Kommission prüft Constantia-Packaging-Verkauf länger

23. Dezember 2009, 10:49
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Wien - Die heimische Übernahmekommission prüft den Kauf des börsenotierten Verpackungsunternehmens Constantia Packaging AG (CAPAG) durch den US-Finanzinvestor One Equity Partners (OEP) länger als bisher angenommen, nämlich bis 20. Jänner. Ursprünglich war der 5. Jänner genannt worden, doch nun benötigt die bei der Wiener Börse angesiedelte Kommission zur näheren Prüfung der Angebotsunterlage weitere neun Börsetage, wurde am Freitag in einer Aussendung erklärt.

Erst mit Veröffentlichung der Offertunterlagen läuft das Angebot an die Streubesitzaktionäre der CAPAG. Eine konkrete längere Laufzeit soll es schon geben, hieß es dem Vernehmen nach, doch darf die Übernahmekommission derzeit noch keine Inhalte bekanntgeben. Erwartet wurde bisher eine Angebotsdauer zwischen zwei und zehn Wochen.

Wie berichtet hat der US-Investor OEP über seine Tochter Sulipo Beteiligungsverwaltungs GmbH im Oktober für die Übernahme von 66 Prozent der CAPAG rund 429 Mio. Euro geboten. Der Verkäufer, die zur Turnauer Stiftung gehörige Constantia Packaging B.V., will rund 25 Prozent an der CAPAG, zu der auch die oö. Amag gehört, behalten. Der Deal erfolgt vorbehaltlich auch einer abschließenden Einigung in zwei von der Constantia Packaging B.V. abzuschließenden Vergleichen. OEP wurde 2001 gegründet und verwaltet exklusiv für JPMorgan Chase & Co ein Fondsvermögen von rund 8 Mrd. US-Dollar (5,6 Mrd. Euro).

Neuer Aufsichtsratschef

Rainer Zellner, Aufsichtsratschef der Constantia Packaging AG, legt mit Jahresende sein Mandat zurück. Seine Nachfolge wird ab sofort Wolfgang Pfarl übernehmen, der bereits seit Mai 2008 Aufsichtsratsmitglied ist. Zu seinem Stellvertreter wurde Günter Cerha bestellt, ebenfalls seit Mai 2008 im Aufsichtsrat. Zellner begleitete die Industriegruppe seit Mai 2003.

Gründe für seinen Rückzug führte das Unternehmen am Mittwoch keine an. (APA)

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