Facebook-Boom erhöht Scheidungsrate in Großbritannien

23. Dezember 2009, 14:55

Verleitet angeblich zum Fremdgehen

 Der Boom von Online-Netzwerken wie Facebook treibt die britische Scheidungsrate laut Medienberichten in die Höhe. Anwälte hätten demnach deutlich mehr Aufträge von Eheleuten erhalten, die auf solchen Internetseiten eine Affäre ihres Partners aufgedeckt haben. In jeder fünften Ehetrennung werde ein ausufernder Facebook-Flirt gegenwärtig als Scheidungsgrund angegeben - Tendenz steigend, sagte ein Sprecher einer Anwaltskanzlei dem "Daily Telegraph".

"Die gängigste Ursache scheinen Leute zu sein, die unangemessen über Sex mit Leuten chatten, mit denen sie es eigentlich nicht tun sollten"

"Die gängigste Ursache scheinen Leute zu sein, die unangemessen über Sex mit Leuten chatten, mit denen sie es eigentlich nicht tun sollten", sagte der Geschäftsführer von Divorce-Online, Mark Keenan, dem Blatt. Auch seine Firma könne jede fünfte Scheidung ursächlich mit Facebook verknüpfen.

Die wachsende Beliebtheit privater Interaktionsplattformen verlockt laut Scheidungsexperten immer mehr Menschen, den aktuellen Partner zu betrügen. Gelangweilte Ehefrauen und -männer würden ihre alte Flamme oder die erste Liebe wieder ausfindig machen, kontaktieren und sich mit ihnen unter Umständen auch in der realen Welt treffen. In einem passwortgeschützten Bereich können sich Nutzer intime Nachrichten austauschen, die auf dem eigenen Computer keine verdächtigen Spuren hinterlassen. Gespeichert werden sie auf dem Zentralrechner des Netzwerkes.

Boom

Auch Computerfirmen profitieren dem Bericht zufolge von dem Boom. Mehrere Ehepartner hätten sie beauftragt, die Passwörter zu knacken und so Zugang zum Profil und den Nachrichten ihres Partners zu erhalten. Spezielle Software ermögliche es außerdem, das gesamte Surfen im Internet zu verfolgen.

Facebook gilt mit 350 Millionen Nutzern als das weltweit aktivste Kommunikationsnetzwerk. Jedes zweite Mitglied besucht es täglich, um zu sehen, was "Freunde" auf der weiten Welt - oder in den eigenen vier Wänden - treiben. Eine 35-jährige Britin fand über Facebook heraus, dass sich ihr Ehemann von ihr trennt. Eine 28-Jährige beendete ihre Ehe, nachdem sie herausfand, dass ihr Mann eine Affäre mit einer anderen Frau im Internet hat, die er nie getroffen hat.

Keenan rechnet mit einem britischen Scheidungsrekord im kommenden Jahr. Der Hauptgrund soll allerdings die Wirtschaftskrise und die daraus abzuleitende finanzielle Belastung für die Ehe sein. (APA)

 

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20 Postings
cHL
00
26.12.2009, 18:30

"dass ihr Mann eine Affäre mit einer anderen Frau im Internet hat, die er nie getroffen hat."

eh, und wei soll das gehn? :)

friedrich wilhelm voigt
00
26.12.2009, 12:02
da sieht man mal wieder:

menschen sind nur monogam, solang sich keine gute gelegenheit ergibt!

meineMeinung1969
00
26.12.2009, 10:40
Schon ...

... mal nachgelesen, wer hinter Facebook steht (wenn auch über 2 Ecken)? :-)))

mM

friedrich wilhelm voigt
00
26.12.2009, 11:59

der papst?

meineMeinung1969
00
26.12.2009, 18:28
Mal ...

