Abwärme als Energiequelle mit Potenzial

22. Dezember 2009, 20:23
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    fotos: uni-erlangen/lehrstuhl für chemische reaktionstechnik

    Aufbau eines möglichen Wärmetauschers mit Zeolithbeschichtung.

Forscher arbeiten an Wärmetransformatoren für Niedertemperaturabwärme unter 100 Grad Celsius

Erlangen - Effiziente und umweltschonende Verfahren zur Energienutzung könnten einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten. Ein möglicher Weg ist die Nutzung von Niedertemperaturabwärme unter 100 Grad Celsius. Sie fällt bei verschiedenen Prozessen in erheblichen Mengen an. Um diese Art der Energie nutzbar zu machen, sind allerdings einige Problem zu überwinden.

Wilhelm Schwieger vom Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik der Universität Erlangen-Nürnberg beschäftigt sich mit Prozessen zur Transformation von Niedertemperaturwärme und der Entwicklung von Speichermaterialien für Wärme oder Kälte. Um die überschüssige Abwärme, die etwa in Motoren oder durch Sonneneinstrahlung entsteht, nutzbar zu machen, muss sie zuerst umgewandelt und gespeichert werden.

"Wärmetransformatoren, wie sie bisher im Einsatz sind, sind für die meisten Anwendungsfelder nicht leistungsfähig genug", meint Schwieger. "Zum Speichern von Wärme sind Adsorptionsmittel erforderlich, auf deren Grenzflächen Moleküle eines anderen Stoffes haften bleiben, sich dort anreichern und dabei Wärme erzeugen." Derzeit werden Wärmetransformationsprozesse vor allem durch die Verwendung von ineffizienten Adsorbentien limitiert.

Wasser/Zeolith als geeignete Wärmetransformatoren

Das Hauptaugenmerk hat der Forscher auf das Sorptionssystem Wasser/Zeolith ausgerichtet. "Bei diesem ist ein hohes Potenzial zur Transformation von Niedertemperaturabwärme bereits nachgewiesen", so Schwieger. Zeolithe sind natürlich vorkommende oder synthetisierte Kristalle auf der Basis von Aluminium und Silizium. "Sie sind von mikroskopisch kleinen Poren und Kanälen durchzogen und können darin beispielsweise Wasser aufnehmen und beim Erhitzen wieder abgeben, ohne dass ihre Kristallstruktur dabei zerstört wird."

"Zeolithe aus Aluminiumphosphat lassen sich standardmäßig herstellen", erklärt der Experte. "Das erste Muster ist natürlich teurer als eine große Menge." Überzeugt hat die Forscher allerdings die vierfache Kapazität dieser Adsorbentien gegenüber vorherigen Substanzen. "Wir haben eine systematische Herangehensweise auf der Suche nach den geeigneten Materialien unternommen."

Nun wollen die Forscher den Einfluss unterschiedlicher Porensysteme im Hinblick auf ihre Affinitäten zu Wasser systematisch analysieren. Ausgehend von der Entwicklung optimaler Syntheseverfahren ist ein Brückenschlag bis hin zu Anwendungstests vorgesehen. "Vor allem sollen die Struktur-Eigenschaft-Wirk-Beziehungen der zeolithischen Aluminiumphosphate für die Wasserdampfsorption erarbeitet werden, um neue Materialien für effektive Wärmepumpen vorschlagen zu können", so der Forscher. (red/pte)

kleeklee
00
27.1.2010, 23:08
Wissenstransfer

effiziente dynamisch geregelte Wärmepumpen die kühlen und heizen, effizient auch im Teillastbereich in japanischen Häusern längst Standard.

Wir erfinden natürlich das ganze nochmals Neu.

Erich Hofbauer
01
27.12.2009, 13:39

kann am auch bei einer Solar-Klimaanlage verwenden.
http://www.heise.de/newsticke... 58520.html (2007)
Ich habe soetwas aber noch nicht als kaufbare Version gesehen. Noch zwei entwicklungsfähige Dinge, die scheinbar in einen Dornröschenschlaf verfallen sind: Stirlingmotor und Latentwärmespeicher. Letzteren gab es mal für Autos, nur wenn der undicht wurde war das der Tod für den Motor.

Andreas Mittermayer
00
28.12.2009, 11:24
Der Schein trügt
00

zur info:

sunmachine ist vermutlich endgültig pleite.

die entwicklung an der kwb beteiligt war, war ein dampfprozess und kein stirlingmotor. die aktivitäten sind jedoch derzeit eingestellt.

Andreas Mittermayer
00
Zu sunmachine habe ich keine näheren Informationen.


Die Entwicklung der kwb WAR ein Pelletskessel mit Stirlingmotor! Ich kenne den Geschäftsführer der Firma, die die Entwicklng durchgeführt hat (DI Dr. Karl Wolfgang Stanzel).

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