Schneechaos in Norditalien, Soldaten im Einsatz

22. Dezember 2009, 09:27
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Tausende harrten in der Nacht auf Mailänder Flughäfen aus - Zivilschutz rät von Reisen ab

 Schnee und Eis haben die Stadt Mailand zeitweise völlig lahmgelegt. 600 Soldaten wurden vom Verteidigungsministerium in die lombardische Metropole geschickt, um die Straßen vom Schnee zu befreien. Hunderte Passagiere saßen in der Nacht auf Dienstag auf dem größten Mailänder Flughafen Malpensa fest, der auch eine wichtige Drehscheibe im europäischen und internationalen Luftverkehr ist.

Der Flughafen Malpensa bleibt vorerst bis Dienstagnachmittag geschlossen. Der zweite Mailänder Airport Linate blieb über Nacht ebenfalls gesperrt. Rund 1.000 Passagiere, die vom Airport Orio al Serio östlich von Mailand abfliegen wollten, mussten die Nacht im Flughafengebäude verbringen. Die "gestrandeten" Passagiere wurden mit Essen und Trinken versorgt.

Auf dem gesamten norditalienischen Bahnnetz kam es am Dienstagvormittag zu erheblichen Verspätungen. 1.000 Kilometer Autobahn sind verschneit. Auf den Apenninenpässen sind Schneeketten notwendig. Der italienische Zivilschutz appellierte an die Italiener, am Dienstag keine Reisen zu unternehmen.

Während Norditalien im Bann des Schnees steht, kam es auf Sizilien zu heftigen Regenfällen. Windböen waren vor allem in der Gegend von Palermo ein Problem: Bäume wurden entwurzelt, und wegen des starken Windes konnten Flugzeuge in Palermo nicht landen. (APA)

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