Schiffsunglück vor Alaska

25. Dezember 2009, 17:34
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Der Schlepper "Pathfinder" hängt auf einem Riff im Prinz-William-Sund fest, wo 1989 der Öltanker "Exxon Valdez" 50.000 Tonnen Öl verlor und eine Umweltkatastrophe auslöste

Los Angeles - Zwei Jahrzehnte nach der Ölpest der "Exxon Valdez" an der Südküste Alaskas hat sich an derselben Stelle erneut ein Schiffsunglück ereignet. Nach Angaben der US-Küstenwache vom Freitag lief der Schlepper "Pathfinder" am Mittwoch im Prinz-William-Sund auf das Bligh Riff auf und verlor anschließend eine größere Menge Kraftstoff. Insgesamt hatte der Schlepper 127.000 Liter Diesel in seinen Tanks. Wieviel genau auslief, stand zunächst nicht fest. Die Arbeiten zum Abpumpen des verleibenden Kraftstoffs sollten am Freitag abgeschlossen werden.

Im Sund war nach Angaben der Küstenwache auf einer Fläche von fünf Kilometern Länge und 30 Metern Breite ein Ölfilm zu erkennen. Ein Sprecher des Schiffseigners Crowley Maritime Service sagte, er könne es nicht fassen, wie die Besatzung des "Pathfinder" das Bligh Riff habe rammen können - "das vielleicht berühmteste Navigationshindernis der Welt". Nach Informationen der Zeitung "Anchorage Daily News" wurde die Besatzung einem Alkoholtest unterzogen, dessen Ergebnis sie jedoch entlastete.

Am 24. März 1989 war der Öltanker "Exxon Valdez" auf das Bligh Riff aufgelaufen, was die schlimmste Ölpest in der Geschichte der Vereinigten Staaten zur Folge hatte. Rund 50.000 Tonnen Öl verseuchten damals die Küste im Süden Alaskas auf einer Länge von fast 2000 Kilometern. (APA)

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Anchorage Daily News: Tug runs aground on Bligh Reef

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    Rettungseinsatz: Eine Ölsperre rund um den Schlepper soll den Schaden begrenzen. Die "Pathfinder" (unten) hat 127.000 Liter Diesel an Bord.

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