EU reformiert Banken-Richtlinien

22. Dezember 2009, 17:49
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London - Nach dem Handelsskandal bei der französischen Bank Société Générale (SocGen) haben die EU-Aufsichtsbehörden ihren Entwurf für strengere Richtlinien veröffentlicht. Der neue Leitfaden fordert Banken unter anderem zu regelmäßigen internen Kontrollen auf, um Betrugsfälle aufzudecken.

Was die Finanzhäuser gegen Schwindler in ihren eigenen Reihen unternehmen, soll demnach auch in den jährlichen Geschäftsberichten erwähnt werden. Die von der europäischen Bankenaufsichtsbehörde CEBS entworfenen Richtlinien sollen Ende 2010 in Kraft treten.

Bei der SocGen hatte der Händler Jérome Kerviel durch Fehlspekulationen 4,9 Mrd. Euro verwettet. Der Fall war im Jänner 2008 aufgeflogen. Der französische Börsenhändler soll sich als einziger vor Gericht für den größten Spekulationsverlust aller Zeiten verantworten. Die Bank, in deren Namen er das Geld verspekulierte, wurde von den Pariser Untersuchungsrichtern ebenso reingewaschen wie sein Assistent, der ihm bei der Manipulation von Computerdaten geholfen haben soll. (Reuters, bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.12.2009)

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