Asyl

SPÖ Burgenland auch gegen Unterbringung in Kasernen

22. Dezember 2009, 13:32

Landesrat Bieler: "Hände weg" von den Standorten in Oberwart und Pinkafeld

Die SPÖ lehnt ein Asyl-Erstaufnahmezentrum im Burgenland ab. Alternativen zum Standort Eberau werden offenbar nicht in Betracht gezogen. Zu Überlegungen, Asylwerber womöglich statt in Eberau in den Kasernen von Oberwart und Pinkafeld unterzubringen, sage man "ein ganz klares Nein", so Landesrat Helmut Bieler von der SPÖ am Dienstag.

"Weder Oberwart noch Pinkafeld haben um diese Aufnahmestelle angesucht", so Bieler, der mit den Bürgermeistern Gerhard Pongracz und Kurt Maczek eine Pressekonferenz gab. "Wir fordern die Ministerin auf: Hände weg von den Kasernen in Oberwart und in Pinkafeld. Wir wollen nicht, dass durch diese Diskussion, die auf ihr Versagen zurückzuführen ist, die Menschen verunsichert werden."

Man sorge sich auch darum, "dass der Standort für Investoren unattraktiv wird" und dass die touristische Entwicklung in Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach durch die Diskussion gefährdet sei.

Das Burgenland erfülle "im Gegensatz zu etlichen anderen Bundesländern" die Aufnahmequoten für Asylwerber, so Bieler: "Würden alle Bundesländer diese Quote erfüllen, wäre kein drittes Zentrum im Süden Österreichs notwendig." Gleichzeitig räumte der Landesrat ein, dass das Burgenland die Quote derzeit nur zu etwa 90 Prozent erfülle. Man habe sie aber auch schon überschritten. Im Prinzip habe man "alle Auflagen erfüllt".

"Als Hilfestellung für die Frau Bundesminister: Burgenland ist im Osten und nicht im Süden. Auch, wenn sie im Südburgenland ist, ist das trotzdem der Osten Österreichs", meinte Bieler. Man müsse der Ressortchefin daher vorwerfen, "dass sie entweder die Geografie Österreichs nicht kennt oder eben parteitaktisch vorgegangen ist." In der Steiermark versuche die ÖVP, den SPÖ-Landeshauptmann bei der nächsten Landtagswahl zu kippen. Für Kärnten gebe es offensichtlich zwischen ÖVP, BZÖ und den Blauen ein Stillhalteabkommen, "dass sie das dort nicht machen".

Bieler verwies auf die geplante Volksbefragung in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Er sei "überzeugt davon", dass sich die Bevölkerung gegen ein Erstaufnahmezentrum aussprechen werde. Fekter solle die Asylverfahren so beschleunigen, dass es nicht zu so langen Wartezeiten komme, die zum Großteil Ursache für die Situation seien, so Bieler. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 56
1 2
Kuckenmucken
00

Oberwart und Pinkafeld haben mit dem im Koalitionsabkommen vereinbarten "Süden Österreichs" nichts zu tun.

Gemurr Gemurr
00
23.12.2009, 23:53
Zu viel Blödsinn auf eimal. / Wahlkampf und die Angst der Koalition vor vor den Blauen

Würde die Burgenland-SPÖ sich die Zeit nehmen, auf die Asylantenkoordination zu hören, hätte sie den Trumpf bereits in der Hand:

http://derstandard.at/125928252... cht-noetig

Wer seine vertraute Umgebung = Heimat verlassen muss, ist schlimm dran. Frage: Wieso gibt es so viele Burgenländer in den USA?

Aus Angst vor der FPÖ ignorieren SPÖ/ÖVP die grundlegensten Prinzipien der Menschlichkeit. Ein Armutszeugnis!

Moll Cutpurse
02
23.12.2009, 12:46

das hat also schon seine gründe, warum die fpö im burgenland so schwach ist...

Der Konterspieler
 
50
23.12.2009, 09:08
Landeshauptmann Niessl vom BZÖ

Ich wais wo dein Haus wonnt, Censur!
16
23.12.2009, 10:25
Schau Bobo, wenn ihr das macht, dann dürft ihr auch auf die Burgenländer schimpfen:

In der Josefstadt wo die durchgeknallten grünen Bobos wohnen, wäre auch ein wunderbarer Stand für das Erstaufnahmezentrum. Bemüht euch darum ...

