"Ein Comeback, das stinkt"

24. Dezember 2009, 14:25
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DEUTSCHLAND:

"Abendzeitung": "Michael Schumacher wagt es tatsächlich: Mit 41 Jahren träumt er sogar vom Titel. Etwas besseres als Schumis Rückkehr hätte dem Formel-1-Zirkus nicht passieren können."

"Bild": "Das Sensations-Comeback von Michael Schumacher. Schumi klang euphorisch. Überglücklich. Und so heiß auf seine Rückkehr, als wollte er noch Heiligabend sein erstes Rennen fahren."

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Kaum hatte Schumacher am Mittwoch seine Rückkehr glücklich wie 'ein Zwölfjähriger' vor der schönsten Bescherung verkündet, da rechneten die Finanzexperten der Branche schon mal den Mehrwert dieses besonderen Menschen in einer besonderen Maschine hoch: Schumacher im Silberpfeil, das schimmert nicht nur golden. Die Einschaltquoten und Zuschauerzahlen an den Strecken werden steigen, Sponsoren werden bereitwilliger investieren, Medien ausgedehnter berichten. Es gibt keinen Zweifel, Schumacher bewegt eine ganze Sportart."

"Hamburger Abendblatt": "Michael Schumacher kehrt nach 19 Jahren zu Mercedes zurück. Ein Stern für den Star."

"Stuttgarter Nachrichten": "Star und Stern sind wieder vereint - Ein Neustart für die Formel 1. Von Michael Schumachers Comeback profitiert die ganze Branche. Zuschauerrückgang, Hersteller-Ausstiege, Skandale: Die vergangenen Jahre waren nicht gerade einfach für die Formel 1. Die Meldung vom Vorweihnachtstag kommt da gerade recht. Das Comeback von Michael Schumacher sorgt für eine Art Neustart."

"Stuttgarter Zeitung": "Formel 1 setzt auf Schumachers Image. Der Dreijahresvertrag des Rekordweltmeisters bei Mercedes soll die gesamte Rennserie beflügeln."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Für die Formel 1 ist es ein wunderbares Weihnachtsgeschenk nach all den Skandalen und dem Streit. Sollte Schumacher gegen Ferrari gewinnen, wäre es ein nationales Drama. Wir wünschen ihm, dass er aus reiner Freude an der Geschwindigkeit zurückgekehrt ist und nicht, um eine entstandene Leere in sich zu füllen. Es gibt nämlich nichts Traurigeres als einen Menschen, der unfähig ist, die Normalität des Lebens zu ertragen."

"Tuttosport": "Schumi entschuldigt sich in einem Brief an die Fans, dass er wieder Deutscher wird."

"Corriere della Sera": "Das wird eine Nostalgie-Formel-1."

"Corriere dello Sport": "Ein Tiefschlag für Ferrari. Schumi kehrt zurück, um alle zu schlagen."

"Il Manifesto": "Ein Comeback, das stinkt."

"La Repubblica": "Ferrari ist stinksauer: Ab heute ist Schumi ein Gegner."

"La Nuova Sardegna": "Er war noch nicht reif für die Pension."

"La Gazzetta di Modena": "Eiszeit in Maranello. Der Kannibale ist wieder da."

SCHWEIZ:

"Blick": "Es juckt ihn wieder. Der Comeback-Wahnsinn, 2. Teil. Nach dem Ferrari-Flop von Valencia im August 2009 will Schumi für 3 Jahre bei Mercedes fahren."

"Neue Zürcher Zeitung": "Michael Schumacher hat sich nach einer überaus erfolgreichen Karriere weder nach dem Comeback gesehnt noch ein solches verzweifelt angestrebt. Die Sterne standen für den Deutschen einfach günstig. Und das ist kein Einzelfall. Spätberufene oder Rückkehrer gibt es in der Historie der Formel 1 viele - aus den unterschiedlichsten Gründen. Fortgeschrittenes Alter war dabei nie ein Hindernis. So musste beispielsweise Juan Manuel Fangio, der Weltmeister von 1951, nach einem Unfall in einem Gipskorsett ein Jahr lang Pause machen. Im Alter von 41 Jahren kehrte er aber zurück - und startete mit Mercedes eine Siegesserie: Noch viermal wurde der Argentinier zum Champion erkoren."

"Tagesanzeiger": "Michael Schumacher ist zurück. Und das mit bald 41. Nach drei Jahren im Unruhestand vollzieht er fast gezwungenermaßen den Rücktritt vom Rücktritt. Denn im Grunde, und das weiß er spätestens jetzt, kann er gar nicht anders leben. Als Privatier und Berater hat er es versucht, doch das kann er auch mit 60 Jahren noch machen. Nun will er wieder zurück ins richtige Leben. Aus seiner Sicht ist das jenes des Vollblut-Rennfahrers: kompromisslos, besessen, perfektionistisch. Er muss wieder alle zwei Wochen richtige Autorennen fahren, diesen Adrenalinkick braucht er, weil er immer ein "Renn-Tier" war - und immer eines bleiben wird."

FRANKREICH:

"Le Figaro": "Eine Rückkehr nicht ohne Risiken. Die Ärzte haben ihm dieses Mal grünes Licht für das Comeback gegeben, aber es bleiben Zweifel, ob er in der Lage ist, die Härten einer ganzen Saison zu verkraften. Die physischen Anforderungen am Steuer in der Formel 1 sind nicht mit denen im Kartsport zu vergleichen."

"Le Parisien": "Ein historisches Comeback. Die Rückkehr von Schumi reiht sich ein in die Liste der berühmtesten Comebacks in der Sportgeschichte - die allerdings nicht immer von Erfolg gekrönt waren."

"L'Equipe": "Schumacher will alles."

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