Paszek-Comeback in Auckland

23. Dezember 2009, 15:45
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19-jährige Vorarlbergerin nach über sechs Monaten WTA-Abstinenz: "Es ist ein Neubeginn für mich nach einer schwierigen Zeit"

Dornbirn - Tamira Paszek feiert nach über sechs Monaten ihr Comeback. Die seit kurzem 19-jährige Vorarlbergerin wird nach den Weihnachtsfeiertagen, die sie zu Hause in Dornbirn verbringt, am 27. Dezember zu dem mit 220.000 US-Dollar dotierten WTA-Turnier ins neuseeländische Auckland aufbrechen, wo sie ab 2. Jänner 2010 die Qualifikation bestreiten wird. Danach stehen Hobart und die Australian Open in Melbourne auf dem Programm, wobei Paszek bei beiden Turnieren dank ihres "protected rankings" von 59 im Hauptbewerb steht.

Ihre bisher letzte Partie absolvierte die Dornbirnerin am 15. Juni dieses Jahres in Wimbledon, wo sie in der Auftaktrunde gegen Virginie Razzano (FRA) wegen schmerzhafter Bandscheiben-Probleme hatte aufgeben müssen. Diese Verletzung setzte Paszek über ein halbes Jahr außer Gefecht, Mitte Oktober hat sie in Linz wieder mit dem Training begonnen und dabei hauptsächlich mit dem neuen heimischen Fed-Cup-Kapitän Jürgen Waber gearbeitet.

"Ich habe in den vergangenen zwei Monaten sehr gut und intensiv trainiert. Das Wichtigste ist, dass ich vollkommen schmerzfrei und gut vorbereitet bin. Ich freue mich sehr, dass ich auf die Tour zurückkehren und wieder spielen kann. Es ist ein Neubeginn für mich nach einer schwierigen Zeit", meinte Paszek, die ohne große Erwartungen in die ersten Turniere geht. "Immerhin war ich jetzt mehr als sechs Monate weg, daher fehlt mir auch die Spielpraxis. Ich werde sicher nicht den Fehler machen und ungeduldig sein oder mich unter Druck setzen", erklärte die Vorarlbergerin, die aufgrund ihrer Verletzungspause in der Weltrangliste auf Position 187 zurückgerutscht ist.

Acht WTA-Events und ein Grand-Slam-Turnier kann Paszek nun mit dem "Schutzranking" - also jener Platzierung, die sie vor ihrer Blessur innehatte - bestreiten. "Jetzt habe ich einmal die drei Einsätze in Neuseeland und Australien eingeplant. Dann werde ich entscheiden, wie es weitergeht", meinte Paszek, die sich von ihrem bisherigen spanischen Coach Angel Gimenez getrennt hat. "Ich finde in Linz bei Jürgen Waber ideale Trainingsbedingungen in einem perfekten Umfeld vor", so die Gewinnerin eines WTA-Turniers (Portoroz 2006).

Paszek wird in Hobart und Melbourne von Waber, der auch die heimische Nummer eins Sybille Bammer und seit kurzem auch wieder Melanie Klaffner unter seinen Fittichen hat, betreut: "Tamira hat in den vergangenen Wochen und Monaten sehr hart an sich gearbeitet, aber man darf nicht vergessen, dass sie mehr als ein halbes Jahr nicht gespielt hat. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sie bald wieder dort sein wird, wo sie hingehört. Sie steht vor einem Neustart, für den sie sich sehr professionell und gewissenhaft vorbereitet hat", stellte Waber der Vorarlbergerin ein sehr gutes Zeugnis aus. Eine Entscheidung, ob die Zusammenarbeit über die Australian Open hinaus fortgesetzt wird, wird Paszek nach dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres treffen. (APA)

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    Tamira Paszek kehrt nach über sechs Monaten wieder auf die WTA-Tour zurück.

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