"Das Engagement ist akut ausfallgefährdet"

23. Dezember 2009, 18:06
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Ernst & Young konstatierten 2007 einen "zusätzlichen Risikovorsorgebedarf von 121 bis 141 Mio. Euro"

Wien - In der zweiten Datenraum-Phase 2007 führte Ernst & Young bei 61 Kreditnehmern Stichproben durch. Daraus ergab sich "zusätzlicher Risikovorsorgebedarf von 121 bis 141 Mio. Euro". Und: "Wir stellten fest, dass die Hypo an einigen akut ausfallgefährdeten Kreditnehmern über Beteiligungsgesellschaften mittelbar beteiligt ist".

Die Prüfer zerlegten "bemerkenswerte Einzelengagements", etwa die kroatische Aluflexpack Gruppe, an der Hypo Consultans mit 44 Prozent beteiligt waren. Trotz Risikovorsorgen borgte ihr die Hypo im Februar 2007 weitere 15 Mio. Euro, " ... andernfalls hätte die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt werden müssen" . Es ging um 101 Mio. Euro, "das Engagement ist akut ausfallgefährdet, zusätzlicher Risikovorsorgebedarf 50 bis 60 Mio. Euro."

Am Problemkreditnehmer Puris war die Hypo ab 2001 mit 98 Prozent beteiligt. Die Finanzierung (33 Mio. Euro) diente unter anderem dem Umbau eines Schlachthofs der kroatischen Lebensmittelerzeuger. Die Prüfer: "Das Engagement ist akut ausfallgefährdet, wir halten die Erhöhung der Risikovorsorge um sechs Mio. Euro auf 24,5 Mio. Euro erforderlich." (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24./25./26./27.12.2009)

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