Da würdet ihr euch gleich wohler fühlen im aufgefrischten Multikultimileu.

Aber das wollt ihr eher nicht, weil Platzprobleme und so ....., stimmts?


Der Konterspieler
 
40
23.12.2009, 11:35
Niessl=Dörfler und SPÖ-B=BZÖ-K=FPK

beide parteien sind frenetisch gegen einasylerstaufnahmezentrum in ihrem land.

kärnten: hypo alpe adria
Burgenland: bank burgenland

bzö kärnten: antislowenisch
bzö burgenland: anti burgenland-kroatisch.
das bzö-burgenland hat nach dem zweiten weltkrieg die assimilierung der burgenlandkroaten erfolgreich fortgesetzt.

das sind die nackten tatsachen, die man anerkennen muss, egal welche meinung man zum geplanten asylerstaufnahmezentrum in eberau hat.

Ich wais wo dein Haus wonnt, Censur!
00
23.12.2009, 16:11
Gääähhhn!

Der Konterspieler
 
00
23.12.2009, 16:16

Gute Nacht

Kubaner
22
23.12.2009, 08:36
Widerspruch

Sich für die Zogais einsetzen aber gegen Asylaufnahmezentren? Verlogener und trottelhafter kann die Politik nicht mehr sein!

True Earl Grey
21
23.12.2009, 06:05
Es zeigt sich also,

dass nicht das Procedere Fekters für die burgenländ-ischen Sozialisten das Problem darstellt, sondern ein
Erstaufnahmezentrum aus populistischen Gründen,
Angst vor den Blauen, abgelehnt wird. So schaut die
Wahrheit aus.

die FPÖ wird davon profitieren. Man geht zum Schmied, nicht zum Schmiedl.

ta tü
11
23.12.2009, 02:41

1. gut so, dass man sich von der in asylfragen schrecklich agierenden innenministerin nichts vorschreiben lässt. sie braucht platz für neuankömmlinge und hat keine lust, ort und art der unterbringung breit diskutieren zu lassen. schade. das wäre nämlich AUCH bildung. denn viel wissen nicht, welche stationen anerkennte flüchtlinge durchmachen müssen.
2. diese herkömmlichen "lager" sind schrecklich. menschen werden zusammengefercht und wie tiere im gehege eingesperrt. schlimm, dass das heutzutage nicht anders möglich ist.

Andy452
00
22.12.2009, 23:23
Was...

haben die dem Bieler in den Tee getan?

Burgenland erfülle die Quote, aber dann doch nur zu 90%. Südburgenland ist nicht Süden Österreichs. Aber alle Alternativvorschläge ablehnen.

Meine Güte, ist der Mann kooperativ! Langsam wundert es mich nicht, wieso Fr. Fekter das Vorhaben an diesen Herren vorbeitragen wollte.

Mucius Valerius Scapula
02
22.12.2009, 22:37

Jawoll. Offene Xenophobie jetzt auch von der SPÖ. Zeichnet sich da der nächste Zusammenschluss ab? National, sozial, lila?

paradiselost
01
22.12.2009, 22:27
... wartet noch damit!

und noch eins: die debatte läuft wieder einmal in die falsche richtung: angst vor „kriminellen asylanten“ wächst auf dem boden von mangelnder information und aufklärung. und das im zeitalter der totalen kommunikation. und das vorweihnachtliche zitat von der „herbergsuche“ zielt auch auf falsche sentiments ab. flüchtlinge und asylanten befinden sich in einer extremen ausnahmesituation. zunächst ist zu fragen, was sie benötigen, um sich wieder in einer „normalität“ zurechtzufinden. und dann, wie wir ihnen das benötigte am besten anbieten können. schließlich muss das projekt gemeinsam mit allen betroffenen – also auch uns bürgern – umgesetzt werden. so profitieren alle davon – wir nämlich auch. als menschen.

