Bio-Öl aus dem Libanon

25. Dezember 2009, 01:21
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    foto: hersteller

    Die Oliven werden von Hand gepflückt.

Das Produkt der Woche wird aus der kleinen Soury-Olive gewonnen, die nach der phönizischen Hafenstadt Sour benannt ist

Olivenöl hat unsere Menschwerdung bekanntlich befördert oder zumindest bei der Ausformung von Kultur, Religion und ähnlichen Gimmicks ziemlich entscheidend mitgeholfen - man denke nur an Jesus am Ölberg, die ölglänzenden Haare griechischer Philosophen oder die Öllampe, mit denen die Römer dem Rest der Welt heimgeleuchtet haben. Der kulinarische Mehrwert ist da ohnehin eine eigene Sache. Weshalb es besonders erfreulich ist, dass es jetzt ein Olivenöl in Bioqualität aus dem Libanon gibt, der als kulinarische Hochkultur bekanntlich in einer Liga spielt, wo die Mitbewerber schon ganz dünn gesät sind.

Mariams Gold wird aus der kleinen Soury-Olive gewonnen, die nach der phönizischen Hafenstadt Sour benannt ist, als eine der ältesten Sorten weltweit gilt und seit mindestens 5000 Jahren vor der Geburt jenes Herren angebaut wird, dessen Fest heute ansteht. Die Oliven werden von Hand gepflückt, was Druckstellen vermeidet und die wertvollen Polyphenole und anderen Antioxydantien erhält. (corti/Der Standard/rondo/24/12/2009)

Mariams Gold Bio-Olivenöl, € 8,95 / 500 ml bei Bio-Markt Maran

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 73
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Em sembla que ara em toca a mi.
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Die Vorfahren des Menschen sollen auch schon Olivenöl hergestellt und verpanscht haben?
Da schau her!

Raubkopierer
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glauben sie mir, da ist nichts verpanscht.

alphabeta_ungesättigt
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Olivenöl, älter als die Menschheit?

Em sembla que ara em toca a mi.
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Von den in Österreich gehandelten Pflanzenölen

sind Olivenöle die am meisten gepanschten und verfälschten, und das zum Teil mit "Erlaubnis" der EU.

uni versalis
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dass in der olivenölbranche soviel getrixt und gelogen

wird wie kaum wo anders, stimmt. allerdings gibt es auch genug saubere produkte. die ganze branche über einen kamm scheren, ist daher vollkommen vermessen.
wer sein öl um 5 € im supermarkt kauft, darf sich nicht wundern (auch wenns ihm schmeckt).

katharina seiser
25
27.12.2009, 16:06
geschmack & herkunft

das öl schmeckt sehr grasig-frisch und auch ganz schön bitter, aber nicht unangenehm. habe es allerdings bei einigen minusgraden im freien gekostet (am karmelitermarkt bei der produzentin selbst). die dort gekaufte flasche habe ich noch nicht geöffnet, kann also über den geschmack bei üblichen bedingungen noch nichts sagen. die produzentin ist in wien lebende halb-libanesin, die die uralten olivenhaine vor einigen jahren von ihrer oma (mariam) geerbt und alles auf bio umgestellt hat. auf mich wirkt das ganze ehrlich & ernsthaft (was mir in dieser kombination bei lebensmitteln immer sympathisch ist).

tramezzino
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der karmelitermarkt ist im libanon?

GiordanoB
31

Afaik ist ein scharfer Geschmack vor allem auf den Befall durch die Olivenfliege zurückzuführen, die schadhaften Früchte wurden dann mitgepresst.

In Hainen die in höheren Lagen angesiedelt sind kommt die Olivenfliege allerdings nicht vor.
Anderswo wird eben oft gespritzt - oder der Geschmacksfehler später als "typisch" verkauft.
Mein Tipp: Mani Olivenöl, im Ggs zu anderen Markenprodukten bin ich damit noch nie schlecht gefahren.

Ben Harissa
11
Mani

schnitt jedenfalls 2006 bei Stiftung Warentest schlecht ab und war thermisch behandelt. Die thermische Behandlung korrigiert Geschmacksfehler die aus einer minderen Qualität resultieren. Ich fand es auch 2008 nicht gut.

http://www.testberichte.de/test/prod... 70443.html

GiordanoB
00
23.1.2010, 20:33
@Ben Harissa

2007 hat Mani aber halbwegs gut abgeschnitten:
"Testsieger 'Altis'. Kein einziges Produkt war vollkommen frei von Schadstoffen. Negativer Spitzenreiter bei der chemischen Untersuchung war ein als Bio-Öl pur angepriesenes Produkt. "Bio ist keine Qualitätsgarantie", meint Franz Floss vom VKI. Genauso wenig ist ein hoher Preis Anzeichen für ein hochwertiges Öl. "Positiv für den Konsumenten: Er muss nicht zu teuren Produkten greifen, um eine gute Qualität zu erhalten." Testsieger - wenn auch nur mit dem Urteil "befriedigend" - ist "Altis" aus Griechenland. Vergleichsweise gut schnitten auch die Öle von "Mani", "Naturata" und "Iliada" ab."

