Innsbrucker Medizinuni will wissenschaftliche Schwerpunkte aufbauen

23. Dezember 2009, 15:09
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Drei neue Professoren berufen

Innsbruck - Die Medizinische Universität Innsbruck hat drei neue Professoren berufen und damit am Mittwoch die Nachfolger von drei Abteilungen der Universitätsklinik Innsbruck entschieden. Claudius Thomé ist neuer Chef der Neurochirugie und löst damit Klaus Twerdy ab. Die neu geschaffene Professur Bioinformatik, die im Biozentrum der Med- Uni verankert ist, wird mit Zlatko Trajanoski besetzt. In der Sektion Hygiene und Medizinische Mikrobiologie tritt Cornelia Lass-Flörl die Nachfolge von Manfred Dierich an, der zuletzt vom Unirat unter anderem wegen angeblicher so genannter "In-Sich-Geschäfte" geklagt worden war.

Alle drei neuen Professoren hätten sich bewusst für den Forschungsstandort Innsbruck entschieden, obwohl sie sehr interessante Angebote von anderen Hochschulen erhalten hätten, betonte Rektor Herbert Lochs in einer Aussendung. Die Berufungen ermöglichten "den Aufbau wissenschaftlicher Schwerpunkte, der schon in wenigen Jahren zu neuen Spitzenleistungen sowohl in der Klinik, als auch in der Grundlagenforschung führen wird".

Cornelia Lass-Flörl gilt als Spezialistin für Krankenhaushygiene und Pilzinfektionen. Sie soll die molekulare Diagnostik von Infektionen aufbauen, die es ermöglicht, innerhalb weniger Stunden festzustellen, mit welchem Keim ein Patient infiziert ist. Zlatko Trajanoski ist Bioinformatiker und will dieses Spezialgebiet an der Medizinischen Universität Innsbruck neu aufbauen. Der Schwerpunkt von Claudius Thomé ist die komplexe Neurochirurgie von Gefäßerkrankungen und Neuroonkologie. Er soll in Innsbruck neue Oper ationstechniken mit Neuronavigation und intraoperativer Bildgebung aufbauen.

Die Medizinische Universität Innsbruck mit ihren rund 1.700 Mitarbeitern und rund 3.800 Studierenden ist gemeinsam mit der Universität Innsbruck die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich und versteht sich als Landesuniversität für das Bundesland Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein. An der Medizinischen Universität Innsbruck werden drei Studienrichtungen angeboten: Humanmedizin und Zahnmedizin als Grundlage einer akademischen medizinischen Ausbildung und das Doctor of Philosophy (PhD) Doktoratsstudium als postgraduale Vertiefung des wissenschaftlichen Arbeitens. (APA)

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