Kärntner Hypo-Tochter KHBAG vor Insolvenz

23. Dezember 2009, 17:35
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Klagenfurt - Die Kärntner Holding Beteiligungs AG (KHBAG), eine Tourismusbeteiligungstochter der kürzlich zwangsverstaatlichten Hypo Alpe Adria Bank, steht offenbar vor der Insolvenz. Das berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN)" in ihrer (morgen erscheinenden) Donnerstagsausgabe. Zur KHABAG gehört neben einer Reihe von Golfprojekten das Schlosshotel Velden am Wörthersee. Bei den Verhandlungen zur Rettung der Hypo hatte sich das Land Kärnten beharrlich und letztendlich erfolgreich geweigert, die hundertprozentige Hypo-Tochter für 100 Mio. Euro zu übernehmen.

Laut OÖN sind in der Holding "touristische Renommierprojekte", die der frühere Landeshauptmann Jörg Haider "seiner Landesbank" umgehängt hatte, zwar zu den Kauf bzw. Errichtungskosten mit 100 Mio. Euro in den Büchern. 50 Mio. müssten allerdings umgehend abgeschrieben werden.

Das Blatt zitiert dazu einen Schriftverkehr zwischen der Kärntner Landesholding und der Hypo am 9. Dezember, also fünf Tage vor der Rettung der Bank durch den Bund. Zuerst schrieben die Vorstände der Kärntner Landesholding, Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander, an Hypo-Chef Franz Pinkl, dass eine Grundsatzentscheidung, ob man überhaupt Gespräch zur Übernahme der KHBAG führe, erst nach einer Due Diligence Prüfung getroffen werde. Pinkls Antwort lautete, dass dafür wohl keine Zeit mehr sei, übernehme Kärnten die Projekte nicht, werde der Vorstand pflichtgemäß handeln. Übersetzt heißt das laut OÖN: die KHBAG werde in die Insolvenz geschickt. (APA)

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