Schneewalzer auf hohem Niveau

22. Dezember 2009, 16:52
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Mit den Allradvarianten ist die neue Mercedes E-Klasse komplett. Der Kombi steht diesen Winter zur Verfügung, die Limousine folgt kommenden Herbst

Es war ja früher so, dass man schon ein verdammt guter Autofahrer sein musste, um mit einem klassischen Mercedes und gewöhnlichen Winterreifen halbwegs störungsfrei über einen durchschnittlichen österreichischen Winter zu kommen. Durch den Hinterradantrieb waren die Grenzen der Traktion auf glattem Untergrund oft schnell erreicht.

Verbesserte Fahrwerke und Fahrdynamiksysteme haben die Situation zwar deutlich verbessert, aber am Ende bleibt es immer noch dabei: Allradantrieb ist bei Eis und Schnee besser. Punkt. Das dachte man bei Mercedes schon in den 1980er-Jahren, als Konkurrent Audi mit dem Quattro die lichten Höhen sportlicher und ziviler Erfolge erklomm (bei Audi waren die Grenzen der Traktion des Frontantriebs bei hoher Motorleistung ausschlaggebend gewesen für die Hinwendung zum Allradantrieb) - und entwickelte schließlich die erste 4matic.

Die war übrigens schrecklich kompliziert, weil man schon die Kompatibilität mit künftigen Fahrdynamiksystemen einkalkulierte, aber doch noch nicht genau wusste, wo die Entwicklung hingehen würde. Es handelte sich um ein automatisch zu- und abschaltendes System, um niemals die Funktion des ESP zu beeinträchtigen - heute vertragen sich permanenter Allrad und ESP problemlos.

Außerdem hatte man vorne kuriose Fahrwerksfedern, wo die Antriebswellen quer durchgeführt wurden, eine Lösung, mit der jeder HTL-Maturant sofort durchgefallen wäre. Doch neue Materialtechnologie machte eben auch verrückte Dinge möglich.

Mittlerweile wurde die vierte Generation der 4matic präsentiert. Es gibt sie bereits in der C- und S-Klasse. Sie arbeitet permanent und enthält ein Zentraldifferenzial mit Lamellensperre, im Grunde eine vielseitig einsetzbare solide Lösung, die auch sehr gut mit Fahrdynamiksystemen harmoniert. Man kann das ESP allerdings nur scheinbar ausschalten. Drückt man den diesbezüglichen Knopf, geht es in eine andere Charakteristik, was mehr Schlupf an den Rädern erlaubt - und einen fast schon lustigen Driftwinkel auf glatter Fahrbahn.

Die 4matic gibt es in Kombination mit den Sechszylindermotoren in Benzin- (E 350) und Dieselausführung (E 350 CDI), die Limousine auch als E 500 mit V8-Benzinmotor, wobei sogar der Kombi als Erster zu haben sein wird, nämlich ab Jänner 2010, während die Limousine erst im September nachgeschoben wird. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/18.12.2009)


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  • So, wie sie auf diesem Bild daherkommen, erscheinen sie in der
Allrad-Variante (4matic) auch auf dem Markt: E-Klasse-T-Modell vor
Limousine.
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    So, wie sie auf diesem Bild daherkommen, erscheinen sie in der Allrad-Variante (4matic) auch auf dem Markt: E-Klasse-T-Modell vor Limousine.

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