Ich wais wo dein Haus wonnt, Censur!
05
23.12.2009, 06:36
Da sie ja voll informiert sind,

könnten sie vielleicht Standorte in der Nähe ihres Zuhauses nennen.
Das wär doch was - eine richtige Bereicherung!

paradiselost
02
22.12.2009, 22:26
ihr nennt uns menschen...

ich frage mich allerdings langsam, wie viele menschen in den jahren 1933 – 1945 überlebt hätten, die wegen der „ordentlichen“ bevölkerungspolitik in deutschland und österreich damals quer durch den kontinent und über die ozeane fliehen mussten. man kann zwar aus der geschichte nicht unmittelbar im verhältnis 1:1 lernen, aber ich habe doch geglaubt, dass in den letzten 65 jahren denken in humanen und solidarischen dimensionen weiter entwickelt worden sei. irrtum, sagte der igel…

Oscar W
00
22.12.2009, 22:19
wow das ich das mal erlebe....

die spö wird mit der fpö verglichen und die övp wird nicht gebascht

was heißt das sie gute arbeit leistet und vom standard forum gelobt wird (sie wird dadurch gelobt indem sie nicht gebasht wird)

Alexander Reiter
00

Und warum? Weil man sich von der SPÖ eine gewisse Grundhaltung erwartet, während von Fekter und FPÖ kaum was überraschendes kommt.

wiesengarten
01
22.12.2009, 22:16
Es geht nicht um die Beschleunigung von Asylverfahren

Eine Volksbefr. im Burgenland ist sinnlos, denn wie sollen die BürgerInnen auf die Suggestivfrage "Wollen Sie ein Asylzentrum in Eberau" antworten? Manche Fragen darf der Gesetzgeber dem Volk nicht stellen, dafür wählen wir PolitikerInnen, von denen wir annehmen, dass sie mehr Durchblick haben als der/die DurchschnittsbürgerIn. Man kann das Volk auch nicht zur Wiedereinführung der Todesstrafe bei besonders krassen Delikten befragen, das hat schon Kreisky gesagt.
Der Vorgang hier ist besonders bösartig. Flüchtlinge werden am äußersten Rand Österreichs kaserniert, dürfen den Bezirk nicht verlassen und haben keinen Zugang zum Recht mehr.
Das Burgenland hat vom EU-Beitritt sehr profitiert, mit diesem Asylzentrum werden alle Standards unterboten

Joe Jo
01
22.12.2009, 21:37
Und über den H.C. schimpfen...

jaja...so schnell holt einen die Realität ein.

Quantensprung
00
22.12.2009, 19:36
Ist der Bieler wo ang'rennt?

Der Vorschlag für die Kasernen Pinkafeld und Oberwart kam nicht von der Ministerin sondern von der Bevölkerung in Eberau.

Sire de Vienne
22
22.12.2009, 19:15
jaja, die Sozen überholen rechte Recken rechts!

Xandar.
12
22.12.2009, 23:17
Mich störts nicht,

dich? stupido?

stefan97
23
22.12.2009, 18:44

Ich wohne in einer der angesprochenen Ortschaften. Ich würde den Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund bei uns auf ca. 10% schätzen. Die meisten sind Muslime, geflüchtet während des Krieges aus Bosnien. Ich kenne viele dieser Familien recht gut, ihre Kinder gehen bei uns die Schule und sind in den Vereinen aktiv.

Ich bin froh, dass diese Leute da sind, weil sie unser Leben bereichern!

Ich würde es ihnen auch wünschen, wenn sie die Möglichkeit hätten, ihren Glauben öffentlich zu leben, weil ich als Evangelischer selbst einer Minderheit angehöre und meine Vorfahren bei ihrer Glaubensausübung unterdrückt wurden.

Ich bin aber gegen ein Asyl-Aufnahmezentrum in einer Kaserne, weil hier ein Ghetto geschaffen werden würde.

stefan97
01
23.12.2009, 07:51

Genau deswegen bin ich ja gegen ein Asyl-Aufnahmezentrum in einer Kaserne, weil man hier nur Traiskirchen kopieren und unnötig Unruhe in unser friedliches Zusammenleben bringen würde.

Zu meinen Träumereien:

Auf dem Land, wenn die Leute sich nicht von Strache und Co aufhetzen lassen, kann die Integration sicher besser funktionieren als in der Stadt. Durch die Durchmischung, die es auf dem Land automatisch gibt, können sich die Menschen schneller und besser in die Gesellschaft integrieren.
In der Stadt hingegen kommt es oft zur freiwilligen Ghetto-Bildung.

Diese "Klumpenbildung" hat es übrigends auch unter den europäischen Auswanderern in Amerika gegeben, deswegen galt Chicago lange Zeit als größte burgenländische Stadt.

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