Asyl

Fischer plädiert für einvernehmliche Lösungen

22. Dezember 2009 14:24

Zur Causa Zogaj hat Fischer ein Gespräch mit Fekter geführt - und ihr gesagt, dass "Rechtsstaat und Humanität in gleicher Weise Ziele sein müssen"

Bundespräsident Heinz Fischer plädiert für eine einvernehmliche Lösung für das Erstaufnahmezentrum im Burgenland - und generell für verantwortungsvolles Handeln in der Asylpolitik. Sowohl mit Ängsten der Bevölkerung müssten die Politiker verantwortungsvoll umgehen als auch mit den Nöten der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. In der Causa Zogaj pochte er im ORF-"Mittagsjournal" einmal mehr darauf, neben der Rechtsstaatlichkeit auch der "humanitären Dimension" Rechnung zu tragen.

Fischer verwies darauf, dass die Entscheidung für das Schubhaftzentrum im steirischen Vordernberg nicht nur von Innenministerin Maria Fekter und dem dortigen Bürgermeister getragen, sondern auch von der Bevölkerung mitgetragen wurde. Im burgenländischen Eberau sei dieser Konsens "noch nicht erzielt". Also müsse man daran arbeiten, auch dort, wenn möglich, Einvernehmen herzustellen.

In der Ausländerpolitik seien die Politiker einerseits gefordert, an Verbesserungen zu arbeiten, wenn Ängste der Bevölkerung eine "echte Grundlage" haben. Andererseits müssten sie sich aber "hüten, noch ins Feuer hineinzublasen". Zur Causa Zogaj hat Fischer, wie er erzählte, ein Gespräch mit Fekter geführt - und ihr gesagt, dass "Rechtsstaat und Humanität in gleicher Weise Ziele sein müssen". (APA)

Recht ist Auslegungssache
23.12.2009 09:47
Oja, wie lieb, er sagt mal wieder was...

Zitat: <dass "Rechtsstaat und Humanität in gleicher Weise Ziele sein müssen".>

Völlig richtig, Herr Fischer.
Aber auch Gerechtigkeit und Chancengleichheit sollten in einem Rechtsstaat selbstverständlich sein. Trotzdem werden die einen mit ein paar Hundertern im Monat "abgespeist" weil sie eben Pech haben, kein Parteibuch haben, kein Vitamin B besitzen und auch sonst keine anderen Möglichkeiten. Und dann gibts wieder andere, die mit 10.000 Euro bzw. dem Vielfachen davon leben dürfen, weil sie eben Glück hatten oder die richtigen Beziehungen.

Skandale, Korruption, extreme und unmoralische Handlungsweisen, unwürdige Mindestpensionen, freche Sonderregelungen für die die es sich richten usw. - da kommt NICHTS von Ihnen?

Würde mich schämen!

stefanie kronberg
23.12.2009 10:36
und nicht zu vergessen...

werden auch noch hochdotierte jobs für ausgelagerte ploitikfreunde kreiert, die keiner benötigt.

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