Kein Licht ins Dunkel für Vassilakou

23. Dezember 2009, 15:26
21 Postings

Grünen bereiten Beschwerde beim Bundeskommunikationssenat vor

Wer zu Weihnachten spenden und darüber mit Maria Vassilakou reden möchte, kann die Grünen-Vize voraussichtlich nur privat anrufen: Der ORF hat die Wiener Klubobfrau aus der Spendengala "Licht ins Dunkel" ausgeladen. Dieter Brosz, ORF-Sprecher der Grünen, echauffierte sich am Mittwoch über die Begründung des Senders, der die 2010 anstehende Wien-Wahl als Argument genannt hatte: "Es ist inakzeptabel, dass die ORF-Führung die Sendung 'Licht ins Dunkel' für parteipolitische Zwecke missbraucht."

Schließlich sei Vassilakou die amtierende Vertreterin von Grünen-Chefin Eva Glawschnig, die sich über die Weihnachtsfeiertage ihrer Familie widmet. Überdies habe Vassilakou die Grünen bereits mehrfach bei "Licht ins Dunkel" vertreten - so auch 2004 vor der vergangenen Wien-Wahl. Es sei mithin absurd anzunehmen, dass Politiker die Gala für Wahlwerbung nützen würden, so Brosz.

Die ORF-Führung verstoße somit massiv gegen das Objektivitätsgebot, weshalb man eine Beschwerde beim Bundeskommunikationssenat vorbereite, kündigte der grüne ORF-Sprecher an: "Generaldirektor Wrabetz wäre aufgerufen gewesen, diesem Treiben Einhalt zu gebieten." Dem ORF-Vorschlag, anstelle von Vassilakou Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner zu entsenden, würden die Grünen jedenfalls nicht folgen.

ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser wies die Kritik der Grünen zurück: "Wie seit Jahren haben wir auch heuer wieder die Bundesvorsitzenden der Parlamentsparteien zu einer kleinen Diskussionsrunde im Rahmen der Sendung 'Licht ins Dunkel' eingeladen. Diese Einladung gilt ausschließlich für die Parteivorsitzenden und es ist nicht möglich, dass sich die Parteien aussuchen, wen sie zu dieser Diskussionsrunde schicken", stellte Oberhauser klar. (APA)

Share if you care.