Umgebungsenergie, erzeugen Elektrizität und sammeln sie für den Betrieb von energieautarken und daher batteriefreien kabellosen Funksensoren, die derzeit Einzug in die Industrie halten. Als mögliche Einsatzfelder der neuen Sensorengeneration von Siemens, die auch mit den harten Umweltbedingungen der Produktion zurecht kommt, gelten Anlagen, die sich bewegen, etwa Industrieroboter in der Automobilindustrie, oder Umgebungen, wo Hochspannungen auftreten. Für die Zustandsüberwachung von Maschinen sind Funksensoren ebenfalls geeignet, indem sie rechtzeitig auf Verschleiß hinweisen.

Strom auf Schalterdruck

Batterielose Funksensoren verstecken sich auch in Lichtschaltern, die einfach an die Wand geklebt werden. Als Energiequelle begnügen sie sich mit der mechanischen Energie aus einem einfachen Druck. Dahinter steht ein elektrodynamischer Wandler, der ähnlich wie ein Fahrraddynamo arbeitet. In piezoelektrischen Wandlern wiederum setzen spezielle Kristalle elektrische Ladungen frei, wenn ein Druck auf sie ausgeübt wird. Temperaturdifferenzen sind eine weitere Energiequelle: Zwischen zwei Punkten eines elektrischen Leiters entsteht eine Spannung, wenn die beiden eine unterschiedliche Temperatur aufweisen. Solche thermoelektrischen Generatoren (TEG) werden bereits in der Raumfahrt eingesetzt. Die Automobilindustrie will künftig mit ihrer Hilfe die Abwärme von Fahrzeugen nutzen.

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