Ungewisse Feiertage für Linzer Belegschaft

23. Dezember 2009, 11:04
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350 Mitarbeiter werden im Jänner in eine Arbeitsstiftung eintreten, die Gespräche mit potenziellen Investoren laufen weiter

Linz - Die Linzer Mitarbeiter der insolventen Quelle verbringen Weihnachten in Ungewissheit. Laut Betriebsratsobmann Felix Hinterwirth sind rund 350 von ihnen bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden und werden voraussichtlich am 4. Jänner in die Arbeitsstiftung eintreten. Die erfreuliche Nachricht: Das halbe Novembergehalt und das Weihnachtsgeld sei bereits auf den Konten der Belegschaft eingegangen - für den Gewerkschafter "eine kleine Sensation".

Derzeit seien bereits rund 20 Personen in der Stiftung, erklärte die Geschäftsführerin des Linzer Sozialunternehmens FAB, Silvia Kunz. Von den restlichen warten viele noch ab, was bei den laufenden Investorengesprächen herauskommt und ob von diesen Mitarbeiter übernommen werden. Es könnten bei einem positiven Abschluss der Verhandlungen zwischen 450 und 550 sein. Dann würden noch etwa 500 Mitarbeiter übrig bleiben, denen das Angebot der Stiftung gemacht würde. Man werde sehen, wie viele es annehmen. Sollten die Investorengespräche scheitern, würde sich die Zahl der Personen, für die die Arbeitsstiftung infrage kommt, erhöhen.

Weitere Wellen

Auch sie rechnet damit, dass rund 350 Leute Anfang Jänner in die Stiftung eintreten werden, weitere Wellen sollen Ende Jänner und Ende Februar folgen. Darüber hinaus soll die Stiftung noch länger offen gehalten werden - beispielsweise für Mitarbeiter, die gerade in Karenz sind oder ihren Präsenzdienst ableisten.

Der technische Ablauf funktioniere gut, so Hinterwirth. Es gebe laufend Informations- und Beratungsveranstaltungen für die Betroffenen. Der Schließungsplan des Quelle-Masseverwalters, der bis Ende Februar abgewickelt sein soll, werde eingehalten - "außer es kommt doch noch zu einer Übernahme". Die freien Dienstnehmer, von denen ein Großteil bereits ausgeschieden sei, habe die selben Möglichkeiten wie die Stammbelegschaft, so der Betriebsrats-Chef.

Unsicher ist auch die Situation der Quelle-Shop-Betreiber. Der Abverkauf sei nach wie vor im Laufen und werde sich voraussichtlich noch bis ins neue Jahr ziehen, so ihr Sprecher Johann Sonntagbauer. Derzeit bekomme man Waren geliefert, auch wenn das Sortiment eingeschränkt sei. Wie lange noch, sei ungewiss. Eine Prognose über die Zukunft der Shops wagte Sonntagbauer nicht. Derzeit gebe es nach wie vor Verhandlungen, beispielsweise mit Otto, aber auch mit anderen möglichen Partnern. Die Gespräche würden sich noch bis über den Jahreswechsel ziehen. (APA)

 

 

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    Unsicher ist auch die Situation der Quelle-Shop-Betreiber. Der Abverkauf ist nach wie vor im Laufen.

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