Eingetragene Partnerschaft

Keine Zeremonie im Trauungssaal in Graz

22. Dezember 2009, 12:27

Für Grüne Vizebürgermeisterin Rücker "Schlag ins Gesicht" - Siegfried Nagl lässt Trauungssaal geschlossen, keine Zeremonie

Graz - Nachdem Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) am Montag bekanntgegeben hat, dass der Trauungssaal im Grazer Rathaus für homosexuelle Paare geschlossen bleiben wird, hat sich am Dienstag Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne), die selbst offen lesbisch lebt, enttäuscht gezeigt: "Dass eine feierliche Zeremonie nicht möglich ist, ist für mich ein Schlag ins Gesicht." Der Grazer SP-Chef und Stadtrat Wolfgang Riedler forderte eine Öffnung des Trauungssaals.

Riedler bezeichnete die Vorgangsweise von Nagl als "unwürdige Posse". "Wir stellen uns voll hinter die Wünsche und Forderungen der schwul-lesbischen Community: Der Trauungssaal muss auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden," so der Stadtrat in einer Aussendung. Auch in anderen Städten wie Wien, Linz und Salzburg sei zum Teil sogar eine Zeremonie in feierlichem Rahmen wie etwa im Schloss Mirabell möglich, aber in der "Menschenrechtsstadt" Graz nicht. Er verstehe nicht, wie sich der grüne Regierungspartner derart "vor den konservativen Karren" spannen lassen könne.

Thema für Rücker noch nicht abgeschlossen

Vizebürgermeisterin Rücker indes versicherte, dass das Thema für sie noch nicht abgeschlossen ist. Sie sei aber nicht überrascht gewesen, dass Nagl den Trauungssaal nicht öffnen will: "Es war für ihn eine große Sache, überhaupt das Rathaus mit dem Mediacenter bereitzustellen." Er habe damit den Unmut einiger erzkonservativen Parteimitglieder auf sich gezogen, dabei hätte er sich einfach in die Pläne der anderen Landeshauptstädte einreihen können, meinte die Vizebürgermeisterin im Gespräch.

Was sie persönlich aber schon treffe, sei die Tatsache, dass ihr Regierungspartner die Zeremonie - auch im Mediacenter - offenbar nicht dulde und auch externe Eintragungen wie etwa im Schloss Eggenberg nicht möglich seien. Nagl müsste dazu lediglich Säle zu Bezirkverwaltungsräumen erklären, dann könnte ein Beamter dort die Eintragung vornehmen, meinte Rücker: "Unter den momentanen Bedingungen würde ich keine Eintragung in Graz machen." Ob sie selbst mit ihrer langjährigen Partnerin den Schritt wagen werde, bleibe aber Privatsache.Seitens des Universalmuseum Joanneum, Verwalter des Schloss Eggenberg, hieß es am Dienstag, dass das Angebot für eine zeremonielle Abwicklung in dem Barockbau nach wie vor stehe. Man hoffe, dass sich in der Sache noch etwas tue, so Sprecherin Sabine Bergmann. (APA)

 

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bar aufs handerl
00
30.12.2009, 14:49

jaja, die stadt der volkserhebung. im februar wird es - dank der vizebürgemeisterin - dafür eine ausstellung zum schwulen und lesbischen l[i]eben in der steiermark geben, im volkskundemuseum, die ein jahr laufen wird.

Martin Stettner
00
29.12.2009, 01:43
Na,

da hat ja wieder mal die crème de la crème des derStandard-Forums Freigang bekommen ...

Leo Laokoon
50
28.12.2009, 10:01
Einen Schlag ins Gesicht hat sie bekommen?

Ich empfehle ihr dringend in einem Frauenhaus Schutz zu suchen und möglichst lange dort zu bleiben.

Henry Flower
02
30.12.2009, 10:36
ich tat ihr eher empfehlen,

zurückzutreten.

möglichst gezielt und von mir aus mit spitzem schuhwerk ...

wrkskrfz1
10
27.12.2009, 17:29
regt euch ab...

wenn es mal eine lesbische oder schwule Familienministerin gibt, wird sich das schon ändern. Einen Verteidigungsminister, der nie beim Heer war, gibts ja auch schon.
Kommt Zeit, kommt Rat....

