Runter mit dem Verbrauch

25. Dezember 2009, 18:20
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Das Jahr 2009 wird nicht nur als Krisenjahr in die Geschichte eingehen, sondern auch als Jahr der größten Verbrauchsrückgänge

Nachdem 2008 ein historisches Kraftstoffpreis-Hoch erreicht worden war, schraubten alle Hersteller recht konsequent ihren Flottenverbrauch nach unten. Natürlich auch, weil die EU mit Konsequenzen für Spritverschleuderer drohte und man in vielen Ländern auch tatsächlich damit begann, hohe Verbräuche steuerlich zu bestrafen.

Den geringeren Verbrauch erreichte man in vielen Fällen durch ein Paket an Maßnahmen, von einer längeren Übersetzung über eine verbesserte Aerodynamik bis hin zu einer Start-Stopp-Automatik. BMW hat sich mit seiner Efficient-Dynamic-Strategie, die man auf die ganze Modellpalette ausweitete, besonders hervor getan.

Aber nicht alle Hersteller haben auch seriöse Erfolge vorzuweisen. Es gibt nämlich viele Möglichkeiten, die Motorabstimmung auf den Prüfzyklus hin zu "optimieren". Bringt bessere Werte am Papier, die sich aber in der Praxis nicht niederschlagen. Mitunter im Gegenteil: Noch nie klaffte die Schere zwischen Normverbrauchsangaben und tatsächlichem Verbrauch so weit auseinander.

Damit sind wir auch schon im neuen Jahr: 2010 könnte der Druck auf die Gesetzgeber groß genug werden, um die Einführung eines neuen realitätsnäheren Prüfzyklus zu beschließen. Denn mit der derzeitigen Lösung sind nicht einmal die Autohersteller glücklich. Das einzige, was dagegen spricht: die beschlossenen CO2-Ziele sind dann noch schwieriger zu erreichen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/24./25./26./27.12.2009)

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    Der Benzinverbrauch soll sinken.

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