Prinzip-Hoffnung in der Abfahrt

26. Dezember 2009, 14:25
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Giger hofft zum Jahresausklang auf ersten Saisonsieg. "Michi und Mario sind gut genug, um in Bormio zu gewinnen"

Bormio - Nach der kurzen Weihnachtspause wartet auf Österreichs Abfahrer zum Jahresausklang noch eine besondere Herausforderung - der technisch enorm anspruchsvolle "Höllenritt" über die berühmt-berüchtigte "Pista Stelvio" in Bormio. "Das ist eine Strecke, die einem alles abverlangt", weiß auch ÖSV-Herren-Cheftrainer Toni Giger, der natürlich hofft, dass ein Österreicher am Dienstag (Start: 11.45 Uhr/live ORF 1) das letzte Herren-Rennen des Jahres gewinnen wird. Vor allem Michael Walchhofer, 2006 Doppelsieger auf der Stelvio und im Vorjahr Dritter, sowie Mario Scheiber, zuletzt Zweiter in Gröden, hat er ganz oben auf seiner Rechnung.

"Michi, der bisher überall der große Favorit war, und Mario sind gut genug, um in Bormio zu gewinnen", betonte Giger, dessen Team in der aktuellen Weltcup-Saison bereits in jeder Disziplin mit Ausnahme der Abfahrt gewonnen hat. "Es wäre natürlich schön, wenn uns dieser fehlende Abfahrtssieg noch im Jahr 2009 gelingt."

Neben Walchhofer, der in den bisherigen drei Abfahrten des Olympia-Winters die Ränge vier (Lake Louise), fünf (Beaver Creek) und fünf (Gröden) geschafft hat, und Scheiber, der für die weiteren beiden Top-Ten-Plätze des ÖSV in der Königsdisziplin verantwortlich zeichnete, traut Giger auch Klaus Kröll in Bormio viel zu, schließlich war der Steirer im Vorjahr hinter dem Italiener Christof Innerhofer Zweiter. "Klaus hat auch das Zeug, um aufs Stockerl zu fahren", sagte Giger.

Die Aussichten sind also nicht schlecht, immerhin zählt die "Stelvio" zu den Paradestrecken der Österreicher. seit 1993 feierten gelangen in 18 Weltcup-Abfahrten 11 Siege, der Sechsfach-Erfolg 1998 wird allerdings vermutlich nicht zu wiederholen sein.

Trainer Andreas Evers bildete die Vorhut des ÖSV-Teams und besichtigte die Stelvio, auf der am Sonntag und Montag die offiziellen Trainingsläufe stattfinden, bereits am Stefanitag. "Andi schaut sich die Strecke genau an, um die Fahrer und die Serviceleute dann am Abend bestens informieren zu können, worauf sie sich einstellen müssen", erklärte Giger. Gesamt-Weltcup-Spitzenreiter Benjamin Raich, der seit längerem von Rückenproblemen geplagt wird, lässt den Abfahrts-Klassiker in Bormio wie geplant aus, um sich zu erholen und Kraft für den Slalom am 6. Jänner in Zagreb zu tanken. (APA)

Abfahrts-Sieger in Bormio seit 2000:

15.03.2000: Hannes Trinkl (AUT)
28.12.2001: Christian Greber (AUT)
29.12.2001: Fritz Strobl (AUT)
29.12.2002: Daron Rahlves (USA)
11.01.2003: Stephan Eberharter (AUT)
29.12.2004: Hans Grugger (AUT)
29.12.2005: Daron Rahlves (USA)
28.12.2006: Michael Walchhofer (AUT)
29.12.2006: Michael Walchhofer (AUT)
29.12.2007: Bode Miller (USA)
28.12.2008: Christof Innerhofer (ITA)
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