Die dritte Seite der Medaille
01
31.12.2009, 02:13

Sehe ich das richtig, dass Sie meinen, Lesben und Schwule können keine Familie haben?

barro
24
26.12.2009, 01:14
also dieses ganze Theater ist doch wirklich nur mehr peinlich....

absolute Gleichstellung, was sonst...für was gibt es übrigens überhaupt noch einen Trauungssaal. Die Heiratsurkunde sollte man sich in Zukunft am Schalter holen können, die durch zwei Unterschriften ihre Gültigkeit bekommt und basta!

True Earl Grey
114
23.12.2009, 18:55

Es handelt sich um einen Trauungssaal und keinen
Verpartnerungssaal. Punktum.

galiontariaho
211
23.12.2009, 22:12
i find das immer lustig..

wenn man eine diskriminierung mit der diskriminierung erklärt..
ist so wie:
homosexuelle dürfen keine kinder adoptieren. weil homosexuelle keine kinder haben, sind sie auch nicht so viel wert für die gesellschaft.

ist im grunde so, als würde ein türsteher jemandem ein blaues aug schlagen und ihm daraufhin den zutritt zum lokal verwehren, weil niemand mit einem blauen aug rein darf...

Freigeistin1
103
24.12.2009, 14:46

Homosex. können nun einmal keinen Nachwuchs zeugen, daher sollten sie zwar rechtl. abgesichert sein (wie es ja jetzt mit diesem Gesetz auch passiert), aber sicher nicht der Ehe gleichgestellt werden.

Jörg Schmidt XS
24
26.12.2009, 14:31

viele homosexuelle (ca. 10,000 regenbogenfamilien) ziehen bereits gemeinsam kinder auf. der nicht leibliche elternteil ist rechtlich eine fremde person (stichwort: unterhaltsrecht, stichwort erbrecht). hier bestraft man die kinder, sonst niemanden.

außerdem gebe ich zu bedenken dass es die künstliche befruchtung gibt die heterosexuellen offensteht. wir sollten daran interessiert sein möglichst viel nachwuchs in ö zu haben und sollten das entsprechende verbot aufheben. alle renommierten psychlogischen als auch psychiatrischen dachverbände sprechen sich für die aufziehung von kindern durch homosexuelle auf.

galiontariaho
13
25.12.2009, 18:29
noch wurde mein beitrag nicht veröffentlicht..

also sorry, falls es doppelt gepostet wird..

aber ganz ist mir nicht klar, wie ihre these mit der vermählung zeugungsunfähiger einher geht.

bzw. wieso sie hier gänzlich ignorieren, dass es bereits heute tausende regenbogenfamilien gibt. warum ist ihnen die rechtliche sicherheit dieser kinder kein anliegen?

alles andere, als eine rechtliche gleichstellung, wäre reine scheinheiligkeit und unlogisch, auch wenn es noch ein weiter weg ist, aber die fehlenden argumente der gegner zeigen bereits, in welche richtung es gehen wird ;)

barro
24
25.12.2009, 17:28
ich möchte ihnen nicht zu nahe treten, aber haben sie sich in ihrem nick etwas vertippt, wollten sie sich nicht "freiheitlichin1" nennen...

ihre Theorie erschöpft sich doch in sich selbst, es gibt doch genug Heteropaare, die auch keine Kinder zeugen können. Nach Ihrer Theorie müssten diese dann auch in einem Nebenraum eine eingetragene Partnerschaft eingehen.
Da sie scheinbar die strikte Trennung wollen, müssten sich alle Paare die eine Ehe eingehen wollen sich zuerst einer Fruchtbarkeitsuntersuchung unterziehen. Erst wenn diese positiv ist können sie die Hl. Ehe eingehen.
Ist Ihnen nun klar wie absurd Ihr Argumentationversuch doch ist.

True Earl Grey
90
27.12.2009, 09:31
Ihre Argumente,

obwohl hochgradig unsinnig, werden in diesem Forum
bis zum Erbrechen wiederholt. Es kommt nicht darauf
an, ob ein einzelnes Ehepaar ein oder mehrere Kinder
in die Welt setzt. Aus der Sicht der Gesellschaft kommt es darauf an, dass eine sozial verträgliche
GEBURTENRATE erzielt wird, da sonst soziale
Verwerfungen zu befürchten sind. Dazu tragen homosexuelle Beziehungen naturgemäß nichts bei.
Daher die unterschiedliche Behandlung von Ehe und
homosexuellen Partnerschaften.

