Kariesbremse von Klein auf

22. Dezember 2009, 12:59
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Zahnpasta mit Fluoriden gilt als wichtigste Kariesprävention vom ersten Zahn an

Frankfurt/M. - Wer sich unregelmäßig und dann auch noch mit einer Zahnpasta ohne Fluorid die Zähne putzt, bei dem ist laut einer Aussendung des IME (Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten) Karies vorprogrammiert. Dieses Fazit zog Christian Splieth von der Universität Greifswald in seinem Vortrag auf dem jüngsten Kongress des WHO-Kollaborationszentrums
„Prävention oraler Erkrankungen" in Weimar. Denn, so der Experte, der Einsatz von Fluoriden ist das einzige Mittel, das nachweislich zum erfolgreichen Kariesrückgang der letzten Jahre beigetragen hat. Zahnpasta mit Fluoriden ist für ihn die wichtigste Schutzmaßnahme vor anderen Fluorid-
Anwendungen.

Zusammenhang Ernährung und Karies nicht bewiesen

Nicht bewiesen hingegen ist, so Splieth, dass man mit der richtigen Ernährung Karies verhindern kann. Lediglich bei der Milchzahnkaries spielt der Inhalt des Fläschchens eine Rolle. Doch entscheidend für gesunde Kinderzähne, und auch für die später bleibenden, ist letztlich konsequentes Putzen mit einer
altersgerechten Bürste von Babys erstem Zähnchen an. Das sollte zweimal täglich, am besten morgens und abends, zur Gewohnheit werden. Dazu sollte abends bereits eine winzige Menge Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid verwendet werden. Der Wissenschaftler bedauerte, dass dieser Grundsatz noch immer zu wenig beachtet wird. Sein Rat an Eltern mit Kleinkindern: Regelmäßige Zahnputzrituale im Alltag verankern. (red)

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