Homosexuellen soll nicht mehr die Todesstrafe drohen

23. Dezember 2009, 20:21

Nach massiven Protesten von EU und USA - Stattdessen lebenslange Haft für Homosexuelle geplant - Ethik-Minister Buturo: "Es ist vielleicht nicht hilfreich, sie zu töten"

Kampala - Nach massivem Protest von westlichen Staaten rückt Uganda von der geplanten Todesstrafe für Homosexualität ab. Ausführliche Diskussionen innerhalb der Regierung hätten ergeben, dass eine lebenslange Haft besser sei, sagte Ethik-Minister Nsaba Buturo am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Damit bleibe eine Chance zur Rehabilitierung: "Es ist vielleicht nicht hilfreich, sie zu töten". Uganda halte weiter daran fest, dass Homosexualität "eine moralische Perversion ist, deren Verbreitung unterbunden werden muss". Zuvor waren schwulenfeindliche Demonstranten durch Kampala gezogen.

Westliche Regierungen hatten mit Empörung auf die Ankündigung eines Gesetzes reagiert, das für "Wiederholungstäter" und "schwerwiegende Homosexualität" die Todesstrafe vorsah. Der örtlichen Zeitung "Daily Monitor" zufolge versicherte Präsident Yoweri Museveni einem Vertreter des US-Außenministeriums, er werde das Gesetz blockieren. Die Beratungen darüber im ugandischen Parlament sollen im Januar aufgenommen werden. (Reuters)

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17 Postings
Gobi Todic
00
30.6.2010, 08:30
auch hier der bericht

damit man sich von unserer abendländischen religion in uganda ein bild machen kann:

http://www.youtube.com/watch?v=euXQbZDwV0w

Tomás Borge
01
Uganda gerät mehr und mehr in die Herrschaft

obskurer evangelikaler Sekten/Kirchen, zumeist aus den USA gesteuert.

Deshalb dürfen wir uns nicht wundern, was dort mit sexuell anders geprägten Menschen passiert.

Überall in der europäischen evangelikalen Gemeinschaft gibt es Applaus für die Verfolgung von Homosexuellen.

Muzungu
02
27.12.2009, 11:30
Ein kurzer Blick in die Geschichte Ugandas...

Die strikte Verurteilung von Homosexualität beruht zu großen Teilen auf die Geschichte von König Mwanga II und der Christianisierung Ugandas.

Kurzfassung: Mwanga II unterhielt homosexuelle Kontakte an seinem Hof. Durch die Missionierung konvertierten viele seiner „Jünglinge“ zum Christentum und verwehrten sich darauf Mwanga, der diese dann auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ. Die Heiligsprechung dieser Märtyrer – 22 an der Zahl - erfolgte dann 1964 durch Papst Paul VI.

Heute wird deshalb in Uganda oftmals „Mwanga“ auch als Schimpfwort für Schwule verwendet.

Nachlese Mwanga II: http://tinyurl.com/c7xorb
(Wikipedia wird oftmals von diesem „Detail“ bereinigt)

Labradoodle
00
12.7.2010, 13:34

Danke schön :)

accuser
13
24.12.2009, 13:50
"Es ist vielleicht nicht hilfreich, sie zu töten."

Vielleicht nicht hilfreich, Du A....?!

Mir platzt der Kragen, was sind das für Leute? Hat die FPÖ schon eine Splittergruppe in Uganda.

ricko
00
12.7.2010, 18:53

wenn du die FPÖ als solches siehst, solltest du dich vielleicht doch besser einweisen lassen

Tomás Borge
00
...nein, aber die evanglikalen Hassprediger

die sind so ähnlich drauf, wie die durchgeknallten
Prediger in radikalen Ablegern des Islam.

inness robins
00
24.12.2009, 12:10
Verständniss

ein richtiger Schritt in die richtige Richtung!
Ich bin gegen die Todestrafe für Schwule!

suga belly
02
24.12.2009, 18:03


ich bin gegen die todesstrafe aus prinzip.
auch in diesem fall.

mereandor
 
00
24.12.2009, 11:56
Ich warte nur darauf ....

... bis Gerüchte über homosexuelle Handlungen im Regierungskabinett auftauchen ... ;)

captain future
011
24.12.2009, 09:14
Jegliche Entwicklungshilfe und sonstige wirtschafliche Zusammenarbeit sofort streichen!

Weiters Einreiseverbot fuer alle ugandischen Regierungsvertreter in die EU und und und ...

Dann werden sich die Herren 2x ueberlegen ob ihnen ein paar "Schwuchteln" das wirklich wert sind.

Der Zwersch
20
25.12.2009, 08:07

Genau, damit sich in Uganda ja auch bloss nichts an den Umständen ändert...

Gobi Todic
00
30.6.2010, 08:31
okay

schwule, lesben und atheisten aus dem land raus holen ... und dann alle beziehungen abbrechen. sowie hilfen beenden.

Pit Pot
01
24.12.2009, 18:45
Sehe ich ...

... auch so, es müsste Druck von außen kommen, vielleicht ändert sich dann was. Unternehmen die Staaten nichts (Europa, etc), kommt es einer Duldung gleich.

Señor Mascarenas
00
24.12.2009, 00:48
Idioten. Dabei wurde ihre Staatsverfassung in Österreich verfasst.

Ivan Fedorov
02
24.12.2009, 12:58

dann ist ja eh alles klar, oder?

Christoph Karl Steininger
02
24.12.2009, 00:48
Das ist aber tröstlich.

Ob man in Yoweri Musevenis Amt auf die Weihnachtszeit Rücksicht genommen hat? Es ist ein Beweis daß die wunderbare christliche Nächstenliebe dafür herhalten muß daß lebenslange Haft der Todesstrafe vorzuziehen ist!
Eventuelle Vorenthaltungen der Entwicklungshilfe spielen wahrscheinlich gar keine Rolle in der Entscheidung, nicht?

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