Lohnverhandlungen: Einigung zwischen KindergärntnerInnen und Stadt Wien

23. Dezember 2009, 12:21
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18 Mio. Euro mehr pro Jahr - Anfangsgehälter steigen überproportional - Gewerkschaftschef Meidlinger: Grenzt an Weihnachtswunder

Wien - Die Bediensteten der Wiener Gemeindekindergärten finden heuer ein Maßnahmenpaket von jährlich 18 Mio. Euro unter dem Christbaum. Nach einem längeren Arbeitskonflikt, der in Demonstrationen gegipfelt war, hat sich die Gewerkschaft nun mit der Stadt geeinigt. "Dieser Erfolg grenzt an ein Weihnachtswunder", zeigte sich der Vorsitzende der Gemeindebediensteten-Gewerkschaft, Christian Meidlinger, mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

Ungeachtet schwieriger Gespräche sei mit dem nun vorliegenden Maßnahmenpaket der große Wurf gelungen. Die Kernforderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und Aufstiegsmöglichkeiten sowie entsprechender Bezahlung seien größtenteils erfüllt. Die Anhebung des Gehalts für die Kindergartenpädagogen wird bereits mit 1. Jänner 2010 vollzogen.

Rund 250 Euro mehr im Monat für Anfänger

Dann erhöhen sich die Anfangsgehälter überproportional um rund 250 Euro im Monat. Bei den Älteren gibt es stattdessen fünf Tage mehr Freizeit im Jahr. Darüber hinaus wird die Zahl der Vorbereitungsstunden von vier auf sechs erhöht, im Sonderkindergarten von sechs auf acht.

Man habe die bei den Demonstrationen vorgebrachten Anliegen der Beschäftigten immer unterstützt. Zugleich sei immer klar gewesen, dass man mit Protest alleine keine Verbesserungen erzielen werde können, so Meidlinger. Mit dem nach harten Verhandlungen erreichten Ergebnis sei die Gemeinde nun wieder attraktiver als Dienstgeber. Anfang der Woche hatte sich die Gewerkschaft GPA-djp für die Pädagogen in Privatkindergärten zu Wort gemeldet. Diese erhalten ab 1. Jänner 2010 um 1,5 Prozent mehr Mindestlohn. (APA)

 

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