Nachsatz: wobei gut relativ ist, selbst diese teuren Öle waren allesamt nur befriedigend.

GiordanoB
00
23.1.2010, 20:24

Aha, kannte ich nicht, danke!
Richtig eingfahrn bin ich bisher nur mit einem ital. Extra Vergine Öl von Sasso.
War schon penetrant ranzig als ich es gekauft habe (vom Ablaufdatum her theoretisch in Ordnung).

uni versalis
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daraus resultiert aber auch ein verschwinden der "guten" noten,

daher diese viele flachen, matten öle...

danke für den link.

uni versalis
11
nein. scharfer geschmack (zb kratzen im hals) hat

mit olivenfliegebefall nichts zu tun und ist ein qualitätsmerkmal. olivenfliegebefall äussert sich in fermentationsnoten (modrig, ranzig etc.)
es resultiert aus früh geernteten oliven (wenn diese beginnen sich umzufärben) und deutet auf einen hohen gehalt an polyphenolen hin. des weiteren ist das auch sortenabhängig.

Ben Harissa
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Richtig.

Was der Unbedarfte für einen Fehler hält, ist ein Hinweis für Qualität und was für ihn typisch ist, ist meistens ein Geschmacksfehler. Daher halten auch so viele die erwähnten Öle aus dem Supermarkt für gut, tatsächlich ist keines frei von Fehlern.

Kuckenmucken
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Sehr gescheit,

aber obschon man nicht alles essen sollte, was einem schmeckt, so soll man - außer bei notwendiger medizinischer Indikation - keinesfalls etwas essen, was einem nicht schmeckt.

Ben Harissa
01
Ich schrieb nicht das Gegenteil.

Wo lesen Sie, dass die Leute Dinge essen sollen, die ihnen nicht schmecken? Jeder soll konsumieren was er will, nur soll man dann nicht glauben, es handle sich um ein hochwertiges Produkt. Qualität bei Olivenölen ist auch messbar und daher objektiv, die Geschmacksfehler finden sich dann bei den Laborergebnissen wieder.
Schärfe ist kein Geschmacksfehler.

alphabeta_ungesättigt
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Kratzen wird als Fehler und ungut empfunden,
was hilfts, wenns keiner sein soll?
Es schmeckt nicht.

uni versalis
11
und wie es schmeckt. von feinschmeckern und kennern wird kratzen und fruchtigkeit als positiv,

sauber und komplex empfunden (und deuten freilich auf eine sorgfältige produktion und vor allem erstklassiges ausgangsmaterial hin). ranzige, schale und stichige aromen als unangenehm. bei anderen ist es genau umgekehrt. aber gut, ihnen schmecken oxidations- und fermentationsfehler.. es gibt vielleicht auch leute, denen angefaulte früchte besser schmecken als frische, diese sind aber trotzdem nicht für besser zu halten.
ich kann auch nicht einen einfachen tafel- oder landwein für besser empfinden, nur weil 2/3 der leute die komplexität eines guten qualitätsweines gar nicht erschmecken oder mit damit nichts anfangen können. fazit: ihnen schmeckt schlechte qualität besser als gute.

didymos_judas_thomas
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Auch bei organoleptisch von Experten sehr gut beurteilten Olivenölen schlagen verschiedene chemische "Verunreinigungen" nicht immer auf den Geschmack oder Geruch durch. Dies gilt analog auch für andere Lebensmittel.

uni versalis
01
hier geht es nur einmal um eine sensorische beurteilung,

die übrigens gerade bei olivenöl bei der stofflichen analyse fast immer ihre bestätigung findet.
belastungen bzw. chemische verunreinigungen die nicht zu schmecken sind, sind wieder ein anderes thema.
weichmacher zb sind aber sehr oft in jenen ölen zu finden, die auch sonst versagen.

gamma_knife
41
29.12.2009, 21:54

Kauft libanesisches kriegskontaminiertes Olivenöl!

Raubkopierer
11

jaja, krieg ums öl, gehns ham.

Em sembla que ara em toca a mi.
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Gegend um Sur/Sour wurde schon oft bombardiert.

uni versalis
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ja kein kroatisches öl kaufen, da im ehemaligen

jugoslawien bis mitte der 90er jahre krieg herrschte. und aus spanien schon gar nicht, dort bomben eta und manchmal auch die katalanischen separatisten... *kopfschüttel*

Raubkopierer
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und weshalb sind die oliven dann böse...?

ich weiß, einer der olivenbäume ist vor ein paar jahren von einer granate getroffen worden.

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