Die dritte Seite der Medaille
11
31.12.2009, 02:21

Punkt eins: Natürlich tragen auch Homosexuelle Paare zur Geburtenrate bei: Künstliche Befruchtung, Adoption und Versorgung von Kindern aus früheren Partnerschaften helfen dabei enorm.
Da mit dem Eherecht ja auch ein Recht auf künstliche Befruchtung und Adoption einhergeht, würde eine echte Homoehe sicher die Geburtenrate steigern.

Zweitens ändert sich durch eine Gleichstellung von Homosexuellen ja nichts an der bestehenden rate von Hetereoehen und deren Geburten. Die Heteros bekommen ja nicht auf einmal weniger Kinder, nur weil Schwule heiraten dürfen.

Sie versuchen doch nur ihre Homophobie durch Argumente zu verschleiern. Gelingt nur nicht so gut.

True Earl Grey
00

Falls Sie glauben durch künstliche Befruchtung von
lesbischen Frauen (~1-2% der weibl. Bevölkerung)
eine signifikante Erhöhung der Geburtenrate erwarten
zu können, dann sind Sie am Holzweg. Darüber hinaus
muß man natürlich das Wohl der Kinder im Auge haben.

Die dritte Seite der Medaille
00

Aber jeder Psychologe, der sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt hat, wird ihnen bestätigen, dass Kinder in homosexuellen Beziehunen genauso gut oder schlecht aufwachsen wie in Heterosexuellen.
Für das wohl der Kinder ist es vollkommen wurscht, welches Geschlecht die Bezugspersonen haben und in welcher biologischen Beziehung sie zum Kind stehen, solange sie das Kind wirklich gerne haben, Stabilität und sicherheit bieten und was halt noch so zu einer schönen Kindheit dazugehört.

barro
13
27.12.2009, 17:04
Gut so Herr Earl Grey, brechen Sie nur den ganzen ewig gestrigen Dreck aus sich heraus, damit

Sie in Ihrem Kopf mehr Platz für zukunftsweisendere Gesellschaftmodelle bekommen!!

True Earl Grey
30
28.12.2009, 18:08
Vermutlich haben Ihre "Gesellschaftsmodelle"

dasselbe Niveau wie Ihre Gossensprache.

barro
02
29.12.2009, 01:41

:-)

galiontariaho
24
27.12.2009, 14:24
sie wissen aber schon..

dass ihresgleichen homosexuellen etwa künstliche befruchtung verbietet...

sie wissen aber schon, dass in ihrer hochgradig unsinnnigen argumentation, sie es gleichzeitig über 60-jährigen gestatten sich zu vermählen, genauso wie paaren, die von natur aus keine kinder bekommen können.

also hier reicht selbst ein kleiner funke hausverstand, um zu erkennen, wer hier mit unsinniger argumentation sich hochgradig lächerlich macht..

abgeseshen davon, dass es in unserer gesellschaft nicht ausschließlich ums zeugen, sondern auch um das aufziehen geht.

aber ihr richtet ja eure peinlichen argumente nach dem wind...

True Earl Grey
40
28.12.2009, 06:21
Ich rate Ihnen

sich die Fähigkeit des sinnerfassenden Lesens anzueignen. Im Lichte meines Beitrags würde sich dann das irrelevante Bsp. der 60-jährigen erübrigen.

Dass künftige demografische Probleme durch die
künstliche Befruchtung von lesbischer Frauen gelöst
werden könnten, können Sie doch unmöglich selbst glauben! Derartige Experimente auf Kosten von Kindern mögen uns erspart bleiben.

Henry Flower
00
30.12.2009, 10:39
sind in vielen ländern erlaubt,

und den kindern geht's so gut wie anderen auch.

barro
02
28.12.2009, 19:15
oje, sie hören sich an wie ein Provinzpfarrer aus dem 19 Jhd.!!!

True Earl Grey
10
29.12.2009, 05:20
Religion ist meine Sache nicht!

Ich bin konfessionsfrei.

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