Klimaschutz

Schwere Vorwürfe Deutschlands gegen USA und China

26. Dezember 2009 11:26

Röttgen: "China will nicht führen, die USA können es nicht"

Hamburg/Wien - Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen hat nach dem Scheitern des Weltklimagipfels von Kopenhagen schwere Vorwürfe gegen die USA und China erhoben. US-Präsident Barack Obama und der chinesische Premier Wen Jiabao hätten sich "auf den kleinsten gemeinsamen Nenner verständigt: China will nicht führen, die USA können nicht führen", sagte Röttgen laut einer Vorausmeldung vom Samstag in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Es sei der "Tiefpunkt" der Klimagespräche gewesen, als China sogar eine einseitige CO2-Reduktion der Industrieländer um mindestens 80 Prozent bis 2050 nicht akzeptiert habe, so der CDU-Minister. Nicht um Klimaschutz sei es den Chinesen in Kopenhagen gegangen, "sondern um Verhinderung". In den USA gelinge es den politischen Eliten nicht, Mehrheiten für den Klimaschutz zu gewinnen. Zu viele Amerikaner wollten nur "billiges Geld haben, um zu konsumieren, und wollen ihren CO2-Ausstoß nicht limitieren", sagte Röttgen.

Die Forderung des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, das deutsche Klimaschutzziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 wegen des Debakels in Kopenhagen abzusenken, lehnte Röttgen in dem Interview strikt ab: "Dieses Ziel ist die Bedingung für unseren Wohlstand", sagte der Umweltminister unter Verweis auf Exporterfolge mit Energie- und Umwelttechnologien. "Wir sollten das Geld nicht ins Ausland schicken, um Öl zu kaufen, sondern mit deutscher Ingenieursleistung bei uns Arbeitsplätze schaffen." (APA)

 

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Posting 1 bis 25 von 72
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Christian S
27.12.2009 21:17
China will nicht führen, die USA können es nicht

Die Deutschen auf verzweifelter Suche nach einem Führer.

Die schreckliche Alternative: Mal selber initiativ werden anstatt immer nur brav und in Musterschüler-Manier das zu machen, was die anderen wollen.

Student der Magie
27.12.2009 16:13
Schwere Vorwürfe könnte man auch gegen den Vorsitzenden des Uno Klimarates erheben:

Pachauri ist die treibende Kraft hinter dem menschenverursachten Klimawandel: ist er Wissenschaftler?
Nein.
Was ist er?
Eisenbahningeneur und Ökonom
Qualifikation in der Klimaforschung: KEINE
Was ist er sonst noch?
In allen möglichen Firmen tätig, weltweit wohlgemerkt, die am CO2-Handel verdienen, oder die durch Aufträge vom menschenverursachten Klimawandel profitieren. Die Liste ist so lange, dass sie hier den Rahmen sprengen würde.
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/12/w... n-der.html

Der Gneis der alles weiß
27.12.2009 12:23
Was erwarten Sie denn?

Bezüglich der USA hat Herr Röttgen ja recht, doch denken sie mal näher über China nach.
China ist dem Wohlstand bis jetzt immer nur hinterhergehinkt. Natürlich wollen sie sich jetzt, in Zeiten des Aufschwungs in China nicht das Wasser abgraben lassen, können wir den Chinesen deswegen böse sein? Ich glaub nicht.
Wir können es uns leisten, eh klar, aber es wünschen sich nunmal 70% der Weltbevölkerung erst mal die Probleme von uns restlichen 30%.

Seria
27.12.2009 10:51

das problem mit schutzzöllen ist, daß es von den US und China nur zum Zwecke eines handelskrieges missbraucht wird ohne auf die eigentliche Ursache solcher Klimaschutzzölle einzugehen. Die Amerikaner wollen tatsächlich nur weiterkonsumieren, koste es was es wolle und die Cjin wollen ihren 1,3 Mrd Menschen auch einen gewissen Konsum ermöglichen. Das die Welt dabei untergehen kann hat die Komis noch nie interessiert

139389
27.12.2009 09:32

Ich habe in China-Wertpapiere investiert (+105 seit Jahresbeginn), die sollten sich auf die Wirtschaftsleistung konzentrieren, damit ich dann einen ruhigen Lebensabend habe (pension kann ich mir vom Staat ja keine mehr erwarten). Bis ich das Zeitliche segne hält es ja nach derzeitigem Informationsstand noch aus. ;-)

angehender Medientechniker
 
27.12.2009 06:51

Endlich Mal ein Politiker, der sagt was er denkt. So viel Mut braucht man sich von einem österreichischem Politiker nicht zu erwarten.

