Hamas fordert 1.000 Gefangene für Shalit

22. Dezember 2009, 10:06
27 Postings

Israel hat Vermittler zu weiteren Bemühungen aufgefordert

Jerusalem - Die zähen Verhandlungen unter deutscher Vermittlung über einen Gefangenenaustausch in Nahost gehen weiter. Der israelische Rundfunk meldete am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise in Jerusalem, Israel habe der radikalen Hamas-Organisation die Antwort auf einen neuen Einigungsvorschlag übermittelt. Der innere Kabinettskreis um Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte nach langen Beratungen in der Nacht auf Dienstag den israelischen Vermittler Chagai Hadas angewiesen, seine Bemühungen um eine Freilassung des Soldaten Gilad Shalit fortzusetzen.

Shalit war vor dreieinhalb Jahren von militanten Palästinensern unter Hamas-Kommando in den Gazastreifen entführt worden. Die im Gazastreifen herrschende Hamas fordert für Shalits Freiheit die Freilassung von etwa 1.000 palästinensischen Häftlingen.

Die israelische Zeitung "Haaretz" schrieb, Israel stimme dem Gefangenenaustausch grundsätzlich zu. Man sei jedoch gegen eine Rückkehr von Palästinensern, die an tödlichen Anschlägen beteiligt waren, ins Westjordanland. Sie sollten stattdessen in den Gazastreifen oder in Drittländer verbannt werden. Sollte die Hamas dem zustimmen, werde die gesamte israelische Regierung einberufen, um die Vereinbarung zu billigen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    In Israel hofft man seit Jahren auf die Freilassung des Soldaten Gilad Shalit.

Share if you care.