Absatz von US-Eigenheimen bricht ein

23. Dezember 2009, 16:48
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Die durchschnittlichen Preise stiegen binnen Monatsfrist auf den höchsten Stand seit Mai

Washington - Die Wirtschaftskrise hat die Hauskäufer in den USA im November in die Defensive getrieben. Die Zahl der verkauften Eigenheime brach um 11,3 Prozent ein, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Aufs Jahr hochgerechnet wurden 355.000 Häuser und Wohnungen verkauft - so wenige wie seit sieben Monaten nicht mehr.

Analysten hatten im Schnitt mit 440.000 verkaufen Wohnimmobilien gerechnet. Zugleich revidierte das Ministerium seine Schätzung für Oktober deutlich auf 400.000 von 430.000 nach unten. Der Dax gab seine Gewinne nach den Daten ab.

"Es sieht für mich danach aus, als ob das mit den auslaufenden Steuervorteilen für Immobilienkäufer zu tun hätte, die seither aber verlängert wurden", sagte John Canally von LPL Financial. Ursprünglich sollte die Steuergutschrift von 8.000 Euro für Häuslebauer im November auslaufen. Der Kongress finanziert das Programm jetzt jedoch bis April 2010.

In dem Bericht waren dennoch positive Signale von dem brachliegenden Markt zu vernehmen. So stiegen die durchschnittlichen Preise binnen Monatsfrist auf den höchsten Stand seit Mai. Zudem sind mit 235.000 so wenige Häuser auf dem Markt wie seit April 1971 nicht mehr. Der Einbruch am US-Immobilienmarkt war Auslöser für die schwerste Rezession in den USA seit den 1930er Jahren. Nach dreijährigen Rückgängen hatte der Immobilienmarkt zuletzt aber Anzeichen für eine Stabilisierung gezeigt. (APA/Reuters)

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