Herbert Hebenstreit
27.12.2009 18:23
Klimaschutz

Die Amis und Chinesen nehmen eben nicht den Verlust von bis zu 60% der Arbeitsplätze in Kauf der von den Politikern in der EU scheints gewollt ist. 1945 kam der Morgenthau Plan glücklicherweise nicht zum tragen, jetzt machen wir selbst die Wiedereinführung der Steinzeit. Geringste Investition in Bildung und Innovation und dazu die Aufgabe der Schlüsselindustrien, wie Chemie, Pharma und Energie.
Und die Claqueure klatschen weiter.

Andreas Mittermayer
28.12.2009 11:07
Was ist den DAS für ein Unsinn!!


Gerade ein Umbau unseres Wirtschaftschafts- und Gesellschaftssystems hin in Richtung Nachhaltigkeit könnte - wenn man es intelligent macht - Arbeitslosigkeit praktisch praktisch zum Verschwinden bringen.

Die Maßnahmen dazu sind bekannt und auch bspw. vom WIFI und seinem Chef Karl Aiginger gefordert:

- Umbau des Steuersystems in Richtung Ökosozialer Steuerreform (!!)

- Investition in Energie-Effizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energieträger

- Entsprechende Aufstockung der Fördermittel für die Forschung in zukunftsträchtige Technologieen

Siehe etwa:

http://www.klimawandel-global.de/klimaschu... -energien/

at81
27.12.2009 06:12

Die EU könnte ihre Ziele aber auch unabhängig von USA/China/Indien usw verfolgen....das ist es ihnen aber dann auch nicht wert! Wie wäre es denn mit höheren Zöllen für Länder, welche die Emissionen nicht signifikant reduzieren.....neeneenee, behalt dat mal für disch...

Odo
27.12.2009 04:09
"Röttgen: China will nicht führen, die USA können es nicht"

Schön, dass auch die deutsche Bundesregierung die Führungsschwäche von US-Präsident Obama erkannt hat. Gegenüber seinem Vorgänger hat Obama in Sachen Klimaschutz nicht viel verändert in den USA. Daher ist es blanker Hohn, dass Herr Obama unter anderem auch für seinen Einsatz für den Klimaschutz den Friedensnobelpreis erhalten hat.

h 90
27.12.2009 09:26

Statt den Friedensnobelpreis haette er auch den in Physik bekommen koennen.
Er hat auf beiden Gebieten ungefaehr gleich viel geleistet.

139389
27.12.2009 09:23

Dumm waren schon jene die ihn vergeben haben, er wollte ihn ja offensichtlich nicht. Somit hat sich die Wertigkeit dieses Preises auf NULL reduziert.

Michel de Nostredame
27.12.2009 08:53
Der Friedensnobelpreis sollte ihm zwar wieder entzogen werden

... aber trotzdem, Obama ist immer noch das bei weitem geringere Übel als McCain. Wäre ein Mr. Edwards oder gar ein Mr. Kucinich Präsident, sähe die Sache schon ganz anders aus, aber da sorgt schon der militärisch-industrielle Komplex dafür, dass solche Kanditaten niemals eine Chance haben.

Fritz094
 
27.12.2009 01:09
Lieber Herr Röttgen

sehen sies doch ein: Ja, den Menschen ist noch mehr Wohlstand wichtiger als eine intakte Umwelt.
Sie können darüber wettern so lang sie wollen, und meientwegen auch einen Versuch unternehmen, etwas zu ändern - der freie Markt wird ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Sie als CDU-Politiker sollten sich dessen bewusst sein!
Sie machen es sich auch zu einfach alles mal auf die Amis abzuschieben. Wo hatte denn jemand wie Al Gore die MEhrheit der Bevölkerung - wenn auch nicht die der Wahlmänner - hinter sich? In Deutschland? Nööö, in den USA!
Finden sie sich besser damit ab - wir wissen nicht was für Auswirkungen unser Handeln tatsächlich ab - wie auch immer, unsere Kinder werden damit leben müssen.

Bergdolm
26.12.2009 23:15
Wieso geht das nicht in die Köpfe?