... auf Wikipedia nachlesen. :-)

mM

friedrich wilhelm voigt
01
26.12.2009, 20:10

aha. keiner von denen ist mir als scheidungsanwalt geläufig

Laird of Glenmore
00
24.12.2009, 12:04
Wie Niavarani sagt, Facebook ist Stasi, nur freiwillig. ;)

MacBrotherhood
20
24.12.2009, 08:33
FaceBook-Der moderne Fluch

Facebook-ein wahrer Fluch, in meinen Augen einer der grössten "Schwachsinnigkeiten" des Internets!
Menschen tauschen Privates aus, haben das Verlangen sich offen mitteilen zu müssen und erkennen nicht die Gefahr! Posten was sie gerade tun, tun werden usw, nur wozu? Lernen Menschen "virtuell" kennen, wozu? All diese Daten werden gespeichert, sind einsehbar und man wird zum gläsernen Individuum!

Harald Schoenknecht
00
24.12.2009, 12:40

"Wozu"?... ernsthaft? Wir leben in einer Gesellschaft narzistischer Persoenlichkeiten, wo der Wert einer Person anhand ihrer Bekanntheit gewichtet wird. Klar das viele Menschen "bekannter" werden wollen. Manche fressen im Fernsehen sogar Insekten dafuer 9-)

PeAcE

Shrike
00
24.12.2009, 01:48
Eine 28-Jährige beendete ihre Ehe, nachdem sie herausfand, dass ihr Mann eine Affäre mit einer anderen Frau im Internet hat, die er nie getroffen hat.

Aha. Interessant, wie man heutzutage Affäre definiert. In der guten alten Zeit war ein physisches Treffen dafür durchaus hilfreich :-)

Señor Mascarenas
12
23.12.2009, 18:34
Dilettantische Exhibitionisten!

Schön
014
23.12.2009, 18:33
Also brauchen wir ein Machtwort

des Papstes: Vor der Ehe kein Geschlechtsverkehr, nach der Ehe kein facebook.

MrE
00
24.12.2009, 11:33
*rofl* nach der ehe ist gut;-)

NACH der ehe wirds eh wurscht sein*ggg* - in der ehe gehört ein verbot!




schöne weihnachten und einen guten rutsch!

Schön
00
24.12.2009, 15:45

Hast recht. Gemeint war: nach der Eheschließung!

Fürn Hugo
 
03
23.12.2009, 18:20
ja aber warum

ja aber warum muss man sich denn immer gleich scheiden lassen wegen eines seitensprunges?

Spiritus Sanctus
01
23.12.2009, 16:46
Enthaltsamkeit mach Gelegenheit!

Wenn es in der Beziehung nicht klappt ist es im Web sehr einfach Kontakte zu knüpfen.

Auch für Männer - das ist der holden Weiblichkeit nicht recht. Nur müssen Männer noch lernen Fremdgehen wie Frauen - die machen das auch - aber viel geschickter.

Mit wem gingen sonst Männer fremd?

Ar Mutschgerl
03
23.12.2009, 15:58
Nicht die Homoehe unterhölt die traditionelle Ehe, sonder die Möglichkeit der Scheidung

Alle, die gegen die Homoehe wettern sollten gegen die Scheidung sein und, voila, ist die Ehe als Institution gleich wieder etwas wert. Lebenslänglich! ;-)

Gschamster Diener, Herr Direktor!
04
23.12.2009, 16:04
Kommen Sie denen doch nicht mit Logik :D

"'It's the Lord's holy word', as my second wife said to my third..."

Gschamster Diener, Herr Direktor!
022
23.12.2009, 15:08

Naja, wenn eine Ehe facebook nicht standhält, hätte sie eventuell gar nicht erst geschlossen werden sollen.

AlBundyFan
 
20
23.12.2009, 15:02
wer im internet "flirtet"

tut nix anderes, als wenn er in einem lokal jmd. anderem schöne augen macht.....ich weiß nicht, was das soll, daß man sich da gleich scheiden lassen will wie im letzten absatz beschrieben.

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