Forscher fanden klaren Zusammenhang bei Präparaten, die Aristolochiasäuren enthalten
Washington - Chinesische Kräutermischungen, die Aristolochiasäuren enthalten, sind einer aktuellen taiwanesischen Studie zufolge mit Vorsicht oder vielleicht besser gar nicht zu konsumieren. Die etwa in Schlankmachern, Stärkungsmitteln oder anderen Präparaten steckenden Säuren können offenbar nicht nur Nierenschäden, sondern sogar Tumore des Harntraktes auslösen. Zwar sind Produkte mit diesem Bestandteil in etlichen Ländern verboten.
Aber in der Praxis lassen sich diese Säuren, die etwa in
Osterluzei-Gewächsen wie der Pfeifenblume vorkommen, kaum kontrollieren
- insbesondere bei im Internet erworbenen Mixturen.
Für ihre Studie verglichen Forscher der Nationalen Universität Taiwan 4.600 Patienten, die Tumore des Harntrakts hatten, mit einer Kontrollgruppe von knapp 175.000 gesunden Menschen. Resultat: Mit zunehmendem Konsum von Aristolochiasäuren stieg das Krebsrisiko, wie die Forscher im "Journal of the National Cancer Institute" schreiben. (APA/APD/red)