Demokratische - kapitalistische - Systeme können nicht. Weil "die Mehrheit" die Regierenden aufgrund von kurzfristigen "Wohlstandsrückgängen" abwählen würden.

Diktatorische - kommunistische - Systeme können auch nicht, weil "Wachstum" die einzige Chance zum Machterhalt ist, um Unruhen zu vermeiden.

Und jede "Mischform" (u.a. China) muss beides: Für Wachstum und Wohlstand sorgen.

Und da ist es sch... egal, ob die Erde in 200 Jahren um 2 Grad wärmer wird.
Das zur Kenntnis nehmen, auch wenn es weh tut, ist sicher hart, aber notwendig.

"Radikale Systemänderungen" führten unweigerlich zu extremen "Umweltänderungen" (aufgrund von Kriegen), die "früher" kämen und sicher mehr als 2 Grad Temperaturanstieg zur Folge hätten.

Andreas Mittermayer
28.12.2009 11:14
Die Menschen sind mit radikalen Systemänderungen nur dann überfordert, wenn


sie in sehr kurzer Zeit stattfinden müssen.

Wenn man die notwendigen Schritte hin zu einem neuen System klein hält und den Menschen Zeit gibt, sich auf die jeweiligen Änderungen einzustellen, ist auch eine am Ende radikale Änderung möglich.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man mit den notwendigen Maßnahmen so früh wie möglich beginnt, um die Schritte klein halten zu können.

Es ist also bereits höchste Zeit, endlich diese Schritte einzuleiten. Alles Andere wäre in höchstem Maße dumm und verantwortungslos!!

Ko Prolyt
27.12.2009 09:03
prinzipiell richtig...

allerdings frage ich mich wer "die Mehrheit" ist? ich denke es ist eher eine minderheit die hier tut und lässt was sie will.

nachdem es bei uns für gesetzgebungen keine volksbefragungen gibt ist es imho falsch von einer "Mehrheit" zu schreiben.

die "Mehrheit" wählt am tag x einen personenkreis den sie nicht kennt, mit vorsätzen die ihr nicht bewusst sind. im laufe der nächsten legislaturperiode entstehen gesetze auf welche die "Mehrheit" keinen einfluss mehr hat.

macht muss schon eine verdammt geile droge sein...

AntiFa201
26.12.2009 21:17
"Wir sollten das Geld nicht ins Ausland schicken, um Öl zu kaufen, sondern mit deutscher Ingenieursleistung bei uns Arbeitsplätze schaffen."

ein realitätsferner alter mann. erkennt wohl nicht das es kein "wir" mehr gibt. die konzerne machen was ihnen passt. deutsche technologie nutzen aber im ausland produzieren. dann n paar osteuropäer auf die baustellen schicken und die unternehmen haben maximalen profit gemacht. aber der mann ist anscheinend noch in den 60ern steckengeblieben wo die politiker den unternehmen neue märkte öffneten und diese brav arbeitsplätze im inland schufen. die zeiten sind vorbei meister.

das ist fix
26.12.2009 17:29


Hoffentlich steigt die EU auch bald aus, die EUAs haben Europa schon sehr viele Arbeitsplätze gekostet.

Ganymed 012
27.12.2009 01:01

Aussteigen?
nein, nein, wir steigen erst richtig ein:
http://www.sueddeutsche.de/politik/3... 9773/text/

endlich kann man uns wieder ein paar Moneten aus dem Säckel ziehen. Auch wenn man sich uneinig zeigt, beim abzocken herrscht kein Harmonisierungsbedarf.

Also holt schon mal die Geldbörsel raus, es ist ja für einen guten Zweck.

irgendein/e posterIn
26.12.2009 16:48
finde ich witzig

der kapitalismus verlangt flexibilität von den leuten. selbst ist er es halt nicht.
aber ist eigentlich eh immer dasselbe. groß fordern und selber nix weiterbringen.

Klaus Teller
26.12.2009 16:45
Und was kann Deutschland?

byron sully
26.12.2009 22:42

hat seine co2-emmissionen in den letzten 20 jahren immerhin um ca. 20% gesenkt (was man von den usa und china - und übrigens auch von österreich - nicht behaupten kann).

p c2
27.12.2009 12:50

ja, und dennoch ist die temperatur in den letzten 10 jahren gesunken.

viel gebühren für....na für was bzw. wen wohl?

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